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© Rolf Heinrich, Köln · CC BY 3.0

St. Maria in Lyskirchen

Kleinste der zwölf großen romanischen Kirchen Kölns – als einzige mit weitgehend erhaltenen Gewölbefresken aus dem 13. Jahrhundert.

Eintritt frei Indoor Bei Regen

St. Maria in Lyskirchen ist die kleinste der zwölf großen romanischen Kirchen Kölns. Die katholische Pfarrkirche steht in der Altstadt-Süd nahe dem Rhein und ist als einzige der zwölf für ihre weitgehend erhaltenen Gewölbefresken aus dem 13. Jahrhundert bekannt.

Auf einen Blick

Art
Römisch-katholische Pfarrkirche, Erzbistum Köln
Lage
Altstadt-Süd, Stadtbezirk Innenstadt, nahe dem Rhein
Adresse
An Lyskirchen 10, 50676 Köln
Bauzeit der heutigen Form
zwischen 1198/1200 und 1225
Bautyp
dreischiffige Emporenbasilika, an St. Kunibert orientiert
Besonderheit
als einzige der zwölf großen romanischen Kirchen mit weitgehend erhaltenen Gewölbefresken des 13. Jahrhunderts
Denkmalschutz
Kirche, Küsterhaus und Sakristei stehen unter Denkmalschutz
Wusstest du?

Als einzige der zwölf großen romanischen Kirchen Kölns hat St. Maria in Lyskirchen ihre mittelalterlichen Gewölbefresken aus dem 13. Jahrhundert nahezu vollständig erhalten – und das, obwohl sie zugleich die kleinste dieser Kirchen ist.

Geschichte

948 wurde an dieser Stelle erstmals eine private Marienkapelle als schlichte Saalkirche urkundlich erwähnt. Sie geht wahrscheinlich auf einen Herrn Lisolvus oder Lysolfus zurück, der sie als Eigenkirche errichtete; aus „Lisolfikyrken“ entwickelte sich der Name „Lyskirchen“. 1067 inkorporierte Erzbischof Anno II. den Bau dem Chorherrenstift St. Georg als Pfarrkirche unter dem Namen St. Maria in Noithusen. Die heutige Kirche entstand zwischen 1198/1200 und 1225; zuvor wurde wegen der ständigen Hochwassergefahr der Baugrund erhöht.

© Arnoldius · CC BY-SA 4.0

Architektur

Die Kirche wurde als dreischiffige Emporenbasilika mit leicht unregelmäßigem Grundriss vollendet. Zum Rhein hin erhielt sie einen zweitürmig geplanten Ostbau mit dazwischenliegender Apsis, nach dem Vorbild von St. Kunibert und St. Severin. Vermutlich aus Geldmangel wurde nur der Nordturm fertiggestellt. Spätere Umbauten, etwa im 16. und 17. Jahrhundert, veränderten Fenster, Gewölbe und die Form der Apsis.

© GVR (Johan Bakker) , edited by MenkinAlRire · CC BY-SA 4.0

Bedeutung und Nutzung

Aufgrund ihrer Lage unmittelbar am Rhein diente die Kirche vorrangig Rheinschiffern zur Andacht; mit ihr verbunden ist die Verehrung der Schiffermadonna. Nach der Säkularisierung des Stifts St. Georg wurde St. Maria in Lyskirchen 1804 selbst zur Pfarrkirche. Die Bezeichnung St. Maria in Lyskirchen ist seit 1528 belegt.

© Arnoldius · CC BY-SA 4.0

Zeitstrahl

  1. 948
    Erste urkundliche Erwähnung als private Marienkapelle (Saalkirche)
  2. 1067
    Inkorporation in das Chorherrenstift St. Georg durch Erzbischof Anno II.
  3. 1198/1200
    Baubeginn der Kirche in ihrer heutigen Form
  4. um 1225
    Vollendung als Emporenbasilika mit zweitürmigem Ostbau
  5. 1528
    Erstmalige Verwendung des Namens „St. Maria in Lyskirchen"
  6. 1658–1662
    Umfangreicher Umbau des Innenraums; Apsis erhöht, gotisierende Fenster eingesetzt
  7. 1784
    Hochwasser und Eisgang zerstören Teile der Kirchenausstattung
  8. 1804
    Säkularisierung von St. Georg; St. Maria in Lyskirchen wird Pfarrkirche

Galerie

© CEphoto, Uwe Aranas · CC BY-SA 3.0 · Commons
© Arnoldius · CC BY-SA 4.0 · Commons
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© CEphoto, Uwe Aranas · CC BY-SA 3.0 · Commons
© Arabsalam · CC BY-SA 4.0 · Commons

Karte

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Adresse

An Lyskirchen 10
50676 Köln

Öffnungszeiten

Mo: 10:00–18:00

Di: 10:00–18:00

Mi: 10:00–18:00

Do: 10:00–18:00

Fr: 10:00–18:00

Sa: 10:00–18:00

So: 10:00–16:00

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Automatisch erstellt, zuletzt geprüft: 2026-06-27

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