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© Unbekannt · CC BY-SA 3.0

St. Severin

Eine der zwölf großen romanischen Kirchen Kölns, hervorgegangen aus einer spätantiken Grabkapelle – mit den Reliquien des heiligen Severin.

Eintritt frei Indoor Bei Regen

St. Severin ist eine romanische Pfeilerbasilika im Kölner Süden und zählt zu den zwölf großen romanischen Kirchen der Stadt. Geweiht ist sie dem heiligen Severin, dem dritten Bischof von Köln.

Auf einen Blick

Art
Romanische Pfeilerbasilika, katholische Pfarrkirche, ehemalige Stiftskirche
Lage
Altstadt-Süd im Stadtbezirk Innenstadt
Patrozinium
Hl. Severin, Mitpatrone Cornelius und Cyprian
Ursprung
Saalbau (cella memoriae) aus dem 4. Jahrhundert
Rang
Seit 1953 Basilica minor
Denkmal
Baudenkmal in Nordrhein-Westfalen
Wusstest du?

Als der Reliquienschrein 1999 zur wissenschaftlichen Untersuchung geöffnet wurde, ergab die Analyse einer Zahnwurzel, dass der Verstorbene 55 Jahre alt geworden sein muss – und die Gebeine samt den kostbaren Seidengeweben, in die sie eingeschlagen waren, stammen tatsächlich aus der Zeit um 400 n. Chr., als Bischof Severin der Überlieferung nach lebte.

Vom Gräberfeld zur Stiftskirche

In römischer Zeit führte hier die südliche Ausfallstraße nach Bonn vorbei, zu deren beiden Seiten Begräbnisstätten lagen; nach der Kirche ist die heutige Severinstraße benannt. Unter dem jetzigen Mittelschiff entstand im 4. Jahrhundert ein kleiner rechteckiger Saalbau mit westlicher Apsis, der in den folgenden Jahrhunderten erweitert wurde. Anlass könnte die Überführung der Reliquien des heiligen Severin in die karolingische Krypta gewesen sein. 1043 wurde die Hallenkrypta geweiht, deren westlicher Teil bis heute erhalten ist.

© Chris06 · CC BY-SA 4.0

Bauwerk

In salischer Zeit erhielt die Kirche ein neues Langhaus mit zwei Seitenchören. Der romanische Westturm wich 1393 einem spätgotischen Nachfolgebau, dessen Fassade erst Mitte des 16. Jahrhunderts fertiggestellt wurde. Auch das Langhaus wurde vom späten 14. bis ins 16. Jahrhundert spätgotisch erneuert; das Netzgewölbe des Mittelschiffs stammt aus der Zeit um 1500. Vom ursprünglichen Bodenbelag ist ein achteckiges Labyrinth erhalten, das heute zum Bestand des Diözesanmuseums gehört.

© Zairon · CC BY-SA 3.0

Reliquien des heiligen Severin

1999 wurde der Reliquienschrein zur Untersuchung geöffnet. Die gefundenen Gebeine und die Seidengewebe, in die sie eingeschlagen waren, werden in die Zeit um 400 datiert; der hölzerne Schrein selbst entstand zwischen 939 und 949. Die Textilien und die sogenannte Severinusscheibe werden seit 2005 in einem Sakrarium der Südkrypta gezeigt. Bereits 799 soll Papst Leo III. auf seinem Weg nach Westfalen das Grab des Heiligen besucht haben.

© Horsch, Willy - HOWI · CC BY 3.0

Heute

Die Kirche gehört zu einer Pfarrgemeinde im Kölner Süden und ist während der Öffnungszeiten zu besichtigen. 1953 erhob Papst Pius XII. sie in den Rang einer Basilica minor.

© Andreasdz . Der ursprünglich hochladende Benutzer war Glockendz in der Wikipedia auf Deutsch · CC BY-SA 3.0 de

Zeitstrahl

  1. 4. Jh.
    Kleiner Saalbau (cella memoriae) unter dem heutigen Mittelschiff errichtet
  2. vor 866
    Erweiterung nach Westen; Überführung der Reliquien in karolingische Krypta
  3. 1043
    Hallenkrypta geweiht
  4. 1237
    Chor fertiggestellt (Mauerwerk der südlichen Apsis erhalten)
  5. 1393
    Romanischer Westturm abgebrochen; spätgotischer Nachfolgebau begonnen
  6. um 1500
    Netzgewölbe des Mittelschiffs errichtet
  7. 1888
    Bildhauer Mengelberg entwirft neoromanischen Hochaltar
  8. 1953
    Papst Pius XII. erhebt die Kirche zur Basilica minor

Galerie

© Triptychon · CC BY-SA 4.0 · Commons
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Karte

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Adresse

Im Ferkulum 29
50678 Köln

Öffnungszeiten

Mo: 10:00–18:00

Di: 10:00–18:00

Mi: 10:00–18:00

Do: 10:00–18:00

Fr: 10:00–18:00

Sa: 10:00–13:00

So: 10:00–17:00

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Automatisch erstellt, zuletzt geprüft: 2026-06-27

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