Römisches Köln – Colonia Claudia Ara Agrippinensium
Ursprung der Stadt Köln: die römische CCAA, Hauptstadt Niedergermaniens – heute Teil einer UNESCO-Welterbestätte.
Köln geht auf eine römische Colonia zurück, mit der die Geschichte der Stadt einsetzt. Diese Colonia diente als Hauptstadt Niedergermaniens und beherbergte das Kommando des dort liegenden Heeres.
Quelle: Wikipedia
Auf einen Blick
- Bedeutung
- Ursprung der heutigen Stadt Köln
- Name
- Colonia Claudia Ara Agrippinensium, moderne Rekonstruktion der überlieferten Abkürzung CCAA
- Lage
- Stadtteil Altstadt-Nord, Stadtbezirk Innenstadt
- Denkmalschutz
- Teil einer UNESCO-Welterbestätte
- Spätere Zeit
- Durch die diokletianische Verwaltungsreform Hauptstadt der Provinz Germania secunda
Der Altar der Ubier (Ara Ubiorum), der dem späteren Köln seinen Namen gab, war ursprünglich als zentrales Heiligtum einer geplanten großgermanischen Provinz vorgesehen – ein imperialer Traum, der nach der Niederlage im Teutoburger Wald 9 n. Chr. endgültig begraben wurde.
Der Name CCAA
Der lateinische Name ist eine neuzeitliche Rekonstruktion, die sich auf die historisch belegte Abkürzung CCAA stützt. Wörtlich steht er für die „Claudische Kolonie und Opferstätte der Agrippinenser“: eine unter Kaiser Claudius gegründete Stadt römischen Rechts, benannt nach dem Altar für den Kaiserkult.
Ursprung der Stadt
Die Ubier, ein anfangs östlich des Rheins ansässiger Germanenstamm, holte der römische Feldherr Marcus Vipsanius Agrippa auf die linke Seite der Kölner Bucht; die Überlieferung verweist auf die Jahre um 20/19 v. Chr. Für den Hauptort bestimmten die Römer eine vor Hochwasser geschützte Anhöhe, die neben einer inzwischen verschwundenen Rhein-Insel lag. An deren Abhang zum Fluss hin entstand später, nach der Erhebung des Oppidum zur Colonia, die Ostseite der römischen Stadtmauer. Schon der von Anfang an römisch geprägte Stadtplan belegt, dass bei der Anlage dieser Zivilsiedlung – des oppidum Ubiorum – die römische Macht den Ausschlag gab.
Vom Altar zur Provinzhauptstadt
Wenig später erhob sich im Stadtgebiet die Ara Ubiorum, der „Altar der Ubier“. Vorgesehen war er als zentrales Heiligtum einer beabsichtigten großgermanischen Provinz; aus dem Jahr 9 n. Chr. ist ein Priester dieses Altars überliefert. Die Niederlage des Varus im gleichen Jahr und der Rückruf des Germanicus 16 n. Chr. veranlassten Rom, die weitreichenden Eroberungsabsichten jenseits des Rheins fallenzulassen. Der Name blieb dennoch haften: Auf vielen Inschriften wird die Stadt nach wie vor Ara Ubiorum genannt.
Militärischer Stützpunkt
Von 9 bis ungefähr 30 n. Chr. diente die Kölner Gegend als Standort von Truppen. Unweit lagerten die Legio I Germanica und die Legio XX Valeria Victrix; das ursprüngliche Lager beider Legionen hieß Apud Aram Ubiorum, „Beim Altar der Ubier“. In den Jahren 13 bis 16 n. Chr. war hier das Stabsquartier des Germanicus untergebracht, dem die Sicherung der Rheingrenze oblag.
Erbe im Stadtbild
Aus der römischen Colonia wuchs das heutige Köln heran. Vieles aus der antiken Stadt überdauerte, so eine Inschrift der Abkürzung CCAA an einem Bogen des römischen Stadttors, der im Römisch-Germanischen Museum aufbewahrt wird.
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