Villa Malta
Burgähnliche Jugendstilvilla über dem Rheinufer in Rodenkirchen, deren Turm teilweise dem Belfried der Tuchhallen in Ypern nachempfunden ist.
Das Gebäude hatte im Lauf seiner Geschichte drei Namen: „Villa Antonia“, „Villa Maria“ und schließlich „Villa Malta“. Den heutigen Namen gab ihm der Malteserorden.
Quelle: Wikipedia
Auf einen Blick
- Art
- Burgähnliche Villa, Baudenkmal
- Lage
- Hauptstraße 11, Stadtteil Rodenkirchen, direkt oberhalb des Rheinufers (Rodenkirchener Leinpfad)
- Bauzeit
- 1904/05
- Baustil
- Jugendstil mit Anleihen an mittelalterliche Formen
- Entwurf
- Architekturbüro Gebrüder Schauppmeyer (Fritz und Karl)
- Denkmalliste
- Eintrag am 22. Oktober 1986
- Heutige Nutzung
- Eigentumswohnungen
Der Turm der 1904/05 erbauten Villa ist teilweise dem Belfried der Tuchhallen in Ypern nachempfunden – eine Hommage an die belgische Herkunft der Ehefrau des Bauherrn, die den Bau mitfinanzierte. Ursprünglich besaß die Villa sogar einen symbolischen Burggraben, an dessen Stelle später ein Parkplatz trat.
Ein Turm mit belgischem Vorbild
Die Gestaltung der Villa nimmt Bezug auf die belgische Herkunft der Frau des Bauherrn. Das zeigt sich vor allem am Turm. Er ist zum Teil dem Belfried der Tuchhallen in Ypern nachgebildet. Auf seiner zum Rhein gewandten Seite steht der Name der Villa in großen Lettern.
Architektur und Innenraum
Stilistisch gehört der Bau zum Jugendstil, der sich hier an mittelalterlichen Formen orientiert. Ursprünglich umgab ihn ein symbolischer Burggraben. Im Obergeschoss liegt eine Galerie, die griechischen Tempeln nachempfunden ist. Sie zeigt Säulen und Metopen der dorischen Ordnung sowie Motive aus der Antike.
Bauherr und erste Besitzer
In Auftrag gab die Villa Eduard Steisel. Er war zu dieser Zeit Bürgermeister der Gemeinde Rondorf, die später „Rodenkirchen“ hieß. Seine aus Belgien stammende Ehefrau trug einen wesentlichen Teil der Baukosten. Auf sie gingen sowohl der Name „Villa Antonia“ als auch die Gestaltung des Hauses zurück. Ende 1919 kaufte der Fabrikant Heinrich Rodenkirchen das Anwesen.
Wechselnde Nutzungen
Spätestens nach dem Zweiten Weltkrieg hieß das Haus „Villa Maria“. Nach 1963 hatte hier das damals neu gegründete Institut für angewandte Arbeitswissenschaft seinen Sitz. Danach stand die Villa einige Jahre leer. 1971 übernahm der Malteserorden das Gebäude. Mit dieser Nutzung wurde der Burggraben durch einen Parkplatz ersetzt. 1985 verließ auch der Orden den Standort. Ab 1986 wurde die Villa umgebaut und in Eigentumswohnungen aufgeteilt.
Zeitstrahl
- 1904/05Bau der „Villa Antonia“ für Eduard Steisel nach Entwurf der Gebrüder Schauppmeyer
- 1919Fabrikant Heinrich Rodenkirchen erwirbt das Anwesen von Steisel
- nach 1963Institut für angewandte Arbeitswissenschaft zieht in die Villa ein
- 1971Malteserorden erwirbt die Villa und gibt ihr den Namen „Villa Malta“
- 1985Malteserorden gibt den Standort in der Villa auf
- 1986Aufteilung in Eigentumswohnungen und Umbau
- 1986Eintragung in die Denkmalliste der Stadt Köln am 22. Oktober
Galerie
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