St. Maria in Lyskirchen
Kleinste der zwölf großen romanischen Kirchen Kölns – als einzige mit weitgehend erhaltenen Gewölbefresken aus dem 13. Jahrhundert.
St. Maria in Lyskirchen ist die kleinste der zwölf großen romanischen Kirchen Kölns. Die katholische Pfarrkirche steht in der Altstadt-Süd nahe dem Rhein und ist als einzige der zwölf für ihre weitgehend erhaltenen Gewölbefresken aus dem 13. Jahrhundert bekannt.
Auf einen Blick
- Art
- Römisch-katholische Pfarrkirche, Erzbistum Köln
- Lage
- Altstadt-Süd, Stadtbezirk Innenstadt, nahe dem Rhein
- Adresse
- An Lyskirchen 10, 50676 Köln
- Bauzeit der heutigen Form
- zwischen 1198/1200 und 1225
- Bautyp
- dreischiffige Emporenbasilika, an St. Kunibert orientiert
- Besonderheit
- als einzige der zwölf großen romanischen Kirchen mit weitgehend erhaltenen Gewölbefresken des 13. Jahrhunderts
- Denkmalschutz
- Kirche, Küsterhaus und Sakristei stehen unter Denkmalschutz
Als einzige der zwölf großen romanischen Kirchen Kölns hat St. Maria in Lyskirchen ihre mittelalterlichen Gewölbefresken aus dem 13. Jahrhundert nahezu vollständig erhalten – und das, obwohl sie zugleich die kleinste dieser Kirchen ist.
Geschichte
948 wurde an dieser Stelle erstmals eine private Marienkapelle als schlichte Saalkirche urkundlich erwähnt. Sie geht wahrscheinlich auf einen Herrn Lisolvus oder Lysolfus zurück, der sie als Eigenkirche errichtete; aus „Lisolfikyrken“ entwickelte sich der Name „Lyskirchen“. 1067 inkorporierte Erzbischof Anno II. den Bau dem Chorherrenstift St. Georg als Pfarrkirche unter dem Namen St. Maria in Noithusen. Die heutige Kirche entstand zwischen 1198/1200 und 1225; zuvor wurde wegen der ständigen Hochwassergefahr der Baugrund erhöht.
Architektur
Die Kirche wurde als dreischiffige Emporenbasilika mit leicht unregelmäßigem Grundriss vollendet. Zum Rhein hin erhielt sie einen zweitürmig geplanten Ostbau mit dazwischenliegender Apsis, nach dem Vorbild von St. Kunibert und St. Severin. Vermutlich aus Geldmangel wurde nur der Nordturm fertiggestellt. Spätere Umbauten, etwa im 16. und 17. Jahrhundert, veränderten Fenster, Gewölbe und die Form der Apsis.
Bedeutung und Nutzung
Aufgrund ihrer Lage unmittelbar am Rhein diente die Kirche vorrangig Rheinschiffern zur Andacht; mit ihr verbunden ist die Verehrung der Schiffermadonna. Nach der Säkularisierung des Stifts St. Georg wurde St. Maria in Lyskirchen 1804 selbst zur Pfarrkirche. Die Bezeichnung St. Maria in Lyskirchen ist seit 1528 belegt.
Zeitstrahl
- 948Erste urkundliche Erwähnung als private Marienkapelle (Saalkirche)
- 1067Inkorporation in das Chorherrenstift St. Georg durch Erzbischof Anno II.
- 1198/1200Baubeginn der Kirche in ihrer heutigen Form
- um 1225Vollendung als Emporenbasilika mit zweitürmigem Ostbau
- 1528Erstmalige Verwendung des Namens „St. Maria in Lyskirchen"
- 1658–1662Umfangreicher Umbau des Innenraums; Apsis erhöht, gotisierende Fenster eingesetzt
- 1784Hochwasser und Eisgang zerstören Teile der Kirchenausstattung
- 1804Säkularisierung von St. Georg; St. Maria in Lyskirchen wird Pfarrkirche
Galerie
Karte
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Adresse
An Lyskirchen 10
50676 Köln
Öffnungszeiten
Mo: 10:00–18:00
Di: 10:00–18:00
Mi: 10:00–18:00
Do: 10:00–18:00
Fr: 10:00–18:00
Sa: 10:00–18:00
So: 10:00–16:00
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Quellen & Links
- Offizielle Website
- Wikidata (abgerufen 2026-06-24)
- Wikipedia (abgerufen 2026-06-24, rev 264218802)
- Offizielle Website (abgerufen 2026-06-24)
Automatisch erstellt, zuletzt geprüft: 2026-06-27
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