St. Maria Magdalena zur Busse (Bethlehem-Kloster), Köln
Aus einem Beginenkonvent hervorgegangenes Frauenkloster auf dem Eigelstein, das 1475 die Augustiner-Regel annahm und bis 1802 bestand.
Der Beiname „zur Busse" geht auf einen früheren Hausbesitzer namens Reyner Busse zurück (lateinisch ad pixidem, „zur Büchse").
Quelle: Wikipedia
Auf einen Blick
- Art
- Ehemaliges Frauenkloster, aus einem Beginenkonvent hervorgegangen
- Lage
- Auf dem Eigelstein, heutiger Stadtteil Altstadt-Nord im Stadtbezirk Innenstadt
- Zweitname
- Bethlehem
- Ordensregel
- ab 1475 die der Augustiner-Eremiten
- Bestand
- bis zur Aufhebung durch die Säkularisation 1802
- Überlieferung
- 33 Urkunden und 0,5 m Akten ab 1455 im Landesarchiv NRW
1471 wurden im umgewandelten Kloster zunächst 24 mittellose, arbeitsunfähige Mägde und sogenannte „gefallene Mädchen“ aufgenommen – 1492 kam es dort zu einem Aufstand, vermutlich wegen Zwangsarbeit.
Geschichte
Gestiftet wurde das Haus von Richmud, der Witwe Gottschalks von Wippervurde und Tochter Ludwigs von der Mühlengasse. Es sollte 50 Beginen Platz bieten. Da der Besitz des Konvents begrenzt war, lebten 1452 nur noch acht Beginen hier. 1471 wandelte die Familie Quatermart das Haus in ein Kloster um, das zunächst 24 besitzlose, nicht mehr arbeitsfähige Mägde sowie sogenannte „gefallene Mädchen" aufnahm. Zwei Jahre später ging die Aufsicht an die Stadt Köln über.
Vom Konvent zum Kloster
Ab 1475 folgte die Gemeinschaft der Regel der Augustiner-Eremiten und trug den Namen Bethlehem, was Papst Sixtus IV. ein Jahr später bestätigte. Damit verbunden war die Erlaubnis, eine Kirche mit Altären, Glocke und Glockenturm, Friedhof, Klausur, Dormitorium und Refektorium zu unterhalten. Auf Betreiben Kaisers Friedrich III. unterstützte die Stadt ab 1480 den Bau und gestattete die Verarbeitung von Wolle und Leinen, begrenzte die Bewohnerinnenzahl 1486 jedoch wieder auf 50. Für 1492 verzeichnen Kölner Chronisten einen Aufstand, vermutlich wegen Zwangsarbeit.
Bauten und Verbleib
Nach Clemen/Vogt (1937) soll bereits 1471 eine Kapelle zu Ehren der heiligen Maria Magdalena und der Maria von Ägypten bestanden haben; die Beleglage dafür ist laut Marianne Gechter jedoch schlecht. Belegbar ist hingegen, dass die von Friedrich III. geförderte Kirche 1525 bestand und genutzt wurde. Im 17. Jahrhundert kamen weitere Baumaßnahmen hinzu, darunter eine neue Sakristei. Eine barocke Ausstattung mit Altären, Gemälden, Kanzel und Orgel ist in Dokumenten nachgewiesen, Teile davon sind nicht mehr vorhanden. Mit der Säkularisation wurde das Kloster 1802 aufgehoben; die Immobilien gingen an die städtische Armenverwaltung, die Kirche wurde anschließend abgerissen.
Zeitstrahl
- 1452Nur noch acht Beginen leben im Haus
- 1471Umwandlung in Kloster durch Familie Quatermart
- 1473Aufsicht über das Haus geht an die Stadt Köln
- 1475Annahme der Augustiner-Eremitenregel, Name Bethlehem
- 1476Papst Sixtus IV. genehmigt die Klostergründung
- 1480Stadt unterstützt Bau von Kloster und Kirche
- 1486Bewohnerinnenzahl wieder auf 50 beschränkt
- 1492Aufstand im Kloster verzeichnet
- 1802Auflösung des Klosters, Kirche später abgerissen
Karte
Blaue Punkte: andere Orte in der Nähe – zum Stöbern antippen.
Das könnte dich auch interessieren – themenverwandt oder in der Nähe
Kommentare
- Lade Kommentare…
Quellen & Links
Automatisch erstellt, zuletzt geprüft: 2026-09-15
Wie diese Seite entsteht
Diese Seite stützt sich auf offene Quellen — Wikipedia, Wikidata, offizielle Webseiten und offene Daten der Stadt. Jede Angabe wird gegen die hier verlinkten Quellen geprüft, und die Seiten werden regelmäßig aktualisiert.
Trotzdem einen Fehler entdeckt? Sag uns unten Bescheid — wir lesen jede Einsendung.





