Kapelle St. Georg
Spätgotische Kapelle in Köln-Weiß mit Ursprüngen von 1433 und Ausmalungen aus den 1980er Jahren.
Als Station Nummer 8 des Kulturpfads Rodenkirchen fügt sich die Kapelle in einen örtlichen Rundweg ein.
Quelle: Wikipedia
Auf einen Blick
- Art
- Römisch-katholische Kapelle, Saalkirche mit Halbkreisapsis
- Baustil
- im Kern spätgotisch
- Lage
- Stadtteil Weiß, Stadtbezirk Rodenkirchen
- Benannt nach
- Georg
- Gemeinde
- Katholische Kirchengemeinde Im Rheinbogen
- Erste Erwähnung
- 1433
Als die Dorfbewohner von Weiß die spätgotische Kapelle im 15. Jahrhundert errichteten, wurde der Kölner Erzbischof Dietrich von Moers erst nach Fertigstellung des Baus davon in Kenntnis gesetzt.
Geschichte
Eine erste schriftliche Nennung stammt aus dem Jahr 1433. Der Urkunde zufolge hatten die Dorfbewohner das Bauwerk selbst geschaffen und den Kölner Erzbischof Dietrich von Moers erst nach Abschluss der Arbeiten unterrichtet. Für Instandhaltung wie auch für das Gehalt des Priesters kamen die Bewohner selbst auf. Zunächst war die Kapelle der Pfarrkirche St. Servatius in Immendorf zugeordnet, seit dem 18. Jahrhundert dann St. Remigius in Sürth. Ein Ausbau folgte 1821, eine weitere Vergrößerung 1923 anlässlich der Erhebung zur selbstständigen Pfarrei.
Krieg und Wiederaufbau
Während des Zweiten Weltkriegs trug das Gebäude schwere Schäden davon und brannte 1944 aus. Die Weißer entschieden sich 1953/54 dafür, weiter südlich eine neue Pfarrkirche St. Georg zu bauen. Den ursprünglichen Bau versetzte man 1965 wieder in seine alte Gestalt, verzichtete dabei jedoch auf den Erweiterungsteil.
Ausstattung und Renovierungen
Eine gründliche Instandsetzung und Umgestaltung des Innenraums fand in den 1980er Jahren statt. Elmar Hillebrand, Anna M'barek und Theo Heiermann versahen den Innenraum 1985 mit Malereien; ebenfalls aus dieser Phase stammt das Maßwerkfenster von Elmar Hillebrand im Chorraum. Von November 2023 bis März 2024 wurde das Innere unter der Leitung des Kölner Architekten Jens Kratzheller erneuert. Die Bilder bearbeiteten dabei Anna M'barek, Clemens Hillebrand und Paul Heiermann unter fachlicher Begleitung der Firma Restauratoren Karthäuserhof.
Glocken
Zwei Glocken hängen im Dachreiter, deren Ursprung und Entstehungszeit nicht sicher belegt sind. Die eine gilt als Werk des Kaiserslauterner Gießers Johann Georg Pfeiffer und soll 1922 entstanden sein; ihr Schlagton ist e²+6⁄16. Die andere wird auf 1825 und Heinrich Claren zurückgeführt und erklingt auf gis²−4⁄16.
Zeitstrahl
- 1433Erste urkundliche Erwähnung der Kapelle
- 1821Ausbau der Kapelle
- 1923Erhebung zur eigenständigen Pfarrei und weitere Vergrößerung
- 1944Starke Beschädigung und Ausbrennen im Zweiten Weltkrieg
- 1953/54Beschluss, weiter südlich eine neue Pfarrkirche St. Georg zu errichten
- 1965Wiederherstellung der alten Kapelle in ursprünglicher Form als Saalkirche
- 1985Ausmalung durch Elmar Hillebrand, Anna M'barek und Theo Heiermann
- 2023–2024Umfassende Innenrenovierung unter Leitung von Jens Kratzheller
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