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© Eckhard Henkel · CC BY-SA 3.0 de

St. Bruno

Katholische Pfarrkirche im Kölner Stadtteil Klettenberg, in den 1920er-Jahren im gemäßigt expressionistischen Stil erbaut und nach schweren Kriegsschäden mehrfach umgestaltet.

Im Kölner Wohnviertel Klettenberg steht mit St. Bruno eine römisch-katholische Pfarrkirche, die zwischen 1924 und 1926 nach Entwürfen des Mainzer Dombaumeisters Ludwig Becker entstand. Ihr Namenspatron ist der mittelalterliche Kölner Erzbischof Bruno.

Auf einen Blick

Bautyp
Katholische Pfarrkirche im Stil einer Basilika
Architekt
Ludwig Becker (Innenausstattung: Hans Hansen)
Bauzeit
1924 bis 1926, Weihe im Oktober 1926
Stadtteil
Köln-Klettenberg, am Klettenberggürtel
Patrozinium
Erzbischof Bruno von Köln
Stil
Gemäßigt expressionistisch mit barocken und neuklassizistischen Zügen
Denkmalschutz
Seit 1983 (Nr. 1271 der Kölner Denkmalliste)
Konfession
Römisch-katholisch
Wusstest du?

Das silberne Triumphkreuz von 1957 entstand aus Schmuck und Tafelsilber, das Gemeindemitglieder eigens dafür stifteten.

Das kannst du hier erleben

  • Den wuchtigen, kriegsüberdauernden Turm mit kupferner Schweifhaube betrachten
  • Die Marmorskulpturen von Elmar Hillebrand am Vorplatz entdecken
  • Die Klais-Orgel mit 44 Registern und ihrem originalen Spieltisch erleben
  • Die Betonmaßwerkfenster der Wiederaufbauzeit im Chor erkunden
  • Das silberne Triumphkreuz von Hanns Rheindorff aus gespendetem Schmuck ansehen

Geschichte

Den Anstoß gab ab 1914 die Sülzer Pfarrei St. Nikolaus, die im aufstrebenden Klettenberg eine Tochterkirche wünschte. Schon während des Ersten Weltkriegs sicherte man sich ein Grundstück, 1919 erhielt Becker den Auftrag für einen großen Kirchenbau mit rund 950 Sitz- und 1200 Stehplätzen. Der erste Spatenstich fiel im August 1924, Kardinal Karl Joseph Schulte legte 1925 den Grundstein und weihte die Kirche 1926.

Die Luftangriffe des Zweiten Weltkriegs trafen St. Bruno hart: 1942 gingen Dach und Fenster verloren, 1944 blieben nur noch Turm und Außenmauern übrig. Ein Notbehelf im benachbarten Brunosaal überbrückte die erste Zeit, ehe Hans Hansen ab 1948 den Wiederaufbau leitete und die Kirche 1949 erneut geweiht wurde. Weil schon bald die eingezogene Decke rissig wurde, folgte wenige Jahre später ein grundlegender Umbau mit neuen Betonmaßwerkfenstern im Chor. Weitere Anpassungen brachten die Reformen des Zweiten Vatikanischen Konzils ab 1973 sowie eine Deckensanierung ab 2005.

© Gudrun Velten · CC BY-SA 3.0

Architektur

Die Kirche ist nicht nach Osten ausgerichtet, sondern reiht sich leicht erhöht mit ihrer Eingangsseite in die Wohnbebauung ein; die zurückspringende Fassade bildet dabei ein kleines Vorplateau. Zur Straße hin dominiert der kriegsüberdauernde, wuchtige Turm mit kupferner Schweifhaube, an den sich symmetrisch Nebengebäude anschließen. Das Langhaus mit Satteldach folgt dem Grundriss einer Basilika, flankiert von niedrigeren Seitenschiffen und abgeschlossen durch eine ebenfalls niedrige Chorapsis, deren tief herabreichende Betonmaßwerkfenster erst nach dem Krieg entstanden.

© Horsch, Willy - HOWI · CC BY 3.0

Ausstattung

Am straßenseitigen Vorplatz stehen zwei Marmorfiguren von Elmar Hillebrand, die Jakobs Ringen mit dem Engel und Jesus als guten Hirten zeigen; von ihm stammen auch Altar, Bronzeleuchter und Taufsteindeckel. Das silberne, mit Email gearbeitete Triumphkreuz schuf 1957 Hanns Rheindorff — das Material spendeten Gemeindemitglieder in Form von Schmuck und Tafelsilber. Für die vier Krypta-Fenster wählte Jakob Berwange alttestamentliche Motive.

© Horsch, Willy - HOWI · CC BY 3.0

Orgel

Das Instrument der Bonner Werkstatt Johannes Klais Orgelbau von 1940 wurde 1959 erweitert und 2008 umfassend überarbeitet. Es verfügt über drei Manuale, ein Pedalwerk und 44 Register; der Spieltisch mit Tasten, Registerschaltern und Holzverkleidung ist noch im ursprünglichen Zustand erhalten.

© HOWI - Horsch, Willy · CC BY 3.0

Zeitstrahl

  1. 1924
    Erster Spatenstich und Baubeginn im August
  2. 1925
    Kardinal Karl Joseph Schulte legt den Grundstein
  3. 1926
    Weihe der fertigen Kirche im Oktober
  4. 1942
    Luftangriff zerstört Dach und Fenster
  5. 1944
    Nach weiterem Angriff bleiben nur Turm und Außenmauern
  6. 1948
    Hans Hansen beginnt den Wiederaufbau; neues Stahlgeläut
  7. 1949
    Erneute Weihe durch Weihbischof Wilhelm Stockums
  8. 1983
    Aufnahme in die Kölner Denkmalliste unter Nr. 1271
  9. 2008
    Grundlegende Überholung der Klais-Orgel

Galerie

© Sven.ole · CC BY-SA 3.0 · Commons
© Sven.ole · CC BY-SA 3.0 · Commons
© Sven.ole · CC BY-SA 3.0 · Commons
© HOWI - Horsch, Willy · CC BY 3.0 · Commons
© HOWI - Horsch, Willy · CC BY 3.0 · Commons
© Raimond Spekking · CC BY-SA 4.0 · Commons

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Automatisch erstellt, zuletzt geprüft: 2026-08-26

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