Zum Inhalt springen
stuff to do in.cologne
© Judith Strücker · CC BY-SA 3.0

Roncalliplatz

Die Umgebung des Kölner Doms wandelte sich vom dicht umbauten Mittelalter-Areal zum freigestellten nationalen Denkmal.

Outdoor

Die Umgebung des Kölner Doms zählt zu den großstädtischen Stadträumen Kölns und hat seit dem Mittelalter ihren Charakter grundlegend verändert. Wo der noch unvollendete Dom einst eng von Häusern und kleineren Kirchen umstanden war, steht er heute frei.

Auf einen Blick

Stadtteil
Altstadt-Nord (Stadtbezirk Innenstadt)
Mittelalter
dichte Bebauung bis nah an den Dom, ohne heutige Distanz
Wendepunkt
Freistellung des Doms als nationales Denkmal
1880
Vollendung des Doms, Freistellung auf großzügigen Flächen
1970
Domplatte verbindet den Dom stufenlos mit der Fußgängerzone
Heute
Gestaltung der Domumgebung gilt weiter als Aufgabe der Stadtplanung
Wusstest du?

Am 16. Oktober 1798 installierten die französischen Besatzer am Domhof – direkt neben dem Kölner Dom – eine Guillotine, durch die über 30 Menschen hingerichtet wurden; blutgefärbte Sandhaufen und Menschenhaare auf dem Platz machten den Weg über den Domplatz für die Bevölkerung unerträglich.

Der Dom im mittelalterlichen Köln

Im mittelalterlichen Köln standen Gebäude ohne die heutige Distanz unmittelbar am Dom. Zeitgenössische Darstellungen zeigen ihn umgeben von den Häusern des Bischofs und des Domkapitels sowie von Profanbauten. Die Stadtansicht des Arnold Mercator von 1570 belegt eine intensive Bebauung in allen Himmelsrichtungen; allein Am Domhof blieb die Sicht auf den Dom frei.

© Autor/-in unbekannt Unknown author · Public domain

Markt und Guillotine am Domhof

Der Domhof diente als Marktplatz, auf dem Gaddemen und Krambuden standen. An seiner Westseite lag unter anderem der „Kampfhof“, der gerichtlich angeordneten Zweikämpfen diente und 1356 erstmals erwähnt wurde. Während der französischen Verwaltung wurde am Domhof, damals Place Métropole genannt, am 16. Oktober 1798 eine Guillotine aufgestellt; mehr als 30 Menschen kamen dabei in direkter Domumgebung zu Tode.

© -wuppertaler · CC BY 4.0

Freistellung des Doms

Erste Planungen für eine Dom-Terrasse gehen auf Skizzen Karl Friedrich Schinkels von 1816 zurück, der die alten Häuser abreißen und einen Kranz von Grünanlagen bis zum Rheinufer schaffen wollte. Mit der Vollendung des Doms 1880 wurde der Bau auf großzügigen Flächen als nationales Denkmal freigestellt, der Domhügel zu einer vom Verkehr umflossenen Insel. Die Gestaltung der Domumgebung gilt bis heute als Aufgabe der Kölner Stadtplanung.

© VollwertBIT · CC BY-SA 2.5

Zeitstrahl

  1. 1165
    Erzbischöfliches Gefängnis „Hacht" in Domnähe errichtet
  2. 1570
    Mercator-Stadtansicht belegt dichte Bebauung rings um den Dom
  3. 16. Oktober 1798
    Französische Verwaltung errichtet Guillotine am Domhof (Place Métropole)
  4. 1802
    Säkularisation: Enteignung und Abriss der Sakralbebauung um den Dom
  5. 1816
    Schinkel entwirft Pläne für Dom-Terrasse mit Grünanlagen
  6. Juni 1830
    Abriss der baufälligen Dompropstei
  7. 1880
    Vollendung des Doms; Freistellung als nationales Denkmal auf großzügigen Flächen
  8. 1970
    Domplatte verbindet Dom stufenlos mit der Fußgängerzone

Galerie

© Raimond Spekking · CC BY-SA 4.0 · Commons
© Beckstet · CC BY-SA 3.0 · Commons
© Max Hasak (1856-1934) · Public domain · Commons
© Arnold Mercator · Public domain · Commons
© Rijksmuseum · CC0 · Commons
© Wirtz · Public domain · Commons

Karte

Blaue Punkte: andere Orte in der Nähe – zum Stöbern antippen.

Adresse

Roncallipl.
50667 Köln

Das könnte dich auch interessieren – themenverwandt oder in der Nähe

4711

seit 1799
4,5(1.298)· Google

Kölnisch Wasser aus der Glockengasse, dessen Name auf eine alte Kölner Hausnummer zurückgeht und das „Original Eau de Cologne" heißen darf.

Abtei Deutz

seit 1001
4,3(19)· Google

1002 gegründetes Benediktinerkloster in Köln-Deutz; aus seiner Kirche Alt St. Heribert stammt der goldene Heribertschrein.

Adolph-Kolping-Denkmal

seit 1903
4,3(12)· Google

Bronzedenkmal für Adolph Kolping, den Gründer der katholischen Gesellenvereine, vor der Kölner Minoritenkirche, in der er beigesetzt ist.

Kommentare

  • Lade Kommentare…

Quellen & Links

Automatisch erstellt, zuletzt geprüft: 2026-06-27

Wie diese Seite entsteht

Diese Seite stützt sich auf offene Quellen — Wikipedia, Wikidata, offizielle Webseiten und offene Daten der Stadt. Jede Angabe wird gegen die hier verlinkten Quellen geprüft, und die Seiten werden regelmäßig aktualisiert.

Trotzdem einen Fehler entdeckt? Sag uns unten Bescheid — wir lesen jede Einsendung.

Fehlt etwas oder stimmt etwas nicht?

Hilf mit, die Seite besser zu machen — schlag eine Änderung oder einen neuen Ort vor.