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Kölner Zoo

1860 gegründeter Zoo in Riehl – gilt als drittältester Tiergarten Deutschlands, bekannt für den über 100 Jahre alten Affenfelsen.

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Der Zoologische Garten Köln liegt im nördlichen Stadtteil Riehl nahe dem Rhein. Er wurde 1860 eröffnet und gilt unter den heute in Deutschland bestehenden Tiergärten als drittältester Zoo.

Auf einen Blick

Art
Zoologischer Garten
Lage
Stadtteil Riehl, Stadtbezirk Nippes
Eröffnung
22. Juli 1860
Tierbestand
rund 12.000 Tiere aus über 750 Arten
Besuch
über 1,3 Millionen Zutritte (2019)
Besonderheit
mehrere denkmalgeschützte historische Tierhäuser
Wusstest du?

Zwischen 1878 und 1932 fanden im Kölner Zoo acht sogenannte Völkerschauen statt, bei denen Menschen aus nicht-europäischen Kulturen – darunter Inuit, Somali und Samoaner – unter nachgestellten Lebensbedingungen wie Tiere zur Schau gestellt wurden, teils mit reißerischen Ankündigungen als angebliche „Kannibalen".

Altersvergleich

Alter im Vergleich mit anderen Kölner Orten.

Geschichte

Auf Betreiben von Caspar Garthe gründete sich 1858 die „Actiengesellschaft Zoologischer Garten zu Cöln“ mit einem Stammkapital von 100.000 Talern. Sie erwarb ein Gelände im damals zur Gemeinde Longerich gehörenden Riehl. Erster Direktor des 1860 eröffneten Zoos wurde Heinrich Bodinus, der die 1859/60 erbaute klassizistische Direktorenvilla bezog – das älteste erhaltene Wohnhaus im Zoo und in Riehl. Weltkriege und Weltwirtschaftskrise kosteten den Zoo große Teile seines Tierbestands und seine Selbständigkeit; 1937 übernahm die Stadt die Aktienmehrheit.

© Doppelklecks · CC BY-SA 4.0

Historische Bauten

Die ersten Gehege entstanden im maurischen Architekturstil. Erhalten blieb davon das 1863 nach einem Entwurf von Josef Felten errichtete Giraffen- und Antilopenhaus, das 1874 mit Anleihen an indische Tempel zum Elefantenhaus erweitert wurde und bis zum Bau des Elefantenparks 2004 diente. Bis heute als Gehege genutzt werden die 1884 im „Schweizer Blockhausstil“ erbauten Rinderhäuser, der Seelöwenfelsen von 1887 sowie das 1899 eröffnete, von russischen Kirchen inspirierte Vogelhaus. Die Gebäude stehen unter Denkmalschutz.

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Der Affenfelsen

Der 1914 eingeweihte, rund zehn Meter hohe Affenfelsen folgte der gitterlosen Tierpräsentation, die Carl Hagenbeck 1907 in seinem Hamburger Tierpark eingeführt hatte. Geplant wurde er von Max Stirn im Auftrag des Zoodirektors Ludwig Wunderlich. Der von Pavianen bewohnte Felsen zählt seit über hundert Jahren zu den Anziehungspunkten des Zoos.

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Wissenswertes

Zwischen 1878 und 1932 fanden im Kölner Zoo acht Völkerschauen statt, bei denen Menschen aus außereuropäischen Regionen unter nachgestellten Lebensbedingungen zur Schau gestellt wurden.

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Zeitstrahl

  1. 1858
    Gründung der „Actiengesellschaft Zoologischer Garten zu Cöln"
  2. 1860
    Eröffnung des Zoos am 22. Juli; Heinrich Bodinus wird erster Direktor
  3. 1863
    Bau des Giraffen- und Antilopenhauses (maurischer Stil, Arch. Josef Felten)
  4. 1874
    Erweiterung zum Elefantenhaus mit indischen Tempel-Anleihen
  5. 1884
    Bau der Rinderhäuser im Schweizer Blockhausstil (Alfred Müller)
  6. 1899
    Eröffnung des von russischer Kirchenarchitektur inspirierten Vogelhauses
  7. 1914
    Einweihung des gitterlosen Affenfelsens (Planung: Max Stirn)
  8. 1937
    Stadt Köln übernimmt Aktienmehrheit nach anhaltenden Finanzproblemen

Galerie

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