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Dieses Bauwerk existiert heute nicht mehr – der Eintrag erzählt seine Geschichte.
© Horsch, Willy · CC BY 2.5

Weyertor

Eines der 14 großen landseitigen Stadttore der mittelalterlichen Kölner Ringmauer im Südwesten — 1889 abgebrochen.

Das Weyertor war eines der 14 großen landseitigen Stadttore, die im Südwesten Kölns zur neuen Schutz- und Ringmauer gehörten. Mit dem Bau der spätromanischen Torburg begann man im ersten Drittel des 13. Jahrhunderts; 1889 wurde sie im Zuge einer weiteren Stadterweiterung abgebrochen.

Auf einen Blick

Art
Mittelalterliches Stadttor (Torburg) der Ringmauer
Lage
Südwesten Kölns, heute Altstadt-Süd im Stadtbezirk Innenstadt
Baubeginn
Erstes Drittel des 13. Jahrhunderts, spätromanisch
Abbruch
1889
Besonderheit
Nach Adam Wrede das höchstgelegene Tor der neuen Ringmauer
Funktion
Ausgangstor der nach Südwesten führenden Landstraße
Wusstest du?

Die Weyerstraße trug im 15. und 16. Jahrhundert den Namen „Kaiserstraße", weil Kaiser und Könige, die aus westlicher Richtung nach Köln kamen, traditionell durch das Weyertor und diese Straße in die Stadt einzogen. Beim Umbau der Toranlage im April 1589 stieß man bei Erdarbeiten auf drei römische Sarkophage aus rotem Sandstein, die Krüge, Gläser und unbekannte Münzen enthielten.

Name und Herkunft

Die Bezeichnung soll sich auf ein „Weiherkülchen“ genanntes Gelände beziehen, in dem sich durch den Endlauf des Gleueler Baches ein Weiher gebildet hatte. Um 1232 trug das Tor in lateinischen Urkunden den Namen „porta piscinae“, um 1257 hieß es „wierporce“. Auf seiner Stadtansicht von 1570 verzeichnete Arnold Mercator „Die Weier pforts“, die französische Behörde gab ihm 1812/13 den Namen „Porte de l’Etang“.

© Arnold Mercator · Public domain

Geschichte und Lage

Die Torburg ersetzte die ältere südwestliche Griechenpforte und stand am Fuß der Weyerstraße gegenüber von St. Pantaleon. Vor ihr öffnete sich die Landstraße, die Reisende und Händler in Richtung Zülpich, Trier, in die Eifel und nach Luxemburg nahmen. Im 15. und 16. Jahrhundert führte die Weyerstraße auch den Namen „Kaiserstraße“, weil Kaiser und Könige aus westlicher Richtung durch dieses Tor in die Stadt einzogen.

© Justus Vingboons · Public domain

Umbauten und Funde

Im Laufe der Jahrhunderte wurde die Anlage mehrfach umgebaut; ein äußerer Zwinger wurde 1442 erwähnt. Zwischen 1583 und 1592 erfolgten weitere Umbauten, bei denen das Vorwerk abgetragen und Raum für ein Bollwerk geschaffen wurde. Bei den Erdarbeiten legte man im April 1589 drei römische Sarkophage aus rotem Sandstein frei, die unter anderem kleine irdene Krüge, Gläser und Münzen enthielten.

© Architecten- und Ingenieur-Verein für Niederrhein und Westfalen Köln · Public domain

Zeitstrahl

  1. 1. Drittel 13. Jh.
    Bau des spätromanischen Weyertores beginnt
  2. um 1232
    Erste urkundliche Erwähnung als „porta piscinae"
  3. 1265
    Weyerstraße urkundlich bezeugt
  4. 1386
    Zweiter äußerer Stadtgraben mit Hecken angelegt
  5. 1442
    Zwinger am Weyertor erstmals urkundlich erwähnt
  6. 1571
    Arnold Mercator zeigt das Tor als „Die Weier pforts"
  7. 1583–1592
    Umbauten: Bollwerk und Brustwehr errichtet
  8. 1889
    Abbruch des Weyertores infolge einer Stadterweiterung

Galerie

© Autor/-in unbekannt Unknown author · Public domain · Commons
© Jakob Scheiner · Public domain · Commons

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Adresse

Am Weyertor
Köln

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Automatisch erstellt, zuletzt geprüft: 2026-06-27

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