St. Dionysius
Neugotische Backsteinbasilika von 1898/99 in Köln-Longerich, deren Ausstattung mittelalterliche Figuren mit Werken des 20. Jahrhunderts verbindet.
Die Kirche dient heute als Pfarrkirche für den Stadtteil Longerich, der aus der Zusammenlegung dreier früherer Pfarreien hervorging.
Quelle: Wikipedia
Auf einen Blick
- Art
- Römisch-katholische Pfarrkirche
- Lage
- Kölner Stadtteil Longerich, Stadtbezirk Nippes
- Zugehörigkeit
- Pfarrverband Longerich/Lindweiler, Dekanat Köln-Nippes, Erzbistum Köln
- Baujahr
- 1898–1899, Einweihung am 23. Mai 1900
- Baustil
- Neugotik, dreischiffige Backsteinbasilika
- Denkmalschutz
- Seit dem 18. Januar 1982 eingetragenes Baudenkmal (Nr. 921)
Die Kirche wurde am 13. März 1942 durch eine Luftmine schwer beschädigt und musste nach dem Krieg mit neuen Holzdecken anstelle der zerstörten Gewölbe wiederaufgebaut werden.
Geschichte
Nach der Eingemeindung Longerichs nach Köln 1888 wurde die alte Kirche am Kriegerplatz für die wachsende Bevölkerung zu klein. 1897 fiel der Beschluss für einen größeren Neubau westlich der alten Kirche. Die Pläne stammen vom Kölner Architekten Franz Statz; die Strukturdaten bei Wikidata führen ergänzend, aber unsicher, auch Vincenz Statz auf. Erzbischof Hubert Theophil Simar weihte das Gebäude ein. Am 13. März 1942 beschädigte eine Luftmine das Gotteshaus schwer. Der Wiederaufbau nach Plänen von Karl Band begann Anfang der 1960er Jahre; zerstörte Gewölbe wurden durch Holzdecken ersetzt und der Innenraum neu gestaltet.
Architektur
Die Kirche ist als dreischiffige Backsteinbasilika ohne Querschiff angelegt. Der Kirchturm steht seitlich im Südwesten.
Ausstattung
Aus der ursprünglichen Ausstattung blieben eine Marienstatue und eine Anna selbdritt aus dem 15. Jahrhundert sowie barocke Skulpturen des Pfarrpatrons Dionysius von 1777 und Terrakotta-Figuren des Apostels Jakobus von 1776 erhalten. Eine weitere Jakobus-Figur mit Pilgerstab und Muschel stammt aus der Kölner Kirche St. Kunibert. Altar mit Kreuzigungsgruppe, die Portale von 1971 und der Ambo von 1973 schuf Heinz Gernot; die Kreuzwegstationen von 1995 stammen von Franz Thaler.
Orgel
Die 1966 von der Bonner Firma Johannes Klais gebaute Orgel besitzt 22 Register. Sie verbindet eine mechanische Spieltraktur mit einer elektrischen Registertraktur.
Kirchenfenster
Die Bleiglasfenster gehen auf verschiedene Personen und teils unbekannte Künstler zurück. Maria Meng entwarf 1956 drei Chorfenster mit Szenen aus dem Alten Testament und dem Wirken Jesu. Neben dem Eingangsportal entstanden um 1960 Fenster mit Flechtbandmuster, deren Urheber nicht bekannt sind. Von Josef Henseler stammen drei Fenster von 1970: eine ornamentale Komposition auf der Orgelempore sowie zwei freie Kompositionen im Chor. In der Chorkapelle stellen zwei Fenster von 1991 nach Entwürfen von Dieter Hartmann Anrufungen aus der Lauretanischen Litanei dar; zwei weitere von Karl-Josef Schneider um 1992 zeigen die Kirchen St. Dionysius in Longerich und in St. Denis.
Zeitstrahl
- 1888Longerich wird nach Köln eingemeindet, alte Kirche wird zu klein
- 1897Beschluss zum Bau einer größeren neuen Kirche
- 1898–1899Neubau der Kirche im neugotischen Stil nach Plänen von Franz Statz
- 1900Einweihung durch Erzbischof Hubert Theophil Simar am 23. Mai
- 1942Schwere Beschädigung durch Luftmine am 13. März
- 1960erBeginn des Wiederaufbaus nach Plänen von Karl Band
- 1966Einbau der Orgel von Johannes Klais
- 1982Eintragung in die Liste der Baudenkmäler am 18. Januar
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