Historisches Archiv mit Rheinischem Bildarchiv
Größtes Kommunalarchiv Deutschlands; 2009 stürzte der Bau beim U-Bahn-Tunnel ein, 2021 öffnete der Neubau am Eifelwall.
Als Stadtarchiv von Köln bewahrt das Historische Archiv mit Rheinischem Bildarchiv die Unterlagen der städtischen Gremien und Ämter auf. Hinzu kommen Überlieferungen von Firmen, Vereinen und Privatpersonen mit Bezug zu Köln.
Quelle: Wikipedia
Auf einen Blick
- Art
- Stadtarchiv (Kommunalarchiv) mit Rheinischem Bildarchiv
- Umfang
- rund 30 Regalkilometer Archivgut
- Rang
- größtes Kommunalarchiv Deutschlands
- Standort heute
- Neubau am Eifelwall, Stadtteil Südstadt (Bezirk Innenstadt)
- Eingestürzt
- 3. März 2009 beim U-Bahn-Tunnelbau
- Bestände
- Urkunden, Akten, Handschriften, Nachlässe
Am 3. März 2009 stürzte das Gebäude des größten deutschen Kommunalarchivs durch einen Fehler beim U-Bahn-Bau ein und begrub rund 90 Prozent des Archivguts – darunter Dokumente aus dem Hochmittelalter – im Grundwasser, wobei zwei Menschen ums Leben kamen.
Altersvergleich
Alter im Vergleich mit anderen Kölner Orten.
Bedeutung der Bestände
Weil die Überlieferung bis ins Hochmittelalter zurückreicht und kaum Lücken aufweist, gilt das Material als geschichtlich wertvoll. Bis Januar 2023 trug die Einrichtung den Namen Historisches Archiv der Stadt Köln. Zum 1. Januar 2023 kam das Rheinische Bildarchiv hinzu, das weiterhin unter eigenem Namen auftritt; eine Vereinbarung mit dem Kulturdezernat sichert diese Sichtbarkeit dauerhaft zu.
Frühe Aufbewahrung
Über Jahrhunderte lagerte die Stadt ihre Urkunden, Privilegien und Geldbriefe im Rathausturm, der von 1407 bis 1414 errichtet wurde. Das spätgotische Bauwerk ähnelt niederländischen Belfrieden und erreicht eine Höhe von 61 Metern. Hintergrund war die in Köln verbreitete Praxis der Kaufleute, wertvolle Güter und Schriftstücke in eigens errichteten gewölbten Lagerräumen sicher zu verwahren.
Einsturz 2009
Den Zweiten Weltkrieg überdauerte das Stadtarchiv ohne Schaden. Am 3. März 2009 brachen der Gebäudekomplex und zwei benachbarte Häuser zusammen, ausgelöst durch Fehler beim Bau eines U-Bahn-Tunnels. Zwei Menschen starben, und etwa 90 Prozent der Bestände gerieten unter die Trümmer, ein großer Anteil davon ins Grundwasser.
Bergung und Neubau
Mit dem Ende der Bergungsphase 2011 ließen sich rund 95 Prozent der verschütteten Bestände wieder sichern; die Erfassung der Stücke zog sich bis 2021 hin, und viele bedürfen einer Restaurierung. Ab 2017 entstand am Eifelwall, gut eineinhalb Kilometer südwestlich des einstigen Standorts, der Neubau, der am 3. September 2021 öffnete. Seit März 2022 lagern sämtliche Archivalien, die übergangsweise auf andere Archive ausgelagert waren, erneut in Köln.
Rechtliche Grundlagen
Maßgeblich für die Tätigkeit ist das Archivgesetz des Landes Nordrhein-Westfalen von 1989, dessen § 10 die Geltung auf Kommunalarchive erstreckt. Für Köln kommt die Archivsatzung hinzu, zuletzt 2007 geändert; das Bundesarchivgesetz greift hier nicht.
Zeitstrahl
- 1406Stadtrat beschließt Bau des Rathausturms als erstem Archivstandort
- 1407–1414Bau des Rathausturms zur sicheren Lagerung städtischer Urkunden
- 1857Eröffnung des Archivgebäudes (Wikidata)
- 3. März 2009Gebäudeeinsturz durch U-Bahn-Baufehler; 2 Tote, ~90 % Archivgut verschüttet
- 2011Bergungsphase abgeschlossen; rund 95 % des verschütteten Archivguts geborgen
- 2017Neubau des Archivs am Eifelwall begonnen
- 3. September 2021Neubau am Eifelwall eröffnet
- 1. Januar 2023Rheinisches Bildarchiv angegliedert; Umbenennung des Archivs
Galerie
Karte
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Quellen & Links
- Offizieller Instagram-Account (@hastk_rba)
- Wikidata (abgerufen 2026-06-26)
- Wikipedia (abgerufen 2026-06-26)
Automatisch erstellt, zuletzt geprüft: 2026-06-26



