Sporthalle
Über vier Jahrzehnte Kölns zentrale Veranstaltungshalle mit fester Radrennbahn — Bühne für Sechstagerennen, Boxen und Rockkonzerte, 1999 abgerissen.
Über vier Jahrzehnte hinweg war diese Halle die zentrale Veranstaltungsstätte Kölns — Schauplatz von Sechstagerennen, Boxkämpfen und Konzerten internationaler Größen, ehe sie der Erweiterung der Koelnmesse weichen musste.
Quelle: Wikipedia
Auf einen Blick
- Art
- Multifunktionshalle für Sport, Konzerte und andere Veranstaltungen
- Lage
- Messegelände in Köln-Deutz (Stadtbezirk Innenstadt)
- Besonderheit
- fest installierte Radrennbahn von 166 Metern Länge
- Bilanz
- 3.469 Veranstaltungen mit 15,4 Millionen Besuchern
- Ende
- Abriss 1999
Rainbow nahmen ihren Konzertauftritt in der Kölner Sporthalle am 25. September 1976 live auf – die Aufnahme erschien später als Album „On Stage" und auf der Doppel-CD „Live in Germany" (1990).
Altersvergleich
Alter im Vergleich mit anderen Kölner Orten.
Entstehung
Bis zum Zweiten Weltkrieg wurde der Hallensport in der Rheinlandhalle in Köln-Ehrenfeld ausgetragen. Diese beschädigte Halle wieder herzurichten, gelang weder aus Kostengründen noch baulich oder verkehrlich. Theo Burauen, Fraktionsvorsitzender der SPD, drängte 1955 abermals auf eine größere Sporthalle. Zwei Jahre später existierten Entwürfe für eine „Halle X“ auf dem Messegelände, die außerhalb der Messezeiten dem Sport und weiteren Veranstaltungen offenstehen sollte.
Ausstattung und Nutzung
Die Halle verfügte über eine klassische ovale Radrennbahn mit überhöhten Kurven; auf den Rängen waren feste Holzklappsitze ohne Polster verbaut. Im Inneren ließ sich die Bestuhlung je nach Anlass durch Stahlrohrtribünen und mobile Stuhlreihen anpassen. Für die Eislaufrevue Holiday on Ice entstand eigens eine Eisfläche. Anfangs auf den Sportbetrieb im Winter beschränkt, öffnete sich die Halle ab dem 31. März 1962 für sämtliche Veranstaltungsformen.
Sport, Konzerte und Kölner Musik
Ungeachtet ihres Namens diente das Haus von Anfang an ebenso Konzerten wie dem Sport. Am 26. Dezember 1958, kurz nach der Eröffnung, lief hier das erste Kölner Sechstagerennen der Nachkriegszeit. Zum Programm gehörten Weltmeisterschaften im Radball und Kunstradfahren, Profi-Tennis sowie Boxkämpfe. Der Kampf des Kölner Boxers Jupp Elze nahm 1968 ein tragisches Ende, als dieser nach einem Koma verstarb. Auf der Bühne traten unter anderem die Rolling Stones, Led Zeppelin, Frank Zappa, Johnny Cash und David Bowie auf. Einen Kölner Bezug brachte der 17. Mai 1967: Im Vorprogramm des Beach-Boys-Konzerts stellten die Beat Stones, die Vorläufer der Bläck Fööss, hier ihre erste Single vor.
Vom Betrieb zum Abriss
Für Betreuung und Vermarktung entstand im Dezember 1958 die Kölner Betriebsgesellschaft GmbH, eine Tochter der Dortmunder Westfalenhallen AG. Schon 1959 zog sich diese zurück, woraufhin der Betrieb an die Stadt Köln fiel. Nach der letzten Veranstaltung im August 1998 — die Kölnarena hatte die Halle abgelöst — wurde der Bau 1999 für die Erweiterung der Koelnmesse abgerissen.
Zeitstrahl
- Februar 1955SPD-Fraktionsvorsitzender Burauen fordert Bau einer Sporthalle
- 13. Dezember 1958Feierliche Eröffnung der Kölner Sporthalle auf dem Messegelände Deutz
- 26. Dezember 1958Erstes Kölner Sechstagerennen – das erste nach dem Zweiten Weltkrieg
- 1959Westfalenhallen AG zieht sich zurück; Betreibergesellschaft geht an die Stadt Köln
- 31. März 1962Halle wird aus dem Messekomplex herausgelöst – fortan ganzjährig nutzbar
- 1982Finale des Europapokals der Landesmeister im Basketball in der Sporthalle
- August 1998Letzte Veranstaltung (nach 3 469 Events mit 15,4 Mio. Besuchern seit 1958)
- 1999Abriss der Sporthalle im Zuge der Erweiterung der Koelnmesse
Karte
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Quellen & Links
Automatisch erstellt, zuletzt geprüft: 2026-06-27





