Gereon-Kaserne
Bundeswehr-Kaserne in Köln, in der das Assessmentcenter für Führungskräfte sitzt – bis 2022 hieß sie Mudra-Kaserne.
Die Gereon-Kaserne in Köln beherbergt das Assessmentcenter für Führungskräfte der Bundeswehr. Ihr Name geht auf Gereon von Köln zurück, einen der Stadtpatrone Kölns und Schutzheiligen der Soldaten.
Quelle: Wikipedia
Auf einen Blick
- Art
- Bundeswehr-Kaserne
- Lage
- Köln-Westhoven, Stadtbezirk Porz
- Erbaut
- 1937 bis Januar 1938
- Früherer Name
- Mudra-Kaserne (bis 2. November 2022)
- Heutige Nutzung
- Assessmentcenter für Führungskräfte; Bundesamt für das Personalmanagement der Bundeswehr
Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs wurde die Kaserne von der Bevölkerung vollständig geplündert, und in den gesprengten Überresten der Munitionsbunker prostituierten sich Frauen – bevor 1951 belgische Pioniere einzogen und die Anlage zur Nieuwpoort-Kaserne umbenannten.
Altersvergleich
Alter im Vergleich mit anderen Kölner Orten.
Geschichte
Geplant wurde der Standort als Mudra-Kaserne für ein teilmotorisiertes Pionier-Bataillon der Wehrmacht. Den Namen erhielt sie nach dem General der Infanterie Bruno von Mudra, der von 1893 bis 1898 das 1. Westfälische Pionier-Bataillon Nr. 7 in Köln-Deutz geführt hatte. Zum Areal zählten Fort IX mit Reitplatz und Stallungen sowie das Stabsgebäude des Kommandeurs der Pioniere des VI. Armeekorps. Mit dem Kriegsende plünderte die Bevölkerung die Gebäude restlos; in den Trümmern hausten unter menschenunwürdigen Bedingungen Vertriebene aus dem Osten, Bombengeschädigte aus dem Westen und Wohnungslose, ehe man sie in ein Wohngebiet zwischen Porz und Urbach umsiedelte.
Belgische Jahre und langer Leerstand
Von 1951 bis 1965 nutzte das belgische 5. Pionier-Bataillon das Gelände, das in dieser Zeit Nieuwpoort-Kaserne hieß. Danach wurde die Anlage aufgegeben: Die Bundeswehr hatte sie für das Schwere Pionier-Bataillon 719 vorgesehen, das jedoch nach Köln-Longerich verlegt wurde. So stand der Standort neun Jahre leer, ehe ihn 1974 eine Sanierung für rund 8 Millionen Mark wieder nutzbar machte. Dort zog das Personalstammamt der Bundeswehr ein, dessen 2300 Beschäftigte zuvor auf zehn angemietete Kölner Objekte verteilt gewesen waren.
Vom Personalstammamt zum Personalmanagement
Auf das Personalstammamt folgte 1997 das Personalamt der Bundeswehr, das bis 2013 bestand. Anschließend ging dessen Aufgabe im Bundesamt für das Personalmanagement der Bundeswehr auf, das die Kaserne weiterhin nutzt.
Die Umbenennung 2022
Seit dem 2. November 2022 heißt der Standort Gereon-Kaserne. Bruno von Mudra entsprach nach dem Traditionserlass von 2018 nicht mehr den Maßstäben der Traditionswürdigkeit. Der Legende zufolge verweigerte Gereon von Köln aus Gewissensgründen den Gehorsam gegenüber offenkundigem Unrecht und büßte dafür mit seinem Leben; seine an das Gewissen gebundene Pflichterfüllung und sein Mut gelten als Vorbild für die Offiziere der Bundeswehr.
Wissenswertes
1953 errichtete man auf dem Areal eine Kapelle, die belgischen Soldaten samt Angehörigen sowie Balten und Deutschen aus der Wasserturm-Siedlung diente. Inzwischen zählt sie nicht mehr zum Kasernengelände und dient einer russisch-orthodoxen Kirchengemeinde.
Zeitstrahl
- 1937–1938Bau der Kaserne (fertiggestellt 23. Januar 1938) für ein Pionier-Bataillon der Wehrmacht
- 1951Belgisches 5. Pionier-Bataillon übernimmt; Umbenennung in Nieuwpoort-Kaserne
- 1953Kapelle für belgische Soldaten, Balten und Deutsche auf dem Gelände gebaut
- 1965Belgisches Bataillon verlässt die Kaserne; neunjähriger Leerstand beginnt
- 1974Renovierung für ca. 8 Mio. Mark; Personalstammamt der Bundeswehr zieht ein
- 1997Personalamt der Bundeswehr übernimmt (ab 1. Juli 1997)
- 2013Bundesamt für das Personalmanagement der Bundeswehr übernimmt (ab 1. Mai 2013)
- 2022Umbenennung in Gereon-Kaserne am 2. November 2022 gemäß Traditionserlass 2018
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Automatisch erstellt, zuletzt geprüft: 2026-06-26





