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© Achim Raschka · CC BY-SA 3.0

Melanchthonkirche

Evangelischer Bau von 1929/30 in Zollstock – früh in Deutschland mit Andachtsraum oben und Gemeindezentrum im Untergeschoss.

Indoor

Am Rosenzweigpark im Kölner Stadtteil Zollstock steht die evangelische Melanchthonkirche, die mit Kirchenraum und Gemeindezentrum übereinander zu den frühen evangelischen Kirchen dieser Bauweise in Deutschland zählte.

Auf einen Blick

Art
Evangelische Kirche
Lage
Zollstock (Stadtbezirk Rodenkirchen), am Rosenzweigpark
Bauzeit
1929–1930
Architekt
Theodor Merrill
Benannt nach
Philipp Melanchthon
Schutz
Baudenkmal in Nordrhein-Westfalen
Wusstest du?

Die Melanchthonkirche gehörte zu den ersten evangelischen Kirchen Deutschlands, die Kirchenraum und Gemeindezentrum unter einem Dach vereinten – ein damals wegweisendes Konzept. Beim Wiederaufbau nach dem Krieg verlor sie jedoch ihr markantestes architektonisches Merkmal: die halbkreisförmige Westwand im Stil des „Neuen Bauens" der 1920er-Jahre.

Das kannst du hier erleben

  • Die ungewöhnliche Bauweise mit Andachtsraum oben und Gemeindezentrum darunter entdecken
  • Das Baudenkmal aus den Jahren 1929/30 von außen bestaunen
  • Dem Geläut der drei Glocken aus dem Turm lauschen
  • Die Kirche fotografieren und den Nachkriegs-Anbau entdecken
  • Im angrenzenden Rosenzweigpark eine Pause einlegen

Bauidee

Der Andachtsraum liegt im Obergeschoss, das Gemeindezentrum im Souterrain. Im Erdgeschoss waren ursprünglich Räume für die kirchliche Vereinsarbeit sowie ein Konfirmandensaal vorgesehen.

© Chris06 · CC BY-SA 4.0

Geschichte

Den Anstoß zum Bau gab ein Antrag des evangelischen Bürgervereins beim Bayenthaler Presbyterium. Den Grundstein legte man am 8. September 1929, geweiht wurde die Kirche am 15. Juni 1930. Ein Luftangriff am 28. Oktober 1944 zerstörte Feierkirche, Sakristei und Altarraum. Den Wiederaufbau beschloss man 1948. Die halbkreisförmige Westwand, ein Merkmal des „Neuen Bauens“ der 1920er-Jahre, ließ sich dabei nicht erhalten; an ihrer Stelle entstand ein rechteckiger Anbau im Stil der Nachkriegsjahre.

© Andreasdz in der Wikipedia auf Deutsch · CC BY-SA 3.0

Gemeinde

Von der Kirchengemeinde Bayenthal löste sich die Melanchthon-Gemeinde 1936. Am 27. September 1954 eröffnete der Kindergarten der Gemeinde. Als die Kölner Kirchenkreise 1963 neu geordnet wurden, kam sie zum Kirchenkreis Köln-Süd; seit 2026 zählt sie zum neu gebildeten Kirchenkreis Köln-Linksrheinisch.

Glocken

Drei Glocken aus der Glocken- und Kunstgießerei Rincker in Sinn bilden das Geläut im Turm. Allein die kleine Glocke stammt noch aus dem Vorgängergeläut von 1929. Tonhöhen und Inschriften der beiden größeren, 1957 gegossenen Glocken entsprechen jenen, die im Zweiten Weltkrieg beschlagnahmt wurden und verloren gingen. Getragen wird das Geläut von geraden Stahljochen in einem zweistöckigen Stahlglockenstuhl.

Zeitstrahl

  1. 1929
    Grundsteinlegung am 8. September 1929
  2. 1930
    Einweihung am 15. Juni 1930
  3. 1936
    Melanchthon-Gemeinde von Kirchengemeinde Bayenthal abgetrennt
  4. 1944
    Feierkirche, Sakristei und Altarraum durch Fliegerangriff zerstört (28. Oktober)
  5. 1948
    Wiederaufbau beschlossen am 17. März 1948
  6. 1954
    Kindergarten der Gemeinde eröffnet (27. September)
  7. 1957
    Zwei neue Glocken gegossen (Ersatz für Kriegsverluste)
  8. 1963
    Gemeinde dem Kirchenkreis Köln-Süd zugeordnet

Karte

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Adresse

Breniger Str. 20
50969 Köln

Kontakt

0221 93643610

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Automatisch erstellt, zuletzt geprüft: 2026-06-26

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