Sommerblut
Inklusives Kölner Kulturfestival seit 2002, das mit Theater, Tanz und Performances an vielen Spielorten gesellschaftliche Ränder und Mitte zusammenbringt.
seit 2002
Sommerblut ist ein Kulturfestival in Köln, das seit 2002 jährlich stattfindet und sich „Festival der Multipolarkultur" nennt. Es verbindet Veranstaltungen aus Theater, Tanz, Musik, Performance und Ausstellung mit einem inklusiven und gesellschaftspolitischen Anspruch.
Auf einen Blick
- Art
- Inklusives Kulturfestival mit Theater, Tanz, Musik, Performances und Ausstellungen
- Ort
- Köln, verteilt über mehrere Spielstätten im Stadtgebiet
- Seit
- 2002, gegründet von Rolf Emmerich
- Schirmherr
- Jürgen Roters, früherer Kölner Regierungspräsident und Oberbürgermeister, seit 2002
- Umfang 2019
- 24 Spielorte im gesamten Stadtgebiet
- Barrierearm
- Einzelne Veranstaltungen für Menschen mit Geh-, Hör- oder Sehbehinderung geeignet
Altersvergleich
Alter im Vergleich mit anderen Orten in Köln.
Idee und Themen
Das Festival fasst den Inklusionsbegriff bewusst weit: Es geht um körperliche und kognitive Merkmale, Lebensformen, Wertesysteme, Traditionen und Glaubensrichtungen. Sommerblut thematisiert die Situation von Minderheiten und benachteiligten Gruppen. Auf der Webseite heißt es dazu: „Sommerblut holt den Rand in die Mitte und bringt die Mitte zum Rand."
Lange arbeitete das Festival mit Schwerpunktthemen, darunter „Demenz" (2012), „Flucht" (2013), „Liebe" (2016) und „Glaube" (2019). Seit 2022 rückte es davon ab und stellte stattdessen ein Motto in den Mittelpunkt, etwa „Mach mal neu!" oder „Geh dahin, wo die Angst ist".
Entwicklung
Ursprünglich prägten Künstler der deutschsprachigen Chanson- und Kabarettszene das Programm, unter ihnen Georgette Dee, Tim Fischer und Désirée Nick. Inzwischen liegt der Schwerpunkt stärker auf Tanz, Theater und Performance, mit vielen Eigenproduktionen. 2002 und 2003 fand das Festival ausschließlich im Theaterhaus und im Limelight statt; später kamen Orte wie die Kölner Philharmonie, das Schauspiel Köln, der Gürzenich und die Comedia hinzu. Seit 2022 ist der Schauspieler und Tänzer Erwin Aljukic Vorstand.
Kontroverse 2007
2007 protestierten die Inhaber des Atelier-Theaters mit einem offenen Brief gegen die Einbindung des Pascha Nightclubs, der damals auch kulturelle Veranstaltungen ausrichtete. Auf öffentlichen Druck und auf Druck des Kooperationspartners WDR5 verlegte Veranstalter Rolf Emmerich die Eröffnung „Wilde Nächte" ins Theaterhaus Köln; vier weitere Veranstaltungen blieben im Pascha. Das Atelier-Theater nahm trotz Unzufriedenheit weiter am Festival teil.
Auszeichnungen
Sommerblut erhielt 2007 den Kölner Tanzpreis für die Performance „Sex Id" und 2012 den Kölner Innovationspreis Behindertenpolitik für das Demenz-Projekt „Anderland". 2018 und 2019 war das Festival für den Kölner Theaterpreis nominiert.
Karte
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Adresse
Follerstraße 95
50676 Köln
Öffnungszeiten
Mo: 10:00–16:00
Di: 10:00–16:00
Mi: 10:00–16:00
Do: 10:00–16:00
Fr: 10:00–16:00
Kontakt
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Quellen & Links
- Offizielle Website
- Offizielle Website (abgerufen 2026-07-17)
- Wikidata (abgerufen 2026-06-30)
- Wikipedia (abgerufen 2026-06-30, rev 267211390)
Automatisch erstellt, zuletzt geprüft: 2026-06-30
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