St. Johannes der Evangelist (Köln-Stammheim)
Als „Zelt Gottes“ gebaute katholische Kirche in Köln-Stammheim, deren Kupferdach ganz bis zum Boden reichte — 2025 abgerissen.
Die Kirche setzte den biblischen Gedanken vom „Zelt Gottes“ (Offb 21,3) baulich um und stand bis 2025 im Kölner Stadtteil Stammheim.
Quelle: Wikipedia
Auf einen Blick
- Art
- ehemalige römisch-katholische Kirche
- Lage
- Stadtteil Stammheim, Stadtbezirk Mülheim (Köln)
- Errichtet
- 1969–1970
- Architekten
- Karl und Gero Band
- Bauidee
- „Zelt Gottes“, Dach reichte bis zum Boden, keine vertikalen Wände
- Ausstattung
- farbige Fenster (1972, Will Thonett), Digitalorgel (2000)
- Status
- 2018 zur Profanierung genehmigt, im Sommer 2025 abgerissen
Die Kirche verkörperte als reines „Nurdachhaus“ die Idee vom „Zelt Gottes“: Das kupfergedeckte Dach reichte bis zum Boden, sodass das Gebäude gänzlich ohne vertikale Wände auskam.
Bauform
Das Gebäude war als Nurdachhaus angelegt: Das mit grün patiniertem Kupferblech gedeckte Dach reichte bis zum Boden, sodass es keine senkrechten Wände gab. Die Giebelseiten bestanden aus Ziegelmauerwerk; auf der Chorseite gliederten drei senkrechte Mauerstreifen die Wand. Am gegenüberliegenden, hell verglasten Giebel führte eine zylindrisch gemauerte Treppe zu Empore und Glockenstube, die holzverkleidet leicht hervortraten. Je vier spitze Gauben pro Dachseite ergaben eine stark gefaltete Dachform und öffneten den mit hellem Holz verkleideten Innenraum zum Licht.
Altarraum
Der Altar stand leicht erhöht und asymmetrisch nach rechts versetzt. Die Altarwand wurde entlang der Giebelkante von einem schmalen Lichtband abgeschlossen; hinzu kamen schmale Fensterschlitze, zwei rechteckige Fenster auf Augenhöhe und ein horizontaler Lichtstreifen über der Wandnische.
Ausstattung
Die farbig verglasten Fenster der Altarwand gestaltete Will Thonett 1972. Unter den Fensterschlitzen hing ein emailliertes Altarkreuz von Egino Weinert. Der Stammheimer Künstler Herbert Labusga schuf zwei Skulpturen an den seitlichen Mauervorsprüngen, die den Kirchenpatron und eine Pietà zeigten. Die Digitalorgel der Allen Organ Company aus dem Jahr 2000 besaß zwei Manuale und 28 Register. Ein Geläut gab es nicht.
Gemeinde und Ende
Die Kirche gehörte zur Pfarrgemeinde St. Hubertus und Mariä Geburt, die 2010 aus drei getrennten Gemeinden entstand. Nach der 2018 genehmigten Profanierung wurde das Gebäude im Sommer 2025 abgerissen.
Zeitstrahl
- 1969–1970Bau der Kirche nach Entwurf von Karl und Gero Band
- 1972Farbig verglaste Fenster der Altarwand von Will Thonett gestaltet
- 2000Digitalorgel der Allen Organ Company installiert
- 2010Pfarrgemeinde St. Hubertus und Mariä Geburt aus drei Gemeinden gebildet
- 2018Profanierung der Kirche genehmigt
- 2025Abriss der Kirche im Sommer
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