RheinEnergieStadion
Heimstadion des 1. FC Köln in Müngersdorf – 2004 als reines Fußballstadion neu gebaut, Spielort der WM 2006 und Konzertort auf dem alten Sportpark-Gelände.
seit 1921
Das RheinEnergieStadion im Kölner Stadtteil Müngersdorf ist die Spielstätte des 1. FC Köln. Es steht auf dem Gelände des früheren Müngersdorfer Stadions, dessen Name im Sprachgebrauch weiterlebt; den heutigen Namen trägt es seit 2004 durch einen Vertrag mit dem Energieversorger Rheinenergie.
Auf einen Blick
- Art
- Fußballstadion
- Lage
- Stadtteil Müngersdorf, Stadtbezirk Lindenthal
- Verein
- Heimspielstätte des 1. FC Köln
- Eröffnung Neubau
- 31. Januar 2004
- Kapazität (laut Betreiber)
- 49.698 Plätze national, 45.965 international
- Architekt
- Gerkan, Marg und Partner
- Eigentümer/Betreiber
- Kölner Sportstätten GmbH
Als Köln zur Fußball-WM 1974 ein neues Stadion bauen wollte, explodierten die Kosten – weshalb die Stadt als Austragungsort gestrichen wurde und stattdessen Dortmund das Westfalenstadion errichtete; die Übergangszeit war besonders kurios, weil zwei Kölner Bundesligavereine ihre Heimspiele ausgerechnet in der stadionlosen Zeit in der alten Radrennbahn austragen mussten.
Das kannst du hier erleben
Altersvergleich
Alter im Vergleich mit anderen Orten in Köln.
Geschichte des Standorts
Nach dem Wegfall der Festungsanlagen im Versailler Vertrag verfügte Köln über einen breiten Landstreifen am linksrheinischen Stadtrand. Auf Initiative des damaligen Oberbürgermeisters Konrad Adenauer entstand hier ein Grüngürtel, in dessen Mitte der „Sportpark Müngersdorf“ angelegt wurde. Der Rat der Stadt beschloss den Bau 1921, die Eröffnung folgte am 16. September 1923. Auf 80 Hektar entstanden neben der Hauptkampfbahn mit rund 80.000 Plätzen zwei kleinere Stadien, eine Radrennbahn, ein Freibad sowie Tennis- und Hockeyplätze. Bis zum Bau des Berliner Olympiastadions 1936 war die Anlage die größte Sportstätte Deutschlands.
Neubauten
Zur Fußball-Weltmeisterschaft 1974 war ein Neubau an gleicher Stelle geplant, doch wegen zu hoher Kosten wurde Köln nicht Austragungsort. Der 1973/74 in der Bundesliga vertretene 1. FC Köln und der SC Fortuna Köln mussten in dieser Zeit in der Müngersdorfer Radrennbahn spielen. Der kostengünstigere Neubau mit 61.000 Plätzen wurde am 12. November 1975 eröffnet. Da das Stadion den FIFA-Bestimmungen nicht mehr entsprach, entstand für die WM 2006 ein reines Fußballstadion: Spatenstich war im Dezember 2001, die letzte Tribüne wurde am 31. Januar 2004 freigegeben. Der Bau in Etappen machte einen Umzug des 1. FC Köln überflüssig.
Große Veranstaltungen
Schon das ältere Stadion war Schauplatz internationaler Spiele: Während der Fußball-Europameisterschaft 1988 wurden hier zwei Partien ausgetragen. 2005 fanden im Rahmen des Konföderationen-Pokals drei Vorrundenspiele in Müngersdorf statt. Bei der Weltmeisterschaft 2006 war das Stadion einer von zwölf Austragungsorten in Deutschland und Schauplatz eines Achtelfinales sowie vierer Vorrundenspiele. Für die Europameisterschaft 2024 wurde der Oberrang umgebaut, um beim Turnier und bei internationalen Spielen zusätzliche Sitzplätze bereitzustellen.
Heute und Nutzung
Ein erwogener Ausbau auf bis zu 75.000 Plätze erwies sich laut einer Machbarkeitsstudie als nicht wirtschaftlich; stattdessen wird eine Modernisierung geprüft. Die Platzzahl wird je nach Quelle unterschiedlich angegeben: Der Betreiber nennt 49.698 Plätze für nationale und 45.965 für internationale Spiele, während Wikipedia und Wikidata mit rund 50.000 beziehungsweise 46.195 Plätzen abweichen. Neben den Spielen des 1. FC Köln finden hier Konzerte und Veranstaltungen statt. Von März bis Juni 2026 wurden auf dem Dach Photovoltaik-Anlagen installiert, um das Stadion ab der Saison 2026/27 mit Solarstrom zu versorgen.
Zeitstrahl
- Oktober 1921Baubeginn Sportpark Müngersdorf (Beschluss: 22. Sept. 1921)
- 16. September 1923Feierliche Eröffnung des Sportpark Müngersdorf
- 12. November 1975Eröffnung des Neubaus mit 61.000 Zuschauerplätzen (Kosten: 45 Mio. DM)
- 1988Fußball-EM: zwei Spiele im Müngersdorfer Stadion ausgetragen
- 20. Dezember 2001Erster Spatenstich für den WM-tauglichen Neubau
- 31. Januar 2004Eröffnung des neuen Stadions; Umbenennung in RheinEnergieStadion
- 2006FIFA WM: Austragungsort für vier Vorrunden- und ein Achtelfinalspiel
- März–Juni 2026Photovoltaik-Anlage auf dem Stadiondach installiert
Galerie
Karte
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Adresse
Aachener Str. 999
50933 Köln
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Quellen & Links
- Offizielle Website
- Offizieller Instagram-Account (@rheinenergiestadion)
- Wikidata (abgerufen 2026-06-24)
- Wikipedia (abgerufen 2026-06-24, rev 268114753)
- Offizielle Website (abgerufen 2026-06-24)
Automatisch erstellt, zuletzt geprüft: 2026-06-27
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