Zum Göttlichen Erlöser
Katholische Kirche von 1953–1955 in Rath/Heumar, ein früher Bau von Fritz Schaller, der schon vorkonziliare Ideen umsetzte.
seit 1955
Die katholische Kirche Zum Göttlichen Erlöser steht im Kölner Stadtteil Rath/Heumar und gehört zum Pfarrverband Roncalli am Heumarer Dreieck im Erzbistum Köln. Seit dem 25. November 1991 ist das Gebäude als Baudenkmal geschützt.
Auf einen Blick
- Art
- Römisch-katholische Kirche
- Bauzeit
- 1953–1955
- Lage
- Rath/Heumar, Köln
- Architekt
- Fritz Schaller
- Baustil
- Mehrschiffige Hallenkirche mit querschiffartigen Erweiterungen
- Besonderheit
- Früher Bau, der schon vor dem Zweiten Vatikanum moderne Prinzipien des Kirchenbaus vorwegnahm
- Denkmalschutz
- Seit 25. November 1991 (Nr. 6294)
Altersvergleich
Alter im Vergleich mit anderen Orten in Köln.
Architektur
Die Kirche ist als mehrschiffige Hallenkirche mit querschiffartigen Erweiterungen angelegt, über die sich das durchlaufende Satteldach weit herunterzieht. Sie gilt als das früheste Werk Fritz Schallers, in dem er die traditionelle, in sich geschlossene Raumauffassung aufbricht und das Raumgefüge neu ordnet. Bemerkenswert ist, dass der Architekt bereits in den 1950er Jahren Grundsätzen folgte, die erst nach dem Zweiten Vatikanischen Konzil üblich wurden: Die Kirche besaß schon damals einen Volksaltar, und die Schiffe wenden sich von allen Seiten dem Altar zu.
Ausstattung
Im Zentrum der Vierung steht der um drei Stufen erhöhte Altar aus Rotsandstein in Tischform, über dem ein Holzkreuz mit silbernem Corpus aus der Werkstatt von Hans-Jakob Heppekausen hängt. Ein Oberlicht im Dach belichtet den Altarraum zusätzlich. Die Betondecke schmücken Mosaiken des Bildhauers Hein Wimmer, von dem auch Altar, Taufbecken, Weihwasserbecken und Tabernakel stammen. Der Tabernakel ruht auf einem rotsandsteinernen Sockel, ist mit vergoldeten Blattornamenten verziert und steht vom Mittelschiff aus gesehen rechts hinter dem Altar. Nahe dem Altar, im Osten der Kirche, spielt eine 1961 gebaute Walcker-Orgel mit 22 Registern, verteilt auf zwei Manuale und Pedal. Im hinteren, nördlichen Bereich steht der ebenfalls aus rotem Sandstein gefertigte Marienaltar mit einer hölzernen Marienfigur; die Kapelle wird heute häufig für Werktagsmessen und Taufen genutzt.
Gartenhof und Fenster
Das Gebäude umschließt einen rechteckigen Gartenhof. Im Umgang sind die bronzenen Kreuzwegstationen von Joseph Hoentgesberg zu sehen. Rund um das Hauptportal im Süden befindet sich eine teilweise farbig verglaste Seitenwand in einem Beton-Gerüst, deren farbige Verglasung nach einem Entwurf von Hubert Schaffmeister ausgeführt wurde.
Geschichte
Die Rektoratspfarrei Zum Göttlichen Erlöser wurde am 11. November 1953 errichtet, erster Rektoratspfarrer war Hans Macke. Am 28. März 1954 weihte Weihbischof Joseph Ferche die Kirche und ihre Glocken. 1973 wurde die Rektoratspfarre zur Pfarrei erhoben; 1978 ging Macke in den Ruhestand, und Hartmut Hold übernahm das Pfarramt. Nach dem Zusammenschluss mehrerer Gemeinden – St. Cornelius und Zum Göttlichen Erlöser (Rath/Heumar), St. Servatius und Zu den Heiligen Engeln (Ostheim) sowie St. Adelheid (Neubrück) – zum Pfarrverband Roncalli „Am Heumarer Dreieck“ wurde 2010 Gerd Breidenbach dessen Pfarrer.
Gemeindeleben
Das Leben der Pfarrgemeinde wird von mehreren Gruppen getragen. Bereits seit 1947 besteht ein Pfadfinderstamm, seit der Gründung der Pfarrei 1954 gibt es eine Messdienergemeinschaft und eine Gruppe der Malteser Jugend Köln. Ebenfalls seit 1954 liegt in Nachbarschaft der Kirche eine Bücherei, und 1957 wurde nebenan ein Montessori-Kinderhaus eingeweiht. Das Geläut wurde 1954 gegossen – mit Rücksicht auf den Klang der Glocken von St. Cornelius Heumar.
Galerie
Karte
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Adresse
Erlöserkirchstraße 8
51107 Köln
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