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© Chiara45 · CC BY-SA 3.0

Gasmotorenfabrik Deutz

Auf dem historischen Industriegelände in Köln-Mülheim, das als „Geburtsstätte der Weltmotorisierung“ gilt, arbeitet heute die Kulturinitiative raum13 – mit denkmalgeschützten Bauten wie dem Möhring-Pavillon am Mülheimer Hafen.

seit 1864

Die Gasmotorenfabrik Deutz ist ein historisches Unternehmen und Industriegelände in Köln-Mülheim, das als „Geburtsstätte der Weltmotorisierung“ bezeichnet wird. Als namensgebendes Vorgängerunternehmen der heutigen Deutz AG prägt der Standort bis heute die Industriegeschichte der Stadt.

Auf einen Blick

Gründung
1864, ab 1867 an diesem Standort errichtet
Lage
Köln-Mülheim, zwischen Auenweg und Deutz-Mülheimer Straße auf Höhe des Mülheimer Hafens
Bedeutung
namensgebendes Vorgängerunternehmen der heute in Köln-Porz ansässigen Deutz AG
Konzernzugehörigkeit
1959 bis 1997 Teil des Klöckner-Humboldt-Deutz-Konzerns
Architektur
Möhring-Pavillon (Bruno Möhring), Hallenkomplex des Kleinmotorenbaus, Verwaltungsgebäude mit Schriftzug G.F.D.
Nutzung heute
„raum13/Deutzer Zentralwerk der Schönen Künste“
Zugang
zeitweise öffentlich zugänglich, u. a. beim Tag des offenen Denkmals
Status
Teile des Geländes stehen unter Denkmalschutz

Altersvergleich

Alter im Vergleich mit anderen Orten in Köln.

Geschichte und Gründung

Die Fabrik wurde 1864 gegründet und ab 1867 an ihrem Mülheimer Standort errichtet. Sie ist das namensgebende Vorgängerunternehmen der heute in Köln-Porz ansässigen Deutz AG. Von 1959 bis 1997 gehörte der Betrieb zum Klöckner-Humboldt-Deutz-Konzern. Seit den 1990er Jahren wurde das Werk schrittweise stillgelegt; das Gelände ging in den Besitz des Landes Nordrhein-Westfalen über.

© Wolkenkratzer · CC BY-SA 4.0

Lage und Fabrikgelände

Das ursprüngliche Fabrikgelände liegt im Süden von Mülheim zwischen Auenweg und Deutz-Mülheimer Straße auf Höhe des Mülheimer Hafens, wobei sich die Hauptfassade entlang der Deutz-Mülheimer Straße erstreckt. Um 1880 wurde auch das Gelände östlich der Straße erschlossen, um 1890 entstand dort ein Hallenkomplex für den Kleinmotorenbau, später folgten die Hallen für den Großmotorenbau mit dem markanten abgerundeten Nordgiebel, der den Firmennamen trug.

Von den ursprünglichen Bauten der 1860er und 1870er Jahre ist nach der Neubebauung ab 1890 oberirdisch vermutlich nichts mehr erhalten; ein Teil könnte in das ab 1890 errichtete Verwaltungsgebäude im nördlichen Bereich integriert worden sein. An der geschlossenen Südseite eines rückwärtigen Flügels zeigt das Mauerwerk noch die großformatigen Buchstaben G.F.D. für Gasmotorenfabrik Deutz. Die aufwändige Dach- und Giebellandschaft ging wohl im Zweiten Weltkrieg beziehungsweise beim Wiederaufbau verloren.

© Unterberg, Rolf · CC BY-SA 3.0 de

Architektur und Baudenkmäler

Nach Norden schließt an die ehemalige Verwaltung ein zweigeschossiger, langgestreckter Schirmbau mit großflächiger vertikaler Gliederung an, der um 1911 entstand und den dahinterliegenden Gießereikomplex verbarg. Etwa gleichzeitig entstand östlich der Deutz-Mülheimer Straße der noch erhaltene Hallenkomplex des Kleinmotorenbaus aus einer erhöhten Mittelhalle und beidseitigen Shedhallen mit je vier Schiffen.

Nach der Industrie- und Gewerbeausstellung Düsseldorf von 1902 wurde der Ausstellungspavillon der Fabrik – ein Annex des GHH-Pavillons – südlich der Kleinmotorenfabrik nahe dem Auenweg wieder aufgebaut. Beide Bauteile hatte Bruno Möhring gestaltet; gefertigt wurden sie in der Stahlbauwerkstatt der Gutehoffnungshütte in Oberhausen-Sterkrade unter Reinhold Krohn. Der Möhring-Pavillon ist vom Mülheimer Hafen aus gut zu erkennen und trug einst den Firmennamen auf seiner Giebelseite. Um 1910 wurde das Gelände der ersten Fabrik mit einer neuen Gießerei überbaut, in die auch der Möhring-Pavillon einbezogen wurde.

© Florian Wächter · CC BY-SA 4.0

Heutige und künftige Nutzung

Heute wird der Riegel an der Deutz-Mülheimer Straße, der sich im Besitz eines Immobilienentwicklers befindet, als „raum13/Deutzer Zentralwerk der Schönen Künste“ genutzt und der Öffentlichkeit bei verschiedenen Gelegenheiten zugänglich gemacht, so auch beim Tag des offenen Denkmals. Im Rahmen eines städtebaulichen Ideenwettbewerbs der Stadt Köln wurde das Gelände zusammen mit dem Mülheimer Hafen von zwei Teams aus Architekten und Landschaftsplanern neu beplant. Die denkmalgeschützten Bauten – der Möhring-Pavillon sowie der Riegel an der Deutz-Mülheimer Straße einschließlich des alten Verwaltungsgebäudes – sollen dabei integriert und umgenutzt werden.

© Montanussecundus · CC BY-SA 4.0

Galerie

© Montanussecundus · CC BY-SA 4.0 · Commons
© Montanussecundus · CC BY-SA 4.0 · Commons
© Montanussecundus · CC BY-SA 4.0 · Commons
© Raimond Spekking · CC BY-SA 4.0 · Commons
© Raimond Spekking · CC BY-SA 4.0 · Commons
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Adresse

Deutz-Mülheimer Straße
Köln

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Automatisch erstellt, zuletzt geprüft: 2026-08-04

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