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© Stefan Flöper · CC BY-SA 4.0

Wartesaal am Dom

Historischer Veranstaltungsort im Kölner Hauptbahnhof mit Restaurant, Bar und Diskothek für bis zu 1.000 Gäste.

seit 1915

Der Wartesaal am Dom ist ein Veranstaltungszentrum im Kölner Hauptbahnhof, das Restaurant, Bar und Diskothek unter einem Dach vereint. Als einziger historisch erhaltener Teil des Bahnhofskomplexes bietet er Platz für bis zu 1.000 Gäste.

bis zu 1.000 Gäste
Kapazität
heutiger Wartesaal 1915
Erbaut

Auf einen Blick

Lage
Baulicher Bestandteil des Kölner Hauptbahnhofs
Nutzung
Restaurant, Bar und Diskothek
Säle
zwei Räume mit 560 und 210 m²
Heutiger Name
seit August 2014 „Wartesaal am Dom“ (zuvor „Alter Wartesaal“)
Bekannt durch
WDR-Kabarettreihe „Mitternachtsspitzen“
Wusstest du?

Weil der Wartesaal geschützt unter den Gleisen des Hauptbahnhofs liegt, überstand er den Zweiten Weltkrieg fast unbeschädigt, während die Stadt ringsum schwer bombardiert wurde.

Das kannst du hier erleben

  • Im historischen Bahnhofs-Gebäude essen und trinken
  • Live-Auftritte im Saal der Mitternachtsspitzen nacherleben
  • Den erhaltenen Jugendstilsaal von 1915 besichtigen

Altersvergleich

Alter im Vergleich mit anderen Orten in Köln.

Baugeschichte

Der Vorläufer des heutigen Bahnhofs, der Cölner Centralbahnhof, wurde am 5. Dezember 1859 eröffnet. 1883 beschloss der Rat der Stadt Köln, die Gleise auf Dämmen und Viadukten höherzulegen – dadurch entstand unter den Bahnsteigen Platz für Wartesäle. Am 25. Mai 1894 wurde die dreigliedrige Bahnsteighalle übergeben, die 255 Meter lang, 65 Meter breit ist und eine Scheitelhöhe von 24 Metern besitzt. Beim Umbau zum Durchgangsbahnhof zwischen 1909 und 1915 verschwand der ursprüngliche Wartesaal-Pavillon; an seiner Stelle entstand 1915 unter dem südlichen Sockel der Bahnhofshalle der heutige Wartesaal – ein Vordergebäude mit zwei großen Rundbogenportalen und verglasten Fronten, das als Warteraum der ersten Klasse diente.

© Raimond Spekking · CC BY-SA 4.0

Vom Wartesaal zum Veranstaltungsort

Während der Weltwirtschaftskrise ab 1929 und im Zweiten Weltkrieg konnte der Wartesaal nur noch selten öffnen. Weil er geschützt unter den Gleisen lag, blieben die Räume trotz schwerer Bombenschäden in der Umgebung nahezu unversehrt. 1983 entdeckte Alfred Biolek die zur Vermietung angebotenen Räume, mietete sie und ließ sie renovieren – Wandvertäfelung, Stuck sowie das Art-déco-Gestühl und die -Leuchten blieben dabei erhalten. Im Oktober 1983 eröffnete der Komplex neu. Im Frühjahr 2014 folgte ein weiterer Umbau, und seit August 2014 trägt der Ort den Namen „Wartesaal am Dom“.

© Stefan Flöper · CC BY-SA 4.0

Räumlichkeiten & Nutzung

Die Räume gliedern sich in zwei Säle von 560 und 210 Quadratmetern, in denen zusammen bis zu 1.000 Gäste Platz finden. Das Restaurant besitzt bis zu 4,80 Meter hohe, stuckverzierte Decken, daneben liegt der original erhaltene Jugendstilsaal von 1915. Die Kulisse eignet sich für ganz unterschiedliche Anlässe – von Firmen- und Abendveranstaltungen über Modeschauen, TV-Produktionen und Produktpräsentationen bis zu Kabarett- und Comedyabenden, Kunstausstellungen, Vernissagen und Gala-Events. Seit September 2003 hat außerdem ein Ableger des Berliner KitKatClubs hier monatlich sein Domizil.

© Raimond Spekking · CC BY-SA 4.0

Bekannt durch die Mitternachtsspitzen

Überregionale Bekanntheit erlangte der Saal, seit hier am 17. September 1988 erstmals die WDR-Kabarettreihe „Mitternachtsspitzen“ aufgezeichnet wurde. Zunächst führte Richard Rogler durch die Sendung, ab dem 14. Mai 1992 übernahm Jürgen Becker, und seit Januar 2021 moderiert Christoph Sieber die Reihe.

© Pedelecs · CC BY-SA 3.0

Zeitstrahl

  1. 1915
    Der heutige Wartesaal-Bau entsteht unter dem südlichen Sockel der Bahnhofshalle
  2. 1983
    Alfred Biolek eröffnet die renovierten Räume neu
  3. 1988
    17. Sept.: Erste Aufzeichnung der WDR-Kabarettreihe Mitternachtsspitzen
  4. 2014
    Umbau und Wiedereröffnung als Wartesaal am Dom

Galerie

© 9EkieraM1 · CC BY-SA 3.0 · Commons
© Geolina · CC BY-SA 4.0 · Commons
© Geolina · CC BY-SA 4.0 · Commons
© Geolina · CC BY-SA 4.0 · Commons
© Geolina · CC BY-SA 4.0 · Commons
© Geolina · CC BY-SA 4.0 · Commons

Karte

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Adresse

Johannisstraße 11
50668 Köln

Öffnungszeiten

Mo: 17:00–00:30

Di: 12:00–00:30

Mi: 12:00–00:30

Do: 12:00–00:30

Fr: 12:00–00:30

Sa: 12:00–00:30

So: 17:00–00:30

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Automatisch erstellt, zuletzt geprüft: 2026-07-28

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