St. Dimitrios (ehemals St. Markus)
Rum-orthodoxe Kirche in Köln-Seeberg, in den 1970er Jahren von Fritz Schaller als katholische Filialkirche errichtet und heute Bischofssitz.
seit 1973
Im Kölner Stadtteil Seeberg steht mit St. Dimitrios eine rum-orthodoxe Kirche, die ihre Laufbahn als katholisches Gotteshaus namens St. Markus begann. Nach Plänen des Architekten Fritz Schaller entstanden, wechselte sie um die Jahrtausendwende die Konfession und den Namenspatron.
Auf einen Blick
- Stadtteil
- Köln-Seeberg (Bezirk Chorweiler)
- Bauzeit
- 1971–1973
- Architekt
- Fritz Schaller (Ausführung: Josef Lorenz)
- Erstes Patrozinium
- Evangelist Markus
- Heutige Widmung
- Demetrios von Thessaloniki
- Weihe
- 16. Januar 1984
- Konfession
- rum-orthodox (Gemeinde St. Dimitrios)
- Besonderheit
- seit 2013 Bischofssitz des Metropoliten von Antiochien in Deutschland und Mitteleuropa
Das ursprüngliche Sakramentshaus der Kirche war eine echte Fiale aus dem Kölner Dom – nach dem Verkauf 2007 wanderte das Tabernakel in die Kirche Christi Verklärung in Heimersdorf.
Das kannst du hier erleben
- Die 2004 aus Homs stammende Ikonostase betrachten
- Den achteckigen Grundriss und die Kassettendecke aus Beton erkunden
- Die Außenplastik des Markuslöwen von Jochem Pechau entdecken
- Den teils offen gestalteten Turm in Sichtbeton betrachten
- Die pyramidenförmige Dachlandschaft des Ensembles ansehen
Altersvergleich
Alter im Vergleich mit anderen Orten in Köln.
Geschichte
Schon 1963 sah der Bebauungsplan für die im Bezirk Chorweiler geplante „Neue Stadt“ ein Grundstück für eine katholische Kirche vor. Ab 1967 beauftragte die Muttergemeinde Christi Verklärung den Architekten Schaller mit den Vorplanungen für eine Filialkirche mit 250 Plätzen, ergänzt um Sakristei, Mehrzweckraum und Kindergarten. Während die Gemeinde Schallers Entwürfe von Anfang 1968 zunächst skeptisch aufnahm, genehmigte sie die Kunstkommission des Erzbistums im Januar 1969.
Der erste Spatenstich erfolgte am 25. April 1971, Richtfest und Grundsteinlegung fielen am 20. und 21. Mai 1972 zusammen. Nach einer Segnung durch Prälat Josef Pock nahm man die Kirche ab Mai 1973 in Gebrauch; die offizielle Weihe ließ jedoch bis zum 16. Januar 1984 auf sich warten. Ende 1996 verpachtete die Pfarrei das Gebäude auf 25 Jahre an die rum-orthodoxe Gemeinde St. Dimitrios. Nach einem Brand im Jahr 2000 wurde die Kirche saniert und zu einem rein orthodoxen Gotteshaus umgestaltet, das die Gemeinde im Mai 2001 schließlich kaufte. Eine katholische Messe wird dort weiterhin einmal wöchentlich gelesen.
Architektur
Die Kirche gehört zu einem größeren Ensemble von Gemeindebauten an einem tieferliegenden Vorplatz. Über den eingeschossigen Nebenbauten erhebt sie sich auf einem gestreckten achteckigen Grundriss rund dreigeschossig. Auf der Chorseite steht ein teils offen gestalteter Turm mit flach abgeschrägter Oberkante. Ursprünglich war der Kirchenbau innen wie außen in Sichtbeton ausgeführt, den lediglich einige Fugen gliederten; heute sind die Außenwände weiß verputzt, während der Turm im Sichtbeton verblieb.
Ein eingeschossiger Anbau begleitet an drei Seiten den Umriss des Kirchenraums und beherbergt Eingang, Werktagskapelle sowie die von einem Fensterband umzogene Sakramentskapelle. Der Innenraum richtet sich auf den Altar aus, in dessen Rückwand ein achteckiges Fenster sitzt; ein weiteres Fenster links markierte einst den Ort der Marienverehrung. Über den gesamten Saal spannt sich eine kräftige Kassettendecke aus glattem Beton, deren quadratische Segmente in Pyramidenformen mit je einer Lichtquelle übergehen.
Ausstattung
Die Grundelemente für Altar, Ambo, Tabernakel und Taufbecken entwarf Schaller selbst; umgesetzt wurden sie von Paul Nagel. Das Tabernakel, dessen Sakramentshaus eine Fiale aus dem Kölner Dom bildete, gelangte nach dem Verkauf 2007 in die Kirche Christi Verklärung in Heimersdorf. Eine Außenplastik in Gestalt eines Markuslöwen stammt von Jochem Pechau. 2004 baute die Gemeinde eine im syrischen Homs gefertigte Ikonostase ein.
Orgel und Glocke
Bis 1998 versah eine Oberlinger-Orgel, ein Positiv mit fünf Registern, ihren Dienst, das zuvor in Christi Verklärung gestanden hatte. Nachdem Wassereinbrüche es beschädigt hatten, ersetzte man es durch eine zweimanualige Digitalorgel der Marke Eminent mit 26 Registern. Die Stahlglocke mit dem Schlagton a1 wurde 1954 vom Bochumer Verein für Gußstahlfabrikation gegossen und hing ursprünglich in St. Pankratius in Köln-Worringen.
Zeitstrahl
- 1971Erster Spatenstich am 25. April.
- 1972Richtfest und Grundsteinlegung am 20./21. Mai.
- 1973Nach der Segnung durch Prälat Josef Pock Inbetriebnahme ab Mai.
- 1984Offizielle Weihe der Kirche am 16. Januar.
- 2001Die Gemeinde St. Dimitrios kauft das Gebäude im Mai.
- 2013St. Dimitrios wird Bischofssitz des Metropoliten von Antiochien.
Karte
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Adresse
Geranienweg 27-29
50769 Köln
Kontakt
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Quellen & Links
- Offizielle Website
- Offizielle Website (abgerufen 2026-07-17)
- Wikidata (abgerufen 2026-07-06)
- Wikipedia (abgerufen 2026-07-06, rev 262899651)
Automatisch erstellt, zuletzt geprüft: 2026-07-06
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