Eis- und Schwimmstadion Köln
Schauplatz von sieben Meistertiteln der Kölner Haie (1972–1998) an der Lentstraße im Grüngürtel – seit 2011 der Lentpark.
In Kölns innerem Grüngürtel verband diese Anlage ein Eisstadion mit einem Freibad. Betreiber war die Linde AG, die den Komplex errichtete, um daran ihre Wärme- und Kältetechnik vorzuführen.
Quelle: Wikipedia
Auf einen Blick
- Art
- Kombinierte Anlage aus Eisstadion und Freibad
- Lage
- Innerer Grüngürtel, Stadtteil Neustadt/Nord (Stadtbezirk Innenstadt)
- Bekannt als
- Eisstadion an der Lentstraße, Heimspielstätte der Kölner Haie 1972–1998
- Erbauer
- Linde AG (Demonstrationsanlage für Wärme- und Kältetechnik)
- Heute
- 2008 abgerissen, an seiner Stelle steht der Lentpark
Die Anlage wurde ursprünglich von der Linde AG als Demonstrationsanlage für ihre Wärme- und Kältetechnik gebaut – ein Konzern nutzte also ein öffentliches Stadion jahrzehntelang als lebendige Werbung für seine Industrietechnik.
Altersvergleich
Alter im Vergleich mit anderen Kölner Orten.
Geschichte
Zur Eröffnung 1936 hieß der Komplex noch Eis- und Schwimmstadion an der Amsterdamer Straße – jene Straße verläuft unweit der schmaleren Lentstraße. Im gleichen Jahr gründete sich der Kölner Eisklub, dessen Sparten Eishockey, Eiskunstlauf und Eisschnelllauf das Stadion am stärksten beanspruchten. Ein Dach erhielt die Sportstätte erst 1964. Ausgetragen wurden hier Partien der Eishockey-Weltmeisterschaft 1955 sowie die deutschen Eiskunstlauf-Meisterschaften 1956 und 1978.
Die Kölner Haie
1972 löste sich die Bundesligamannschaft der Kölner Haie vom Kölner EK und machte die Lentstraße fortan zu ihrem Heimstadion, wo ihr sieben deutsche Titel gelangen. Im Oktober 1998 verlegte das Team seine Heimspiele in die frisch eröffnete Kölnarena (heute Lanxess Arena) nach Deutz; das Training blieb anfangs noch an der Lentstraße. In den letzten Jahren stand das Eis vor allem dem öffentlichen Laufbetrieb offen.
Abriss und Neubau
Weil ihr Holzbinder-Dach einzustürzen drohte, sperrte man die Eishalle am 15. März 2007. Zwischen Juni und September 2008 verschwand der gesamte Gebäudekomplex. Ab Mai 2009 folgte ein Neubau mit Eis- und Schwimmhalle, Freibad und einer im ersten Obergeschoss verlaufenden Eis-Hochbahn. Unter dem Namen Lentpark öffnete die Anlage am 1. Oktober 2011.
Wissenswertes
Neben dem Sport diente das Gelände auch anderen Anlässen: 1992 kamen über 15.000 Gäste zur Mayday, und 2004 wurde im Eisstadion ein Tatort-Film gedreht.
Zeitstrahl
- 1936Eröffnung am 12. Dezember; Kölner Eisklub gegründet
- 1955Austragungsort von Spielen der Eishockey-Weltmeisterschaft
- 1964Überdachung des Stadions abgeschlossen
- 1972Kölner Haie nach Abspaltung vom Kölner EK; Heimspiele an der Lentstraße
- 1998Kölner Haie ziehen im Oktober in die neu eröffnete Kölnarena um
- 2007Eishalle am 15. März wegen Einsturzgefahr geschlossen
- 2008Abriss des Gebäudekomplexes von Juni bis September
- 2011Eröffnung des Neubaus als Lentpark am 1. Oktober
Karte
Blaue Punkte: andere Orte in der Nähe – zum Stöbern antippen.
Das könnte dich auch interessieren
Kommentare
- Lade Kommentare…
Quellen & Links
Automatisch erstellt, zuletzt geprüft: 2026-06-26



