Offenbachplatz
Theaterplatz der Kölner Altstadt-Nord vor Oper und Schauspielhaus, mit dem heute vernachlässigten Opernbrunnen von Jürgen Hans Grümmer.
Der Offenbachplatz liegt im Zentrum der Kölner Innenstadt an der Nord-Süd-Fahrt und bildet den Vorplatz des Theaterensembles aus Oper und Schauspielhaus. Sein Name verbindet die Erinnerung an den Komponisten Jacques Offenbach mit der zerstörten Synagoge Glockengasse.
Auf einen Blick
- Art
- Theaterplatz im Stadtzentrum
- Lage
- Altstadt-Nord, Stadtbezirk Innenstadt, an der Nord-Süd-Fahrt
- Gliederung
- „großer“ Offenbachplatz vor der Oper, „kleiner“ Offenbachplatz vor dem Schauspielhaus
- Bebauung
- Riphahn-Ensemble (Oper 1957, Schauspielhaus 1960–1962)
- Mittelpunkt
- denkmalgeschützter Opernbrunnen, eingeweiht am 21. Dezember 1966
- Platzgestaltung
- Jürgen Hans Grümmer, vollendet 1967
Im Opernbrunnen auf dem Offenbachplatz sind Mosaikstücke aus dem Schwimmbad der Luxusjacht „Tina" von Reeder Aristoteles Onassis verbaut – daneben fanden auch Apostelköpfe aus der zerstörten Berliner Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche Eingang in das Kunstwerk.
Das kannst du hier erleben
- Vor Oper und Schauspielhaus die Architektur des Riphahn-Ensembles bestaunen
- Den denkmalgeschützten Opernbrunnen mit seinen Mosaiken entdecken
- Die Bronze-Plastik „Sappho" auf dem kleinen Offenbachplatz ansehen
- An der Gedenktafel an Jacques Offenbach und die Synagoge Glockengasse erinnern
- Den Theaterplatz fotografieren und die Stimmung im Stadtzentrum genießen
- Vor einem Theater- oder Opernbesuch über den Platz flanieren
Name und Erinnerung
Der Platz ehrt den 1819 in Köln geborenen französischen Komponisten Jacques Offenbach. Zugleich erinnert der Name an die in der Pogromnacht 1938 zerstörte Altstadt-Synagoge Glockengasse, in der Offenbachs Vater Kantor war. Eine Bronzetafel von Jürgen Hans Grümmer an der Nordseite der Oper bezeichnet den früheren Standort der Synagoge.
Das Theaterensemble
Den „großen“ Offenbachplatz begrenzen im Westen und Süden das 1957 eröffnete Opernhaus und der Pavillonbau des Theaterrestaurants „Opernterrassen“. Beide entstanden nach Plänen von Wilhelm Riphahn und seinem Mitarbeiter Hans Menne. Südwestlich der Oper folgte zwischen 1960 und 1962 das Schauspielhaus als drittes Element des Ensembles.
Der Opernbrunnen
Die Platzfläche, bis in die 1960er Jahre als Parkplatz genutzt, und der Brunnen wurden Anfang der 1960er Jahre von Jürgen Hans Grümmer gestaltet. Seine runde Stahlbetonanlage mit Keramik- und Glasmosaiken nimmt die Grautöne, Weiß und Rot der Riphahn-Bauten auf und setzte mit Blau und Gold sowie Unterwasserscheinwerfern zusätzliche Akzente. Ursprünglich bildete eine hohe Fontäne die Mitte, weitere Düsen versprühten das Wasser kranzförmig. Grümmer verarbeitete zitatartig fremde Mosaike, darunter Keramik aus dem Schwimmbad der Yacht „Tina“ des Reeders Aristoteles Onassis und Apostelköpfe aus der zerstörten Berliner Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche. Auf dem „kleinen“ Offenbachplatz steht die Bronze-Plastik „Sappho“ von Émile-Antoine Bourdelle.
Heutiger Zustand
Durch starke Verkalkung sind die früher leuchtenden Farben des Brunnens seit Jahren nicht mehr zu erkennen. Die Düsen sind verschmutzt, verbogen oder fehlen, die Beleuchtung wurde demontiert und die Fontänen verkürzt eingestellt. Brunnen und Paviment sind bis heute erhalten, das Gesamtensemble wirkt jedoch vernachlässigt.
Zeitstrahl
- 1819Jacques Offenbach in Köln geboren (Namensgeber des Platzes)
- 1938Altstadt-Synagoge Glockengasse in der Pogromnacht zerstört
- 1956Nord-Süd-Fahrt im Generalverkehrsplan konzipiert
- 1957Opernhaus nach Plänen von Wilhelm Riphahn eröffnet
- 1960–1962Kölner Schauspielhaus als drittes Riphahn-Element errichtet
- 1966Opernbrunnen von Jürgen Hans Grümmer am 21. Dezember eingeweiht
- 1967Platzgestaltung durch Grümmer abgeschlossen – künstlerische Vollendung des Ensembles
Karte
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Adresse
Offenbachpl.
50667 Köln
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Automatisch erstellt, zuletzt geprüft: 2026-06-27
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