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© Berghahn · CC BY-SA 3.0

Villa Malta

Burgähnliche Jugendstilvilla über dem Rheinufer in Rodenkirchen, deren Turm teilweise dem Belfried der Tuchhallen in Ypern nachempfunden ist.

Das Gebäude hatte im Lauf seiner Geschichte drei Namen: „Villa Antonia“, „Villa Maria“ und schließlich „Villa Malta“. Den heutigen Namen gab ihm der Malteserorden.

Auf einen Blick

Art
Burgähnliche Villa, Baudenkmal
Lage
Hauptstraße 11, Stadtteil Rodenkirchen, direkt oberhalb des Rheinufers (Rodenkirchener Leinpfad)
Bauzeit
1904/05
Baustil
Jugendstil mit Anleihen an mittelalterliche Formen
Entwurf
Architekturbüro Gebrüder Schauppmeyer (Fritz und Karl)
Denkmalliste
Eintrag am 22. Oktober 1986
Heutige Nutzung
Eigentumswohnungen
Wusstest du?

Der Turm der 1904/05 erbauten Villa ist teilweise dem Belfried der Tuchhallen in Ypern nachempfunden – eine Hommage an die belgische Herkunft der Ehefrau des Bauherrn, die den Bau mitfinanzierte. Ursprünglich besaß die Villa sogar einen symbolischen Burggraben, an dessen Stelle später ein Parkplatz trat.

Ein Turm mit belgischem Vorbild

Die Gestaltung der Villa nimmt Bezug auf die belgische Herkunft der Frau des Bauherrn. Das zeigt sich vor allem am Turm. Er ist zum Teil dem Belfried der Tuchhallen in Ypern nachgebildet. Auf seiner zum Rhein gewandten Seite steht der Name der Villa in großen Lettern.

© Horsch, Willy · CC BY 2.5

Architektur und Innenraum

Stilistisch gehört der Bau zum Jugendstil, der sich hier an mittelalterlichen Formen orientiert. Ursprünglich umgab ihn ein symbolischer Burggraben. Im Obergeschoss liegt eine Galerie, die griechischen Tempeln nachempfunden ist. Sie zeigt Säulen und Metopen der dorischen Ordnung sowie Motive aus der Antike.

© Horsch, Willy · Public domain

Bauherr und erste Besitzer

In Auftrag gab die Villa Eduard Steisel. Er war zu dieser Zeit Bürgermeister der Gemeinde Rondorf, die später „Rodenkirchen“ hieß. Seine aus Belgien stammende Ehefrau trug einen wesentlichen Teil der Baukosten. Auf sie gingen sowohl der Name „Villa Antonia“ als auch die Gestaltung des Hauses zurück. Ende 1919 kaufte der Fabrikant Heinrich Rodenkirchen das Anwesen.

© Michael Barera · CC BY-SA 4.0

Wechselnde Nutzungen

Spätestens nach dem Zweiten Weltkrieg hieß das Haus „Villa Maria“. Nach 1963 hatte hier das damals neu gegründete Institut für angewandte Arbeitswissenschaft seinen Sitz. Danach stand die Villa einige Jahre leer. 1971 übernahm der Malteserorden das Gebäude. Mit dieser Nutzung wurde der Burggraben durch einen Parkplatz ersetzt. 1985 verließ auch der Orden den Standort. Ab 1986 wurde die Villa umgebaut und in Eigentumswohnungen aufgeteilt.

© CEphoto, Uwe Aranas · CC BY-SA 3.0

Zeitstrahl

  1. 1904/05
    Bau der „Villa Antonia“ für Eduard Steisel nach Entwurf der Gebrüder Schauppmeyer
  2. 1919
    Fabrikant Heinrich Rodenkirchen erwirbt das Anwesen von Steisel
  3. nach 1963
    Institut für angewandte Arbeitswissenschaft zieht in die Villa ein
  4. 1971
    Malteserorden erwirbt die Villa und gibt ihr den Namen „Villa Malta“
  5. 1985
    Malteserorden gibt den Standort in der Villa auf
  6. 1986
    Aufteilung in Eigentumswohnungen und Umbau
  7. 1986
    Eintragung in die Denkmalliste der Stadt Köln am 22. Oktober

Galerie

© HOWI - Horsch, Willy · CC BY-SA 4.0 · Commons
© HOWI - Horsch, Willy · CC BY-SA 4.0 · Commons

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Automatisch erstellt, zuletzt geprüft: 2026-10-20

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