Kölner Philharmonie
Konzertsaal im Amphitheaterstil unter dem Heinrich-Böll-Platz – stützenfreier Saal für 2.000 Menschen mit Klais-Orgel.
Die Kölner Philharmonie ist ein 1986 eröffneter Konzertsaal im Gebäudekomplex des Museums Ludwig. Ihr Saal ist einem Amphitheater nachempfunden, um eine günstige Raumakustik zu erreichen.
Auf einen Blick
- Art
- Konzertsaal
- Lage
- Köln, Altstadt-Nord (Innenstadt), beim Museum Ludwig
- Eröffnung
- 1986
- Kapazität
- bis zu 2.000 Plätze im stützenfreien Saal
- Architektur
- Entwurf des Teams Busmann + Haberer
- Besonderheit
- Orgel der Werkstatt Klais mit sieben Rundtürmen
- Programm
- Klassik, Neue Musik, Jazz, Folk und Pop
Weil die fugenlos vergossene Decke des Konzertsaals – der unter dem öffentlichen Heinrich-Böll-Platz liegt – Schrittgeräusche von Stöckelschuhen, Skateboards und Rollkoffern wie eine Trommelmembran verstärkt, muss der Platz während jeder Aufführung bewacht werden: Seit 1999 hat diese Sicherheitsmaßnahme bereits 3,1 Millionen Euro gekostet.
Altersvergleich
Alter im Vergleich mit anderen Kölner Orten.
Architektur und Akustik
Der Saal ist einem Amphitheater nachempfunden. Damit kein unerwünschtes Echo entsteht, liegen sich nirgends Wände parallel gegenüber. Größe und Polsterung der Sitze sind so gewählt, dass ihre Schalldämpfung gleich bleibt – ob besetzt oder leer. Der stützenfreie Innenraum fasst bis zu 2.000 Menschen.
Der Platz über dem Saal
Der Konzertsaal liegt unterhalb des öffentlich begehbaren Heinrich-Böll-Platzes zwischen dem Museum Ludwig und der Treppe zum Rheinufer. Seine fugenlos vergossene Decke überträgt Geräusche von oben wie eine Trommelmembran über die frei schwingenden Träger nach innen – etwa Schritte, Skateboards oder Rollkoffer. Die Quelle nennt dies einen Konstruktionsfehler, der aus der Sorge entstand, das Eindringen von Feuchtigkeit durch die Decke mit allen Mitteln zu verhindern. Deshalb wird der Platz während Proben und Aufführungen bewacht. Die Stadt Köln beziffert die Kosten dieser Bewachung für die Jahre 1999 bis 2021 auf 3,1 Millionen Euro.
Die Orgel
Die Orgel war im ursprünglichen Bauplan nicht vorgesehen; den Auftrag erhielt nachträglich die Werkstatt Klais in Bonn. Mit ihren sieben Rundtürmen bildet sie das Gegenstück zur gegenüberliegenden Wendeltreppe. Sie besitzt drei Manuale und hatte 1986 zunächst 70 Register mit 5.394 Pfeifen. Nach Änderungen 2009 und 2010 verfügt sie über 67 Register.
Konzertbetrieb
Den Auftakt machte am 14. September 1986 die Rheinische Sinfonie von Robert Schumann. Aufgeführt werden vor allem sinfonische und kammermusikalische Werke, dazu Neue Musik, Jazz sowie Folk und Pop. Jährlich finden hier rund 400 Konzerte mit etwa 600.000 Gästen statt. Das Haus ist die größte Spielstätte des Festivals Acht Brücken | Musik für Köln. Den Konzertbetrieb führt die KölnMusik Betriebs- und Servicegesellschaft mbH. Die KölnMusik GmbH wird zu 90 Prozent von der Stadt Köln und zu 10 Prozent vom Westdeutschen Rundfunk getragen.
Zeitstrahl
- Anfang der 1980erWettbewerb gewonnen: Architektenteam Busmann + Haberer
- 1986Eröffnung der Kölner Philharmonie (14. September 1986)
- 1986Orgel mit 70 Registern und 5.394 Pfeifen in Betrieb genommen
- 1999–2021Bewachungskosten Heinrich-Böll-Platz: 3,1 Mio. Euro gesamt
- 2002Thierry Mechler wird Titularorganist
- 2009Orgel umdisponiert auf 66 Register
- 2010Hochdruck-Register Tuba 8' ergänzt; Orgel nun 67 Register
- 2011Musikfestival Acht Brücken | Musik für Köln erstmals, jährlich in der Philharmonie
Karte
Blaue Punkte: andere Orte in der Nähe – zum Stöbern antippen.
Adresse
Bischofsgartenstraße 1
50667 Köln
Öffnungszeiten
Mo: 08:00–20:00
Di: 08:00–20:00
Mi: 08:00–20:00
Do: 08:00–20:00
Fr: 08:00–20:00
Sa: 09:00–18:00
So: 10:00–16:00
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Quellen & Links
- Offizielle Website
- Offizieller Instagram-Account (@koelnerphilharmonie)
- Wikidata (abgerufen 2026-06-24)
- Wikipedia (abgerufen 2026-06-24, rev 267328466)
- Offizielle Website (abgerufen 2026-06-24)
Automatisch erstellt, zuletzt geprüft: 2026-06-26





