Rheinisches Industriebahn-Museum
Eine der größten Sammlungen von Industriebahn-Lokomotiven in Deutschland im ehemaligen Bahnbetriebswerk Nippes; Betrieb derzeit ausgesetzt.
Das Rheinische Industriebahn-Museum e. V. (RIM) sammelt und erforscht Industriebahnfahrzeuge. Untergebracht ist es in einem früheren Bahnbetriebswerk, das nach dem benachbarten Rangierbahnhof Nippes benannt ist.
Auf einen Blick
- Art
- Eisenbahnmuseum (eingetragener Verein)
- Gegründet
- 1987 in Köln
- Sitz
- ehemaliges Bahnbetriebswerk, seit 1992
- Lage
- Stadtteil Longerich, Stadtbezirk Nippes
- Sammlung
- rund 70 Triebfahrzeuge (Feldbahn 600 mm und Normalspur)
- Schwerpunkt
- Lokomotiven von Deutz (Köln) und Arnold Jung
Das Bahnbetriebswerk Köln-Nippes trägt seinen Namen eigentlich zu Unrecht: Das Gelände liegt nicht in Nippes, sondern im Stadtteil Bilderstöckchen an der Grenze zu Longerich – benannt wurde es nach dem benachbarten Rangierbahnhof Nippes.
Die Sammlung
Das RIM versammelt etwa 70 Triebfahrzeuge unterschiedlicher Spurweite und Antriebsart. Die Maschinen waren in verschiedenen Industriezweigen im Einsatz, vom Bergbau bis zum Ziegelwerk. Besonderes Gewicht liegt auf den in Köln gefertigten Lokomotiven der Firma Deutz sowie auf Maschinen der Arnold Jung Lokomotivfabrik aus Kirchen-Jungenthal an der Sieg. Laut Wikipedia zählt der Bestand zu den größten Sammlungen dieser Art in Deutschland.
Das Bahnbetriebswerk
Die Anlage wurde 1914 von der Eisenbahndirektion Cöln errichtet und gehört zu den letzten großen Eisenbahn-Hochbauten des preußischen Staats im Rheinland. Die Bezeichnung „Köln-Nippes“ ist geografisch nicht exakt: Sie geht allein auf die Zugehörigkeit zum Rangierbahnhof Nippes zurück, während das Gelände selbst im Stadtteil Longerich liegt. Stationiert waren hier zunächst preußische Dampflokomotiven, im Zweiten Weltkrieg auch belgische und französische Beutelokomotiven und später Diesellokomotiven. 1991 wurde das Betriebswerk aufgelöst.
Neuer Bahnbetrieb auf dem Gelände
Während ein Teil des Areals dem Museum dient, entstand daneben moderner Bahnbetrieb: 2013 ein S-Bahn-Betriebswerk und ab Februar 2018 ein neues ICE-Betriebswerk.
Denkmalschutz und Nutzung
Seit 1992 nutzen das RIM, der Freundeskreis Eisenbahn Köln und ein Feuerwehrverein einen Teil des Geländes; Träger der Anlage ist das Eisenbahn Museum Köln e. V. 1996 stellte der Kölner Regierungspräsident Gebäude, Gleise, die ehemalige Bekohlungsanlage und weitere Teile unter Denkmalschutz. Die geschützten Gleisanlagen übernahm das Museum Ende 2001 von der Deutschen Bahn; sie gelten seither als Anschlussbahn nach nordrhein-westfälischem Landesrecht.
Besuch
Der Betreiber teilt mit, dass aus betrieblichen Gründen vorläufig keine Betriebstage stattfinden.
Zeitstrahl
- 1914Bahnbetriebswerk Köln-Nippes von der Eisenbahndirektion Cöln errichtet
- 193631 Loks der Baureihe G 8 für Rangier- und Streckendienste stationiert
- 194421 belgische und französische Beutelokomotiven im Betriebswerk (April)
- 1957–1959Umbau des Betriebswerks; danach alle Kölner Dieseltriebwagen hier stationiert
- 1975Deutsche Bundesbahn beendet Stationierung von Dampfloks in Köln
- 1987Rheinisches Industriebahn-Museum e. V. in Köln gegründet
- 1991Bahnbetriebswerk Nippes wegen Rationalisierungen aufgelöst
- 1992RIM bezieht das ehemalige Bahnbetriebswerk Köln-Nippes als Vereinssitz
- 1996Gebäude, Gleise und Bekohlungsanlage unter Denkmalschutz gestellt
- 2001Museum übernimmt die denkmalgeschützten Gleisanlagen von der Deutschen Bahn
- 2013S-Bahn-Betriebswerk auf dem Gelände errichtet
- 2018Neues ICE-Betriebswerk (Baubeginn Nov. 2015) geht im Februar in Betrieb
Karte
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Adresse
Longericher Str. 214
50739 Köln
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Quellen & Links
- Offizielle Website
- Wikidata (abgerufen 2026-06-23)
- Wikipedia (abgerufen 2026-06-23, rev 252006721)
- Offizielle Website (abgerufen 2026-06-24)
Automatisch erstellt, zuletzt geprüft: 2026-06-27
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