Am Ginsterpfad
Rund 21 Hektar großes Naturschutzgebiet in einer ehemaligen Kiesgrube zwischen Weidenpesch, Longerich und Mauenheim – aus Artenschutzgründen nur von einem Aussichtspunkt einsehbar.
seit 1991
Zwischen den linksrheinischen Stadtteilen Weidenpesch, Longerich und Mauenheim liegt auf einer alten Kiesabbaufläche das Naturschutzgebiet Am Ginsterpfad. Auf rund 21 Hektar haben sich Stillgewässer, Trockenrasen und Gehölze zu einem Rückzugsraum für teils sehr seltene Tiere und Pflanzen entwickelt.
Auf einen Blick
- Lage
- zwischen Weidenpesch, Longerich und Mauenheim (linksrheinisches Köln)
- Fläche
- rund 21 Hektar
- Schutzstatus
- Naturschutzgebiet seit 1991
- Artenvielfalt
- knapp 70 Tier- und Pflanzenarten
- Zutritt
- darf zum Schutz von Tieren und Pflanzen größtenteils NICHT betreten werden
- Beobachtung
- ein Aussichtspunkt erlaubt den Blick in die tiefer gelegenen Bereiche, ohne das Gebiet zu betreten
- Nachbarschaft
- umgeben von Ackerflächen sowie Kleingärten im Westen und Süden
Altersvergleich
Alter im Vergleich mit anderen Orten in Köln.
Lage & Landschaft
Das Gelände ist vielgestaltig: Aus den früheren Gruben sind mehrere Stillgewässer unterschiedlicher Größe entstanden. Das größte liegt im Norden und trägt Unterwasser- und Schwimmblattpflanzen sowie am Westrand ein kleines Röhricht; weiter südlich verteilen sich kleinere Gewässer, teils mit, teils ohne Bewuchs. Ein Teil des Rohbodens hat sich zu Trockenrasen mit vereinzelten Gebüschen entwickelt, während der steile Randbereich fast durchgehend mit Gehölzen bestanden ist und das Gebiet nach außen abschirmt. Im Osten schließt auf höherem Niveau eine Fettwiese an, die gelegentlich mit Hausschafen beweidet wird, südlich davon ein kleiner Waldbereich. Rundherum liegen bewirtschaftete Äcker sowie im Westen und Süden zum Teil dauerhaft bewohnte Kleingärten.
Entstehung & Geschichte
In den 1950er Jahren begann hier der Kiesabbau. Die entstandenen Gruben wurden zwischen 1957 und 1960 mit Hausmüll verfüllt. Aus diesen einstigen Deponieflächen sind mit der Zeit die heutigen Stillgewässer hervorgegangen – seit 1991 steht das Areal unter Naturschutz.
Tierwelt & Pflanzen
Die Gewässer sind Laichplatz unter anderem für Kammmolch und Erdkröte sowie für die streng geschützten Kreuz- und Wechselkröten. Im Sommerhalbjahr bevölkern zahlreiche Libellen die feuchten Abschnitte und locken ihrerseits Baumfalken an, die sich von den Fluginsekten ernähren. Vögel wie Kiebitz und Neuntöter brüten hier, andere nutzen das Gebiet als Durchzugs- und Winterquartier. Der sandige Boden bietet zudem Laufkäfern und vielen weiteren Insekten Lebensraum. Zu den heimischen Pflanzen zählen Sanddorn, Wilde Möhre, Schwarzer Holunder und die Bienen-Ragwurz.
Galerie
Karte
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Adresse
Am Ginsterpfad
50737 Köln
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Automatisch erstellt, zuletzt geprüft: 2026-08-09
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