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© Raimond Spekking · CC BY-SA 4.0

DITIB-Zentralmoschee Köln

Zentralmoschee der DİTİB in Köln-Ehrenfeld, 2018 in Anwesenheit Erdoğans eingeweiht — mit zwei je 55 Meter hohen Minaretten und großem Kuppelsaal.

Indoor Fotospot

Die DİTİB-Zentralmoschee steht in Köln-Ehrenfeld an der Venloer Straße, Ecke Innere Kanalstraße, und dient der Türkisch-Islamischen Union der Anstalt für Religion (DİTİB) als Zentralmoschee. Schon über die Baugestaltung und die Höhe der Minarette wurde öffentlich kontrovers diskutiert.

Auf einen Blick

Kuppel
geplant 35 m, Rohbau 37 m
Minarette
zwei Türme von je 55 Metern Höhe
Nutzfläche
rund 16.500 m²
Kapazität
Gebetsraum für rund 1.200 Gläubige
Architekt
Paul Böhm (Wettbewerbssieg 2006)
Einweihung
29. September 2018
Wusstest du?

Die Moschee war ursprünglich für Mai 2012 geplant, verzögerte sich jedoch durch rund 2.500 beanstandete Baumängel und einen öffentlichen Streit zwischen Bauherr DITIB und Architekt Paul Böhm so massiv, dass die Einweihung erst im September 2018 stattfand – also mehr als sechs Jahre später.

Größenvergleich

Höhe im Vergleich mit anderen Kölner Bauwerken.

Altersvergleich

Alter im Vergleich mit anderen Kölner Orten.

Architektur

Über dem fünfgeschossigen Bau spannt sich eine große Kuppel, flankiert von zwei Minaretten. Als deren Höhe in der Diskussion stand, verwies Böhm darauf, dass mehrere Bürogebäude in der Nähe höher seien als die geplanten Türme. Statt der zunächst eckigen Form wurden die Minarette rund und in sich gedreht ausgeführt, um leichter und abstrakter zu wirken.

© Superbass · CC BY-SA 3.0

Planung und Raumprogramm

Vorgesehen war anfangs ein Gebäude für 2.000 Gläubige; 2008 wurde das Raumprogramm um etwa ein Drittel verkleinert, was vor allem den gewerblichen Bereich und den Gebetsraum betraf. Auf der Nutzfläche entstanden neben den Gebetsräumen eine Bibliothek, Schulungs- und Seminarräume, Flächen für Geschäfte und eine Tiefgarage.

© Michael Kramer · CC BY-SA 3.0

Bau und Verzögerungen

Der Abriss der alten Bebauung begann im Mai 2009, im November folgte die Grundsteinlegung, im Februar 2011 das Richtfest. Die für Mai 2012 geplante Eröffnung verschob sich über Jahre: Im Oktober 2011 kündigte die DİTİB die Zusammenarbeit mit dem Büro Böhm und warf ihm rund 2.500 Baumängel vor, was der Architekt bestritt. Der Termin rückte auf 2013, dann auf 2017; im Oktober 2015 wurde die feuchte Kuppel eingerüstet, um sie abzudichten.

© Michael Kramer · CC BY-SA 3.0

Eröffnung und Nutzung

Den großen Kuppelsaal nutzte die Gemeinde erstmals im Juni 2017. Die offizielle Einweihung im September 2018 erfolgte in Anwesenheit des türkischen Staatspräsidenten Recep Tayyip Erdoğan und des Diyanet-Präsidenten Ali Erbaş. An diesem Standort in Köln-Ehrenfeld unterhält die DİTİB seit 1984 ihren Hauptsitz. Nach Angaben der Betreiber versteht sich das Gebäude nicht allein als Moschee, sondern auch als Kulturzentrum mit Raum für religiöse und soziale Angebote; angeboten werden zudem öffentliche Führungen.

© Michael Kramer · CC BY-SA 3.0

Zeitstrahl

  1. 2006
    Paul Böhm gewinnt den Architekturwettbewerb für den Moscheeneubau
  2. 28. August 2008
    Kölner Stadtrat beschließt die Änderung des Bebauungsplans
  3. 7. November 2008
    Stadt Köln erteilt der DITIB die Baugenehmigung
  4. 7. November 2009
    Grundsteinlegung mit rund 2.000 Gästen
  5. 2. Februar 2011
    Richtfest nach Fertigstellung der Rohbauten von Kuppel und Minaretten
  6. Oktober 2011
    DITIB kündigt die Zusammenarbeit mit Architekt Paul Böhm
  7. 9. Juni 2017
    Kuppelsaal wird erstmals während des Ramadans für das Gebet genutzt
  8. 29. September 2018
    Offizielle Einweihung in Anwesenheit von Präsident Erdoğan

Galerie

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Automatisch erstellt, zuletzt geprüft: 2026-06-26