Opernhaus am Habsburgerring
Eines der größten Stadttheater im Deutschen Reich – 1902 in der Kölner Neustadt eröffnet, nach Kriegszerstörung 1958 abgerissen.
Für Carl Moritz war dieser Bau der Auftakt zu einer gefragten Laufbahn als Theaterarchitekt; in den Folgejahren entstanden nach seinen Plänen die Theater in Barmen, Düren und Stralsund.
Quelle: Wikipedia
Auf einen Blick
- Art
- Opernhaus, anfangs „Neues Stadttheater“
- Lage
- Neustadt/Süd, mit der Fassade zum Habsburgerring
- Eröffnung
- 7. September 1902
- Architekt
- Carl Moritz
- Größe
- Grundfläche fast 6000 Quadratmeter, 1800 Plätze
- Baukosten
- 3,9 Mio. Mark
- Status
- 1944 weitgehend zerstört, 1958 abgerissen
Um die gewünschte Größe zu erreichen, musste eine Straße durch einen Tunnel unter der Bühne des Opernhauses geführt werden.
Ein Haus der Superlative
Die Quelle beschreibt das Gebäude uneinheitlich: In der Einleitung gilt es als eines der größten Stadttheater im Deutschen Reich, an anderer Stelle sogar als das größte Theatergebäude des Reiches. Anlass für den Bau war die Enge des älteren Stadttheaters in der Glockengasse, dessen Kapazität nicht mehr ausreichte.
Geschichte
1896 beschloss die Stadtverordnetenversammlung ein zweites, größeres Haus. Aus einer Ausschreibung mit 41 Entwürfen setzte sich der Kölner Regierungsbaumeister Carl Moritz durch, dessen erster Plan zunächst verworfen und dann stark überarbeitet worden war. Die Bauarbeiten begannen 1899. Ab 1906 nannte man den Neubau „Opernhaus“, während das Sprechtheater im älteren „Schauspielhaus“ blieb.
Architektur
Moritz verkleidete den Bau mit hellem Sandstein und wählte eine neobarocke Formensprache, die sich an den Opernhäusern von Georg Moller in Mainz und Gottfried Semper in Dresden orientierte. An den Fassaden erschienen Figuren der Theaterliteratur, darunter Medea und König Lear. 1938 wurden die verspielten Formen von Foyer und Zuschauerraum vereinfacht.
Bauplatz und Umgebung
Das Grundstück lag nahe dem Rudolfplatz mit dem Hahnentor, gerahmt vom Habsburgerring sowie der Aachener-, Engelbert- und Richard-Wagner-Straße; ein dreieckiges Areal musste ergänzt werden. Um die gewünschte Größe zu erreichen, führte man eine Straße durch einen Tunnel unter der Bühne. 1934 kam rechts neben dem Haus am Konzertgarten ein Restaurationsgebäude hinzu.
Zerstörung und Abriss
Das Bombardement Kölns im Frühjahr 1944 zerstörte das Haus weitestgehend. Ein Wiederaufbau wäre möglich gewesen, doch 1958 wurde das Gebäude abgerissen.
Zeitstrahl
- 1896Stadtverordnetenversammlung beschließt Bau eines zweiten, größeren Theaters
- 1899Beginn der Bauarbeiten
- 1902Eröffnung als „Neues Stadttheater" am 7. September
- 1906Umbenennung des Neubaus in „Opernhaus"
- 1934Anbau eines Restaurationsgebäudes am Konzertgarten
- 1938Versachlichung der Formen von Foyer und Zuschauerraum
- 1944Weitgehende Zerstörung durch Bombardement Kölns
- 1958Abriss des Gebäudes
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