St. Martinus
Frühere Escher Pfarrkirche mit romanischem Kern des 11. Jahrhunderts und spätgotischem Ausbau.
Ihre Funktion als Pfarrkirche des Ortsteils gab das Gebäude ab, nachdem zwischen 1967 und 1969 mit St. Mariä Namen ein neuer katholischer Bau geschaffen wurde.
Quelle: Wikipedia
Auf einen Blick
- Art
- Frühere römisch-katholische Pfarrkirche
- Lage
- Ortsteil Esch, Stadtbezirk Chorweiler in Köln
- Baustil
- Romanische und gotische Architektur
- Benannt nach
- Martin von Tours
- Schutz
- Baudenkmal in Nordrhein-Westfalen
- Zugehörigkeit
- Seelsorgebereich Kreuz-Köln-Nord, Dekanat Köln, Erzbistum Köln
Die 1517 als baufällig gemeldete romanische Kirche wurde daraufhin spätgotisch umgebaut – im Turm hängt bis heute eine 1766 von Franziskus Heintz aus Trier gegossene Glocke.
Kirchliche Anbindung
Den Zehnten des Kirchspiels Esch übertrug Erzbischof Sigewin von Are als Gabe dem Kapitel des Kölner Stifts St. Andreas; Erzbischof Hermann III. von Hochstaden bekräftigte diese Zuwendung 1091. Als dem Andreasstift zugehörige Pfarrkirche findet sie um 1300 im liber valoris Erwähnung. Das Kollationsrecht blieb bis zur Säkularisation bei St. Andreas.
Baugeschichte
Als Grundlage des jetzigen Gebäudes dient ein romanischer Bau mit zwei Schiffen. Die anfängliche romanische Saalkirche stammt aus dem 11. Jahrhundert; um 1200 folgten eine Aufstockung sowie ein zusätzliches Seitenschiff, und im 13. Jahrhundert ergänzte man den spätromanischen Turm. Von dieser Kirche blieben Turm, Chor und große Abschnitte des nördlichen Seitenschiffs erhalten.
Spätgotischer Umbau
Im Jahr 1517 hielten die Unterlagen des Dekanates Neuss fest, dass das Bauwerk baufällig war. In der Folge entstand ein spätgotischer Umbau mit Erweiterung: Man fügte ein südliches Seitenschiff hinzu und versah den Innenraum mit einer hallenartigen Wölbung. Entlang der Längsachse erhielt der Chor zu einem späteren Zeitpunkt eine angebaute Sakristei.
Glocken
Drei Glocken befinden sich im Turm. Franziskus Heintz aus Trier fertigte die größte 1766, während Hans Hüesker die beiden übrigen 1954/55 in der Gießerei Petit & Gebr. Edelbrock in Gescher schuf. Das Läutemotiv trägt den Namen „Te Deum“.
Zeitstrahl
- 11. JahrhundertRomanische Saalkirche ursprünglich errichtet
- 1091Erzbischof Hermann III. bestätigt Zehnt-Schenkung an St. Andreas
- um 1200Kirche erhöht und um Seitenschiff erweitert
- 13. JahrhundertSpätromanischer Turm hinzugefügt
- um 1300Pfarrkirche im liber valoris erwähnt
- 1517Baufälligkeit gemeldet, spätgotischer Um- und Erweiterungsbau begonnen
- 1766Größte Glocke von Franziskus Heintz gegossen
- 1954/55Zwei weitere Glocken von Hans Hüesker gegossen
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