Roncalliplatz
Die Umgebung des Kölner Doms wandelte sich vom dicht umbauten Mittelalter-Areal zum freigestellten nationalen Denkmal.
Die Umgebung des Kölner Doms zählt zu den großstädtischen Stadträumen Kölns und hat seit dem Mittelalter ihren Charakter grundlegend verändert. Wo der noch unvollendete Dom einst eng von Häusern und kleineren Kirchen umstanden war, steht er heute frei.
Auf einen Blick
- Stadtteil
- Altstadt-Nord (Stadtbezirk Innenstadt)
- Mittelalter
- dichte Bebauung bis nah an den Dom, ohne heutige Distanz
- Wendepunkt
- Freistellung des Doms als nationales Denkmal
- 1880
- Vollendung des Doms, Freistellung auf großzügigen Flächen
- 1970
- Domplatte verbindet den Dom stufenlos mit der Fußgängerzone
- Heute
- Gestaltung der Domumgebung gilt weiter als Aufgabe der Stadtplanung
Am 16. Oktober 1798 installierten die französischen Besatzer am Domhof – direkt neben dem Kölner Dom – eine Guillotine, durch die über 30 Menschen hingerichtet wurden; blutgefärbte Sandhaufen und Menschenhaare auf dem Platz machten den Weg über den Domplatz für die Bevölkerung unerträglich.
Der Dom im mittelalterlichen Köln
Im mittelalterlichen Köln standen Gebäude ohne die heutige Distanz unmittelbar am Dom. Zeitgenössische Darstellungen zeigen ihn umgeben von den Häusern des Bischofs und des Domkapitels sowie von Profanbauten. Die Stadtansicht des Arnold Mercator von 1570 belegt eine intensive Bebauung in allen Himmelsrichtungen; allein Am Domhof blieb die Sicht auf den Dom frei.
Markt und Guillotine am Domhof
Der Domhof diente als Marktplatz, auf dem Gaddemen und Krambuden standen. An seiner Westseite lag unter anderem der „Kampfhof“, der gerichtlich angeordneten Zweikämpfen diente und 1356 erstmals erwähnt wurde. Während der französischen Verwaltung wurde am Domhof, damals Place Métropole genannt, am 16. Oktober 1798 eine Guillotine aufgestellt; mehr als 30 Menschen kamen dabei in direkter Domumgebung zu Tode.
Freistellung des Doms
Erste Planungen für eine Dom-Terrasse gehen auf Skizzen Karl Friedrich Schinkels von 1816 zurück, der die alten Häuser abreißen und einen Kranz von Grünanlagen bis zum Rheinufer schaffen wollte. Mit der Vollendung des Doms 1880 wurde der Bau auf großzügigen Flächen als nationales Denkmal freigestellt, der Domhügel zu einer vom Verkehr umflossenen Insel. Die Gestaltung der Domumgebung gilt bis heute als Aufgabe der Kölner Stadtplanung.
Zeitstrahl
- 1165Erzbischöfliches Gefängnis „Hacht" in Domnähe errichtet
- 1570Mercator-Stadtansicht belegt dichte Bebauung rings um den Dom
- 16. Oktober 1798Französische Verwaltung errichtet Guillotine am Domhof (Place Métropole)
- 1802Säkularisation: Enteignung und Abriss der Sakralbebauung um den Dom
- 1816Schinkel entwirft Pläne für Dom-Terrasse mit Grünanlagen
- Juni 1830Abriss der baufälligen Dompropstei
- 1880Vollendung des Doms; Freistellung als nationales Denkmal auf großzügigen Flächen
- 1970Domplatte verbindet Dom stufenlos mit der Fußgängerzone
Galerie
Karte
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Adresse
Roncallipl.
50667 Köln
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Automatisch erstellt, zuletzt geprüft: 2026-06-27
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