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© Raimond Spekking · CC BY-SA 4.0

Kaufhaus Isay

Denkmalgeschütztes Büro- und Geschäftshaus in Köln, 1911–1913 nach Plänen von Helbig & Klöckner für die Textilgroßhandlung Gebrüder Isay errichtet.

Das Gebäude entstand im Zuge der Neuordnung eines zuvor militärisch genutzten Areals, auf dem die Stadt Köln unter Stadtbaurat Carl Rehorst die Zeppelinstraße anlegte.

Auf einen Blick

Art
Ehemaliges Büro- und Geschäftshaus, Baudenkmal
Lage
Zeppelinstraße 4–8, Ecke Am Alten Posthof 3, Stadtteil Altstadt-Nord
Bauzeit
1911 bis 1913
Architekten
Kölner Büro Helbig & Klöckner
Bauherr
Firma Gebrüder Isay
Aufbau
Vier Vollgeschosse, neun Achsen zur Zeppelinstraße, sieben Achsen Am Alten Posthof
Wusstest du?

Nach der nationalsozialistischen Machtübernahme wurde die jüdische Firma Gebrüder Isay 1933 unter Wert zwangsverkauft – ausgerechnet an den ehemaligen persönlichen Sekretär Isays, Ludwig Mengel.

Bauwerk

Aus mehreren Vorentwürfen wählten die Bauherren ein Projekt mit vier Vollgeschossen aus. Das Walmdach trägt vier Giebel an der längeren und drei an der kürzeren Seite. Der Haupteingang liegt mittig an der Zeppelinstraße, der Nebeneingang links außen Am Alten Posthof. An der Ausarbeitung waren die Architekten Rolf Helbig, Albert Klöckner und Oskar Rosendahl beteiligt. Bezugsfertig war das Haus zum 1. April 1913.

© HOPflaume · CC BY 3.0

Die Firma Gebrüder Isay

Die Firma Gebrüder Isay wurde 1871 als Großhandlung für Tücher, Woll- und Strickwaren gegründet. Sie erwarb das Eckgrundstück und ließ das Geschäfts- und Kontorhaus errichten. Neben der Textilgroßhandlung nahm das Gebäude weitere Firmen und Büros auf, darunter eine Bankfiliale, ein Korsettgeschäft und eine Zweigniederlassung der Telefunken Gesellschaft für drahtlose Telegraphie.

© HOPflaume · CC BY 3.0

Wechselnde Eigentümer

1933 wandelten die Nationalsozialisten die Offene Handelsgesellschaft in die Wistri Gesellschaft für deutsche Wirk- und Strickwaren GmbH um; das Unternehmen wurde unter Wert verkauft. 1941 ging das Eigentum an Grundstück und Gebäude auf vier neue Eigentümer über. Im Zweiten Weltkrieg vergleichsweise leicht beschädigt, konnte der Betrieb nach dem Neuaufbau des Dachstuhls wieder aufgenommen werden.

© HOPflaume · CC BY 3.0

Umgebung

Entlang der neu angelegten Zeppelinstraße entstanden zu beiden Seiten Geschäftshäuser verschiedener Architekten, etwa der Schwerthof von Jacob Koerfer, der Olivandenhof von Hermann Eberhard Pflaume und das Haus Reifenberg von Paul Bonatz. Letzteres liegt dem Kaufhaus Isay gegenüber.

© HOPflaume · CC BY 3.0

Zeitstrahl

  1. 1871
    Gründung der Firma Gebrüder Isay als Großhandlung für Tücher-, Woll- und Strickwaren.
  2. 1910
    Stadt Köln erwirbt das Areal; Abriss der Altbauten unter Stadtbaurat Carl Rehorst.
  3. 1911
    Baubeginn des Kaufhauses Isay nach Entwurf von Helbig & Klöckner.
  4. 1913
    Zum 1. April Bezugsfertigstellung des Geschäfts- und Kontorhauses.
  5. 1930
    Adressbuch verzeichnet Adolph und Alfred Isay als Inhaber.
  6. 1933
    Umwandlung der Firma Gebrüder Isay in die Wistri GmbH nach der NS-Machtübernahme.
  7. 1938
    Firmierung als WISTRI Mengel, Ritter & Co.; 16 Firmen im Gebäude ansässig.
  8. 1941
    Vermögensübertragung des Grundstücks auf vier neue Eigentümer.

Galerie

© HOPflaume · CC BY 3.0 · Commons
© HOPflaume · CC BY 3.0 · Commons
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© Raimond Spekking · CC BY-SA 4.0 · Commons
© Raimond Spekking · CC BY-SA 4.0 · Commons
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Automatisch erstellt, zuletzt geprüft: 2026-09-12

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