Humboldtpark
Denkmalgeschützte 2,2-Hektar-Anlage, 1913/14 nach Plänen von Fritz Encke entstanden — einer der wenigen innerstädtischen Parks im Stadtbezirk Kalk.
Der Humboldtpark im Kölner Stadtteil Humboldt ist Teil der Humboldt-Kolonie, eines ab 1874/75 für Arbeiter der Humboldt AG errichteten Wohnviertels. Heute durchziehen Rundwege das von Platanen und Kastanien gesäumte Gelände, in dessen Mitte ein Spielplatz liegt.
Auf einen Blick
- Art
- denkmalgeschützte Grünflächenanlage (Baudenkmal in Nordrhein-Westfalen)
- Größe
- 2,2 Hektar
- Lage
- Stadtteil Humboldt, Stadtbezirk Kalk
- Angelegt
- 1913/14 nach Plänen von Fritz Encke
- Stil
- Neoklassizismus und Jugendstil
- Form
- dreieckiges Gelände mit Rundwegen
- Besonderheit
- eine der wenigen innerstädtischen Grünanlagen im Stadtbezirk Kalk
- Saniert
- 2012 bis 2013
Der Park entstand auf einem Gelände, auf dem zuvor eine Pulvermühle stand (1858–1870), und der angrenzende Spielplatz musste 2012–2013 aufwendig saniert werden, weil er mit Schadstoffen aus der Schwer- und Chemieindustriezeit des Viertels belastet war.
Das kannst du hier erleben
- Auf den Rundwegen unter alten Platanen und Kastanien spazieren
- Die Kinder auf dem Spielplatz in der Parkmitte toben lassen
- Eine Partie Boule auf dem Boule-Platz spielen
- An den Blumengärten verweilen und die Bepflanzung bestaunen
- Die denkmalgeschützte Anlage von Fritz Encke entdecken und fotografieren
- Auf einer Bank im Grünen entspannen und durchatmen
Flächenvergleich
Fläche im Vergleich mit anderen Kölner Parks und Grünflächen.
Geschichte
Für den Zeitraum 1858 bis 1870 ist im heutigen Parkgelände oder dessen Umgebung eine Pulvermühle überliefert, die der benachbarten Straße An der Pulvermühle ihren Namen gab. Das östlich anschließende Areal erschloss ab 1874/75 die Humboldt AG als Wohngebiet und baute dort Arbeiterhäuser. Gemeinsam mit der damaligen Stadt Deutz kam die so entstandene Humboldt-Kolonie 1888 als einer der ersten rechtsrheinischen Stadtteile zu Köln. Auf Grundlage der 1912 erstellten Pläne Fritz Enckes wurde der Park 1913/14 angelegt; ein hölzernes Milchhäuschen geht auf einen Entwurf von Hans Verbeek zurück.
Gestaltung
Rundwege durchziehen das dreieckige Gelände, das von hohen Bäumen, Platanen und Kastanien gesäumt wird. Die mittige Freifläche nimmt ein Spielplatz ein, ergänzt um angrenzende Blumengärten. An die Stelle eines früheren Küchen- und Schulgartens trat ein Boule-Platz.
Sanierung
Etwa ein Jahrhundert nach seiner Errichtung wurde der Park von der Kölner Grün Stiftung erneuert — finanziert durch Spenden der Klosterfrau Healthcare Group (300.000 €) und getragen von lokalen Initiativen sowie dem Grünflächenamt. Den durch die einstige Schwer- und Chemieindustrie des Viertels schadstoffbelasteten Spielplatz sanierte die Stadt aus eigenen Mitteln. Die Arbeiten liefen von April 2012 bis Dezember 2013.
Lage und Umgebung
Der Park befindet sich im westlichen Teil der Humboldt-Kolonie, die eine Güterbahnstrecke vom Stadtteil Deutz abtrennt. Den Rand bilden die Straßen An der Pulvermühle, Gremberger Straße und Burgenlandstraße, über die der Zugang erfolgt.
Zeitstrahl
- 1858–1870Pulvermühle im Bereich des heutigen Parks; gibt der Straße ihren Namen
- 1874/75Humboldt AG erschließt das Gelände als Wohngebiet (Humboldt-Kolonie)
- 1888Humboldt-Kolonie wird als erster rechtsrheinischer Stadtteil nach Köln eingemeindet
- 1912Planungsaufstellung durch Kölner Gartenbaudirektor Fritz Encke
- 1913/14Parkanlage im Stil des Neoklassizismus und Jugendstils angelegt
- April 2012Beginn der Sanierungsarbeiten (Spende Klosterfrau 300.000 €)
- Dezember 2013Sanierung abgeschlossen; Park in zeitgemäßer Nutzung wiedereröffnet
Galerie
Karte
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Adresse
Burgenlandstraße 3b
51105 Köln
Öffnungszeiten
So: 00:00–24:00
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Automatisch erstellt, zuletzt geprüft: 2026-06-26
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