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© Raimond Spekking · CC BY-SA 4.0

ZB MED – Informationszentrum Lebenswissenschaften

Zentrale deutsche Fachbibliothek für Medizin, Gesundheit, Ernährung, Umwelt und Agrarwissenschaften – mit Standort in Köln-Lindenthal.

seit 1973

Indoor Bei Regen

Das ZB MED – Informationszentrum Lebenswissenschaften ist gemeinsam mit dem Standort Bonn die zentrale Fachbibliothek Deutschlands für Medizin, Gesundheitswesen sowie Ernährungs-, Umwelt- und Agrarwissenschaften. Sie versorgt Wissenschaft, Forschung und Studierende mit Fachliteratur und Information.

Auf einen Blick

Art
Zentrale Fachbibliothek und Informationszentrum für die Lebenswissenschaften
Standorte
Köln (Medizin, Gesundheitswesen) und Bonn (Ernährung, Umwelt, Agrarwissenschaften)
Lage Köln
Stadtteil Lindenthal, Gleueler Straße
Gegründet
1973
Trägerschaft
gemeinnützige Stiftung des öffentlichen Rechts, finanziert vom Land NRW
Suchportal
LIVIVO mit Zugriff auf über 80 Millionen Datensätze (Stand Juni 2025)
Öffnung Ausleihe Köln
Mo–Fr 9–16 Uhr, Lesesäle Mo–Fr 9–19 Uhr
Wusstest du?

2016 empfahl die Leibniz-Gemeinschaft die Einstellung der Förderung, und tatsächlich wurde die Bund-Länder-Finanzierung zum 31. Dezember 2016 beendet — die Bibliothek überlebte nur dank einer Übergangsfinanzierung und stellte sich neu auf, um die Förderung zurückzugewinnen.

Altersvergleich

Alter im Vergleich mit anderen Orten in Köln.

Auftrag

Als überregionale Einrichtung ergänzt die ZB MED die Bestände anderer Bibliotheken. Zu ihren Schwerpunkten zählen Bestandsentwicklung, Volltextversorgung und Projekte der Informationswissenschaften. Sie engagiert sich in der Bestandserhaltung, etwa bei der Digitalisierung alter Buchbestände und der Langzeitarchivierung. Zu den primären Zielgruppen gehören Forschende in den Lebenswissenschaften an Hochschulen und außeruniversitären Einrichtungen.

Geschichte

Die Einrichtung geht auf eine 1908 in Köln gegründete Bibliothek der Akademie für praktische Medizin sowie auf eine 1847 in Bonn-Poppelsdorf gegründete landwirtschaftliche Lehranstalt zurück. Nach dem Zweiten Weltkrieg wies die Deutsche Forschungsgemeinschaft beiden überregionale Zuständigkeiten zu. 1969 entstand in Köln die Zentralbibliothek der Medizin; ihre erste Satzung erhielt die Bibliothek 1973. 2001 und 2003 kamen die Sammelgebiete Ernährung, Umwelt und Agrarwissenschaften aus Bonn hinzu. Zum 1. Januar 2014 wurde die ZB MED in eine Stiftung umgewandelt.

Digitale Angebote

Das internetbasierte Suchportal LIVIVO ging im April 2015 online und löste nach einer Testphase die früheren Portale Medpilot und Greenpilot ab. Es erschließt Fachdaten aus zahlreichen Datenquellen; angemeldete Nutzerinnen und Nutzer am Standort Köln erreichen lizenzierte Datenbanken, E-Journals und E-Books auch im Fernzugriff. Über das Portal PUBLISSO bündelt die ZB MED ihre Aktivitäten rund um Open-Access-Publizieren und setzt sich für den freien Zugang zu Forschung ein. Zudem fungiert sie als DOI-Vergabestelle für gemeinnützige Online-Angebote der Lebenswissenschaften.

Zeitstrahl

  1. 1847
    Gründung der Vorläufereinrichtung „Höhere Landwirthschaftliche Lehranstalt Bonn-Poppelsdorf"
  2. 1908
    Gründung der „Bibliothek der Akademie für praktische Medizin" in Köln
  3. 1969
    Gründung der Zentralbibliothek der Medizin (ZBM) in Köln
  4. 1973
    Erste Satzung am 3. Juli 1973; offizielle Gründung der Einrichtung
  5. 2003
    Agrarwissenschaften der Deutschen Zentralbibliothek für Medizin zugeschlagen; Gründung von German Medical Science (gms)
  6. 2014
    Am 1. Januar Umwandlung in eine Stiftung; Umbenennung zu ZB MED – Leibniz-Informationszentrum Lebenswissenschaften
  7. 2015
    April: LIVIVO-Suchportal geht online; Oktober: Open-Access-Portal PUBLISSO startet
  8. 2016
    GWK beschließt am 24. Juni das Ende der Bund-Länder-Förderung zum 31. Dezember 2016

Karte

Blaue Punkte: andere Orte in der Nähe – zum Stöbern antippen.

Adresse

Deutsche Zentralbibliotek Medizin
50931 Köln

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Automatisch erstellt, zuletzt geprüft: 2026-06-27

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