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© Chris06 · CC BY-SA 4.0

Luthernotkirche

Aus dem Schutt der zerstörten Lutherkirche errichtete Notkirche nach Plänen Otto Bartnings – unter den erhaltenen Notkirchen vollständig bewahrt.

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Ihren Namen trägt der evangelische Sakralbau nach dem Reformator Martin Luther. Er steht im Kölner Stadtteil Mülheim und geht auf eine im Zweiten Weltkrieg zerstörte Vorgängerkirche zurück.

Auf einen Blick

Art
Evangelischer Sakralbau, benannt nach Martin Luther
Lage
Kölner Stadtteil Mülheim, Nordrhein-Westfalen
Bau des Kirchenschiffs
1948 bis 1949
Architekt
Otto Bartning
Sitzplätze
über 400
Denkmalschutz
seit dem 12. September 1988 als Baudenkmal eingetragen (Nummer 4692)
Wusstest du?

Der Kirchenbau wurde 1948/49 buchstäblich aus den Trümmern der 1944 zerstörten Vorgängerkirche errichtet: Bruchstücke der alten Lutherkirche sind in die freitragende Holzkonstruktion eingemauert.

Geschichte

Zuvor prägte die Lutherkirche den Ort, entworfen von Emil Schreiterer und Bernhard Below und zwischen 1893 und 1895 als Neorenaissance-Bau mit weiter Emporenhalle ausgeführt. Sie war Zentralkirche der Mülheimer Gemeinde, bis Luftangriffe sie 1944 zerstörten. Neben der stehen gebliebenen Turmruine entstand danach das neue Kirchenschiff. Am 19. Juni 1948 wurde der Grundstein gelegt, am 16. Januar 1949 nahm der rheinische Präses Heinrich Held die Einweihung vor. Amerikanische Lutheraner beteiligten sich mit 10.000 Dollar an der Finanzierung.

© HOWI - Horsch, Willy · CC BY 3.0

Eine Notkirche unter vielen

Bartning entwarf in Deutschland 48 weitere Notkirchen. Von den heute noch existierenden ist die Mülheimer Luthernotkirche vollständig erhalten.

© HOWI - Horsch, Willy · CC BY-SA 4.0

Architektur

Den einschiffigen Saalbau prägt eine freitragende Holzkonstruktion, die den Innenraum waagerecht wie senkrecht ordnet; zwischen ihren Feldern stecken eingemauerte Trümmersteine der Vorgängerkirche. Das Satteldach erinnert an einen umgedrehten Schiffsrumpf. Ein hohes, gemeißeltes Kreuz in Vierkantform steht im vieleckigen Altarraum. Weiß verputzt zeigt sich das Äußere, das ein umlaufendes Fensterband unter dem Dach trägt und von zwei flachgedeckten, eingeschossigen Anbauten begleitet wird.

© geistreich - jugend macht kirche · CC BY-SA 3.0 de

Der Turm

Als Ruine überdauerte der Turm den Krieg und erhielt beim Wiederaufbau eine vereinfachte Gestalt. Seine achteckigen Obergeschosse öffnen sich mit großen Rundfenstern. Eine schlichte Kupferdeckung trat 1966 an die Stelle der einstigen Dachlaterne, zwischen 1968 und 1978 folgte eine Sanierung.

© Ev. Kirchengemeinde Mülheim am Rhein · CC BY-SA 3.0 de

Heute

Die Mülheimer Kantorei probt in der Kirche, die zugleich als Jugendkirche dient.

© geistreich - jugend macht kirche · CC BY-SA 3.0 de

Zeitstrahl

  1. 1893–1895
    Bau der ehemaligen Lutherkirche als Neorenaissance-Bau
  2. 1944
    Zerstörung der Lutherkirche durch Luftangriffe
  3. 19. Juni 1948
    Grundsteinlegung der Luthernotkirche
  4. 1948–1949
    Errichtung des Kirchenschiffs nach Plänen von Otto Bartning
  5. 16. Januar 1949
    Einweihung der Luthernotkirche durch Präses Heinrich Held
  6. 1966
    Kupferbedachung ersetzt ursprüngliche Dachlaterne des Turms
  7. 1968–1978
    Sanierung des Turms
  8. 12. September 1988
    Eintragung in die Liste der Baudenkmäler unter Nummer 4692

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Automatisch erstellt, zuletzt geprüft: 2026-09-05

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