Zum Inhalt springen
stuff to do in.cologne
Nicht mehr vorhanden
Dieses Bauwerk existiert heute nicht mehr – der Eintrag erzählt seine Geschichte.
© unknown, postcard around 1911 · Public domain

Opernhaus am Habsburgerring

Eines der größten Stadttheater im Deutschen Reich – 1902 in der Kölner Neustadt eröffnet, nach Kriegszerstörung 1958 abgerissen.

Für Carl Moritz war dieser Bau der Auftakt zu einer gefragten Laufbahn als Theaterarchitekt; in den Folgejahren entstanden nach seinen Plänen die Theater in Barmen, Düren und Stralsund.

Auf einen Blick

Art
Opernhaus, anfangs „Neues Stadttheater“
Lage
Neustadt/Süd, mit der Fassade zum Habsburgerring
Eröffnung
7. September 1902
Architekt
Carl Moritz
Größe
Grundfläche fast 6000 Quadratmeter, 1800 Plätze
Baukosten
3,9 Mio. Mark
Status
1944 weitgehend zerstört, 1958 abgerissen
Wusstest du?

Um die gewünschte Größe zu erreichen, musste eine Straße durch einen Tunnel unter der Bühne des Opernhauses geführt werden.

Ein Haus der Superlative

Die Quelle beschreibt das Gebäude uneinheitlich: In der Einleitung gilt es als eines der größten Stadttheater im Deutschen Reich, an anderer Stelle sogar als das größte Theatergebäude des Reiches. Anlass für den Bau war die Enge des älteren Stadttheaters in der Glockengasse, dessen Kapazität nicht mehr ausreichte.

© EtNu1988 · CC BY-SA 3.0

Geschichte

1896 beschloss die Stadtverordnetenversammlung ein zweites, größeres Haus. Aus einer Ausschreibung mit 41 Entwürfen setzte sich der Kölner Regierungsbaumeister Carl Moritz durch, dessen erster Plan zunächst verworfen und dann stark überarbeitet worden war. Die Bauarbeiten begannen 1899. Ab 1906 nannte man den Neubau „Opernhaus“, während das Sprechtheater im älteren „Schauspielhaus“ blieb.

© Ferdinand Leeke · Public domain

Architektur

Moritz verkleidete den Bau mit hellem Sandstein und wählte eine neobarocke Formensprache, die sich an den Opernhäusern von Georg Moller in Mainz und Gottfried Semper in Dresden orientierte. An den Fassaden erschienen Figuren der Theaterliteratur, darunter Medea und König Lear. 1938 wurden die verspielten Formen von Foyer und Zuschauerraum vereinfacht.

© Bartók Béla · Public domain

Bauplatz und Umgebung

Das Grundstück lag nahe dem Rudolfplatz mit dem Hahnentor, gerahmt vom Habsburgerring sowie der Aachener-, Engelbert- und Richard-Wagner-Straße; ein dreieckiges Areal musste ergänzt werden. Um die gewünschte Größe zu erreichen, führte man eine Straße durch einen Tunnel unter der Bühne. 1934 kam rechts neben dem Haus am Konzertgarten ein Restaurationsgebäude hinzu.

Zerstörung und Abriss

Das Bombardement Kölns im Frühjahr 1944 zerstörte das Haus weitestgehend. Ein Wiederaufbau wäre möglich gewesen, doch 1958 wurde das Gebäude abgerissen.

Zeitstrahl

  1. 1896
    Stadtverordnetenversammlung beschließt Bau eines zweiten, größeren Theaters
  2. 1899
    Beginn der Bauarbeiten
  3. 1902
    Eröffnung als „Neues Stadttheater" am 7. September
  4. 1906
    Umbenennung des Neubaus in „Opernhaus"
  5. 1934
    Anbau eines Restaurationsgebäudes am Konzertgarten
  6. 1938
    Versachlichung der Formen von Foyer und Zuschauerraum
  7. 1944
    Weitgehende Zerstörung durch Bombardement Kölns
  8. 1958
    Abriss des Gebäudes

Karte

Blaue Punkte: andere Orte in der Nähe – zum Stöbern antippen.

Das könnte dich auch interessieren – themenverwandt oder in der Nähe

Agrippina die Jüngere

Namensgeberin Kölns: Die in Köln geborene römische Kaiserfrau (Schwester Caligulas, Frau des Claudius, Mutter Neros) ließ ihren Geburtsort 50 n. Chr. zur Colonia Claudia Ara Agrippinensium erheben — aus diesem Namen entstand später „Köln“.

Dauerhaft geschlossen 1,1 kmBesteckmuseum Glaub© Elke Wetzig · CC BY-SA 4.0

Besteckmuseum Glaub

Kölner Spezialmuseum (1951–1995) mit vermutlich einer der weltweit umfangreichsten Bestecksammlungen — vom Steinzeitmesser bis zur Gegenwart.

Blue Shell

seit 1979
4,4(784)· Google

Musik- und Kulturclub in der Kölner Neustadt-Süd mit Konzerten, Partys und kulturellen Formaten – seit 1979 ein Fixpunkt der lokalen Subkultur.

Kommentare

  • Lade Kommentare…

Quellen & Links

Automatisch erstellt, zuletzt geprüft: 2026-09-09

Wie diese Seite entsteht

Diese Seite stützt sich auf offene Quellen — Wikipedia, Wikidata, offizielle Webseiten und offene Daten der Stadt. Jede Angabe wird gegen die hier verlinkten Quellen geprüft, und die Seiten werden regelmäßig aktualisiert.

Trotzdem einen Fehler entdeckt? Sag uns unten Bescheid — wir lesen jede Einsendung.

Fehlt etwas oder stimmt etwas nicht?

Hilf mit, die Seite besser zu machen — schlag eine Änderung oder einen neuen Ort vor.