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© MPW57 · CC BY 3.0

Rheinisches Industriebahn-Museum

Eine der größten Sammlungen von Industriebahn-Lokomotiven in Deutschland im ehemaligen Bahnbetriebswerk Nippes; Betrieb derzeit ausgesetzt.

Das Rheinische Industriebahn-Museum e. V. (RIM) sammelt und erforscht Industriebahnfahrzeuge. Untergebracht ist es in einem früheren Bahnbetriebswerk, das nach dem benachbarten Rangierbahnhof Nippes benannt ist.

Auf einen Blick

Art
Eisenbahnmuseum (eingetragener Verein)
Gegründet
1987 in Köln
Sitz
ehemaliges Bahnbetriebswerk, seit 1992
Lage
Stadtteil Longerich, Stadtbezirk Nippes
Sammlung
rund 70 Triebfahrzeuge (Feldbahn 600 mm und Normalspur)
Schwerpunkt
Lokomotiven von Deutz (Köln) und Arnold Jung
Wusstest du?

Das Bahnbetriebswerk Köln-Nippes trägt seinen Namen eigentlich zu Unrecht: Das Gelände liegt nicht in Nippes, sondern im Stadtteil Bilderstöckchen an der Grenze zu Longerich – benannt wurde es nach dem benachbarten Rangierbahnhof Nippes.

Die Sammlung

Das RIM versammelt etwa 70 Triebfahrzeuge unterschiedlicher Spurweite und Antriebsart. Die Maschinen waren in verschiedenen Industriezweigen im Einsatz, vom Bergbau bis zum Ziegelwerk. Besonderes Gewicht liegt auf den in Köln gefertigten Lokomotiven der Firma Deutz sowie auf Maschinen der Arnold Jung Lokomotivfabrik aus Kirchen-Jungenthal an der Sieg. Laut Wikipedia zählt der Bestand zu den größten Sammlungen dieser Art in Deutschland.

© Busbahnhof · CC BY-SA 3.0

Das Bahnbetriebswerk

Die Anlage wurde 1914 von der Eisenbahndirektion Cöln errichtet und gehört zu den letzten großen Eisenbahn-Hochbauten des preußischen Staats im Rheinland. Die Bezeichnung „Köln-Nippes“ ist geografisch nicht exakt: Sie geht allein auf die Zugehörigkeit zum Rangierbahnhof Nippes zurück, während das Gelände selbst im Stadtteil Longerich liegt. Stationiert waren hier zunächst preußische Dampflokomotiven, im Zweiten Weltkrieg auch belgische und französische Beutelokomotiven und später Diesellokomotiven. 1991 wurde das Betriebswerk aufgelöst.

Neuer Bahnbetrieb auf dem Gelände

Während ein Teil des Areals dem Museum dient, entstand daneben moderner Bahnbetrieb: 2013 ein S-Bahn-Betriebswerk und ab Februar 2018 ein neues ICE-Betriebswerk.

Denkmalschutz und Nutzung

Seit 1992 nutzen das RIM, der Freundeskreis Eisenbahn Köln und ein Feuerwehrverein einen Teil des Geländes; Träger der Anlage ist das Eisenbahn Museum Köln e. V. 1996 stellte der Kölner Regierungspräsident Gebäude, Gleise, die ehemalige Bekohlungsanlage und weitere Teile unter Denkmalschutz. Die geschützten Gleisanlagen übernahm das Museum Ende 2001 von der Deutschen Bahn; sie gelten seither als Anschlussbahn nach nordrhein-westfälischem Landesrecht.

Besuch

Der Betreiber teilt mit, dass aus betrieblichen Gründen vorläufig keine Betriebstage stattfinden.

Zeitstrahl

  1. 1914
    Bahnbetriebswerk Köln-Nippes von der Eisenbahndirektion Cöln errichtet
  2. 1936
    31 Loks der Baureihe G 8 für Rangier- und Streckendienste stationiert
  3. 1944
    21 belgische und französische Beutelokomotiven im Betriebswerk (April)
  4. 1957–1959
    Umbau des Betriebswerks; danach alle Kölner Dieseltriebwagen hier stationiert
  5. 1975
    Deutsche Bundesbahn beendet Stationierung von Dampfloks in Köln
  6. 1987
    Rheinisches Industriebahn-Museum e. V. in Köln gegründet
  7. 1991
    Bahnbetriebswerk Nippes wegen Rationalisierungen aufgelöst
  8. 1992
    RIM bezieht das ehemalige Bahnbetriebswerk Köln-Nippes als Vereinssitz
  9. 1996
    Gebäude, Gleise und Bekohlungsanlage unter Denkmalschutz gestellt
  10. 2001
    Museum übernimmt die denkmalgeschützten Gleisanlagen von der Deutschen Bahn
  11. 2013
    S-Bahn-Betriebswerk auf dem Gelände errichtet
  12. 2018
    Neues ICE-Betriebswerk (Baubeginn Nov. 2015) geht im Februar in Betrieb

Karte

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Adresse

Longericher Str. 214
50739 Köln

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Automatisch erstellt, zuletzt geprüft: 2026-06-27

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