St. Brictius (Köln-Merkenich)
Katholische Pfarrkirche, deren romanischer Turm aus dem 12. Jahrhundert frei neben dem modernen Bau von 1963 steht.
Über die Jahrhunderte wurde an dieser Stelle mehrfach abgetragen und neu gebaut, sodass sich mittelalterliche und moderne Bauteile verbinden.
Quelle: Wikipedia
Auf einen Blick
- Art
- römisch-katholische Pfarrkirche
- Lage
- Stadtteil Merkenich, Stadtbezirk Chorweiler
- Baustil
- Moderne
- Benannt nach
- Brictius von Tours
- Grundherr (historisch)
- Kölner Kunibertsstift
- Schutz
- Baudenkmal in Nordrhein-Westfalen
Die Predigtkanzel von etwa 1630 stammt ursprünglich nicht aus dieser Kirche, sondern wurde aus der abgerissenen Kölner Kirche St. Lupus übernommen.
Der romanische Turm
Vom romanischen Ursprungsbau blieb der Turm aus dem 12. Jahrhundert erhalten. Er steht heute frei an der Seite der modernen Kirche. Das Taufbecken im Inneren ist in ein romanisches Kapitell eingelassen.
Geschichte
Der Ort Merkenich erscheint erstmals 1241 in den Quellen, die Kirche selbst wird urkundlich erst 1285 fassbar; im Liber valoris fehlt sie. Dem Kunibertsstift stand bis zur Säkularisation das Kollationsrecht zu. Der einschiffige Vorgängerbau mit halbrunder Apsis erhielt zu Beginn des 19. Jahrhunderts südlich ein Seitenschiff. 1886 wurde er bis auf den Turm niedergelegt und durch einen neoromanischen Neubau ersetzt, der 1963 dem heutigen Gebäude wich.
Architektur und Ausstattung
Der Bau von 1963 trägt an der Chor- wie an der Eingangsseite jeweils zwei hohe halbrunde Apsiden, über dem Langhaus liegt ein großes, gefaltetes Satteldach. Die um 1630 entstandene Predigtkanzel stammt aus der Kölner Kirche St. Lupus, die ebenfalls dem Kunibertsstift unterstand.
Kirchenmusik
Die Orgel baute 1968 die Firma Orgelbau Ernst Seifert unter Verwendung von Teilen ausgedienter Instrumente; 2011 übernahm Johannes Klais Orgelbau aus Bonn Reinigung und Erhaltungsarbeiten. Das Werk umfasst 1036 Pfeifen auf 17 Registern, gespielt über zwei Manuale und das Pedal. Das Geläut bilden drei Glocken, die Hans Hüesker 1957 in der Gießerei Petit & Gebr. Edelbrock in Gescher goss. Jede trägt die Inschrift „COL. MERCINIAE MCMLVII“ sowie ein Relief des jeweiligen Namensgebers.
Zeitstrahl
- 1241Älteste Erwähnung des Ortes Merkenich
- 1285Erste urkundliche Erwähnung der Kirche
- um 1630Predigtkanzel aus St. Lupus gefertigt
- 1886Alter Bau bis auf Turm abgerissen, neoromanischer Neubau errichtet
- 1957Guss der drei Glocken durch Hans Hüesker
- 1963Kirche von 1886 durch großen modernen Neubau ersetzt
- 1968Orgel von Ernst Seifert erbaut
- 2011Grundlegende Reinigung und Reparatur der Orgel durch Johannes Klais Orgelbau
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