Hochschule für Musik und Tanz Köln
Eine der größten Musikhochschulen Europas und nach Würzburg Deutschlands zweitälteste, gegründet 1845.
seit 1925
Die Hochschule für Musik und Tanz Köln liegt in der Kölner Altstadt-Nord und zählt zu den größten Musikhochschulen Europas. Bis 2009 trug sie den Namen „Hochschule für Musik Köln“.
Auf einen Blick
- Art
- Staatliche Hochschule für Musik und Tanz
- Lage
- Altstadt-Nord, Hauptgebäude in der Dagobertstraße
- Bedeutung
- zählt zu den größten Musikhochschulen Europas
- Gegründet
- 1845
- Fachbereiche
- sieben, dazu Standorte in Aachen und Wuppertal
- Hauptgebäude
- im Stil des Brutalismus, 1977 bezogen
- Besonderheit
- seit 1995 Tanz als akademische Disziplin; Pre-College Cologne für hochbegabte Kinder und Jugendliche
Altersvergleich
Alter im Vergleich mit anderen Orten in Köln.
Gründung
Der Komponist Heinrich Dorn rief 1845 zusammen mit dem Geiger Franz Hartmann eine „Musikalische Lehranstalt für Köln und die Rheinprovinz“ ins Leben, die ein Haus am Marienplatz hinter St. Maria im Kapitol bezog; zur Gründung fanden sich neun Schüler ein. Damit gilt die Einrichtung nach Würzburg (1804) als zweitälteste Musikhochschule Deutschlands. Als Dorn 1849 an die Berliner Oper wechselte, schlug er Ferdinand von Hiller als Nachfolger vor, der 1850 ein neues Konservatorium am Marienplatz eröffnete. Während Hillers Amtszeit durchliefen 1382 Schüler die Einrichtung, darunter der Komponist Engelbert Humperdinck.
Vom Konservatorium zur Hochschule
1925 teilte sich die Ausbildung in die weiterhin bestehende Rheinische Musikschule und eine neu aufgestellte Musikhochschule, die nach Leipzig und Berlin als dritte Staatliche Hochschule für Musik anerkannt wurde. Das Gebäude an der Wolfsstraße wurde 1943 durch Bomben zerstört. 1968 übernahm das Land Nordrhein-Westfalen die Trägerschaft. Mit der Aufnahme des Tanzes als akademische Disziplin 1995 wurde die Hochschule 2009 in „Hochschule für Musik und Tanz Köln“ umbenannt.
Architektur
Das Hauptgebäude in der Dagobertstraße ist ein Beispiel des Brutalismus im Rheinland. Das Kölner Architektenkollektiv Bauturm gewann 1969 den vom Land ausgeschriebenen Wettbewerb und realisierte den Bau bis 1977. 1975 erhielt er den Kölner Architekturpreis.
Campus im Kunibertsviertel
Die über die Stadt verteilten Einrichtungen sollen in einem Campus im Kunibertsviertel nahe dem Hauptgebäude zusammengeführt werden. Dafür wird das frühere Gebäude der Fachhochschule für öffentliche Verwaltung am Thürmchenswall saniert; darin entsteht unter anderem eine sich über drei Etagen erstreckende Bibliothek. Ein Erweiterungsneubau erhält weitere Studienflächen, ein Café sowie einen Saal, der als Konzert- und Tanzsaal dient. Der zur Dagobertstraße offene Innenbereich wird als öffentlich zugängliche Grünanlage mit 32 neu gepflanzten Bäumen angelegt. Die Fertigstellung des Erweiterungsbaus wird für Ende 2026/Anfang 2027 angegeben.
Karte
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Adresse
Unter Krahnenbäumen 87
50668 Köln
Kontakt
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Quellen & Links
- Offizielle Website
- Offizielle Website (abgerufen 2026-07-17)
- Wikidata (abgerufen 2026-06-30)
- Wikipedia (abgerufen 2026-06-30, rev 267202116)
Automatisch erstellt, zuletzt geprüft: 2026-06-30
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