Christ König
Katholische Kirche von 1951 in Köln-Longerich, deren V-förmige Holzbinder den Stall von Bethlehem versinnbildlichen — im Volksmund Weihnachtskirche.
Christ König gehört zum Pfarrverband Longerich/Lindweiler im Dekanat Köln-Nippes des Erzbistums Köln. Die Kirche steht in der Wohnanlage Gartenstadt-Nord im Süden von Longerich, die seit 1957 entstand.
Quelle: Wikipedia
Auf einen Blick
- Art
- Römisch-katholische Kirche, Pfarrverband Longerich/Lindweiler
- Lage
- Stadtteil Longerich, Stadtbezirk Nippes, Wohnanlage Gartenstadt-Nord
- Errichtet
- 1951 nach Plänen von Fritz Schaller
- Beiname
- Weihnachtskirche
- Orgel
- 29 Register der Firma Seifert in Kevelaer
- Denkmalschutz
- seit 18. Februar 1999 als Baudenkmal (Nummer 8387)
Die vier V-förmigen Holzbinder im Dachstuhl sollen den Stall von Bethlehem symbolisieren, weshalb die Kirche im Volksmund „Weihnachtskirche“ genannt wird.
Der Beiname Weihnachtskirche
Über dem Innenraum spannt sich ein offener Dachstuhl, ein wiederkehrendes Merkmal der Bauten von Fritz Schaller. Vier V-förmige Holzbinder tragen die Konstruktion und gliedern den Raum in drei Kirchenschiffe. Sie stehen sinnbildlich für den Stall von Bethlehem, woraus sich im Volksmund der Name Weihnachtskirche ableitet.
Architektur
Die Kirche zeigt eine rote Backsteinfassade und ein einseitig heruntergezogenes Satteldach. Die nach außen gewölbte Apsis im Osten nimmt den Stil frühchristlicher Basiliken auf, während die Taufkapelle im Südwesten aus der Mauerflucht heraustritt. Die Orgelempore am Haupteingang wurde nachträglich nach Schallers Entwürfen ergänzt.
Ausstattung
Altar, Tabernakelunterbau und Kanzel schuf der Kölner Bildhauer Elmar Hillebrand nach Entwürfen Fritz Schallers; das ovale Taufbecken aus Muschelkalk mit geschnitztem Eichenholzdeckel entwarf er selbst. Das hängende Altarkreuz von 1951 stammt von Hildegard Domizlaff. Der von Hand mit farbigen Wollfäden auf Leinen gestickte Kreuzweg wurde 1977 nach einem Brandschaden restauriert. Auf einem violetten Passionstuch sind die Leidenswerkzeuge Jesu dargestellt.
Kirchenfenster
Bis auf das Altarraumfenster gehen die Bleiglasfenster auf Ludwig Schaffrath (1952) zurück; im Kirchenschiff finden sich Ornamentfenster, das rückwärtige Fenster zeigt Christus König über den vier Evangelistensymbolen. Das Fenster im Altarraum mit den Symbolen Lorbeerkranz und Muschel entstand um 1980 durch einen unbekannten Künstler.
Geschichte und Gemeinde
Der Bau kostete 130.000 DM. Die Grundsteinlegung nahm Stadtdechant Robert Grosche am 24. Mai 1951 vor, die Weihe vollzog Weihbischof Josef Ferche am 1. Mai 1952. Nach langjähriger Zusammenarbeit beschlossen die Kirchenvorstände und Pfarrgemeinderäte von Christ König und St. Bernhard im Herbst 2002 den Zusammenschluss; zum 1. Januar 2004 vereinigten sich beide Gemeinden, danach war Christ König deren Pfarrkirche. Damit vollzog der Seelsorgebereich Köln-Longerich einen ersten Schritt der vom Erzbistum Köln geforderten Umstrukturierung. Mit der Fusion mit St. Dionysius am 1. Januar 2010 wurde Christ König Filialkirche; zur neuen Gemeinde zählen seither auch St. Bernhard und die Marienkirche in Köln-Lindweiler.
Zeitstrahl
- 1951Grundsteinlegung am 24. Mai durch Stadtdechant Robert Grosche; Bau nach Plänen von Fritz Schaller
- 1951Hängendes Altarkreuz von Hildegard Domizlaff entstanden
- 1952Konsekration der Kirche am 1. Mai durch Weihbischof Josef Ferche
- 1952Bleiglasfenster von Ludwig Schaffrath geschaffen
- 1957Neuer Stadtteil Gartenstadt-Nord entstanden
- 1977Restaurierung des Kreuzwegs nach Brandschaden
- um 1980Fenster im Altarraum von unbekanntem Künstler geschaffen
- 1999Eintragung als Baudenkmal am 18. Februar (Nr. 8387)
Karte
Blaue Punkte: andere Orte in der Nähe – zum Stöbern antippen.
Das könnte dich auch interessieren – themenverwandt oder in der Nähe
Kommentare
- Lade Kommentare…
Quellen & Links
Automatisch erstellt, zuletzt geprüft: 2026-09-01
Wie diese Seite entsteht
Diese Seite stützt sich auf offene Quellen — Wikipedia, Wikidata, offizielle Webseiten und offene Daten der Stadt. Jede Angabe wird gegen die hier verlinkten Quellen geprüft, und die Seiten werden regelmäßig aktualisiert.
Trotzdem einen Fehler entdeckt? Sag uns unten Bescheid — wir lesen jede Einsendung.





