Em Golde Kappes
Traditionsreiche Kölschkneipe in Nippes seit 1913, denkmalgeschützt und Wachlokal der Nippeser Bürgerwehr, nach Insolvenz 2009 unter der Cölner Hofbräu Früh neu eröffnet.
Em Golde Kappes ist eine traditionsreiche Kölschkneipe im Stadtteil Nippes, deren Name auf Kölsch „Im goldenen Kohl" bedeutet. Seit 1913 verkörpert das denkmalgeschützte Bierhaus an der Neusser Straße ein Stück lebendige Kölner Wirtshauskultur.
Auf einen Blick
- Eröffnet
- 30. August 1913 durch den Nippeser Wirt Matthias Becker
- Adresse
- Neusser Straße 295, Köln-Nippes
- Denkmalschutz
- seit 23. Juni 1989 (Nr. 5095)
- Größe
- rund 300 m², bis zu 350 Gäste, Biergarten mit etwa 120 Plätzen
- Bewirtung
- klassisch am Tisch durch den Köbes
- Karneval
- Wachlokal der Nippeser Bürgerwehr von 1903
- Neustart
- 5. November 2009 unter der Cölner Hofbräu Früh
Herkunft des Namens und Geschichte
Als Matthias Becker sein „obergäriges Bierhaus" 1913 eröffnete, warb er per Anzeige um „gütigen Zuspruch". Der ungewöhnliche Name geht auf die gegenüberliegende Florastraße zurück, die vor 1864 noch Kappesgasse hieß – „Kappes" ist das kölsche Wort für Kohl. 1989 wurde das Haus als Baudenkmal unter Schutz gestellt, und im Oktober 1995 sicherte man sich die Bezeichnung „Em Golde Kappes" als eingetragene Wort-Bildmarke.
Ausstattung und Karnevalstradition
Über dem Haupteingang hängt ein vergoldeter Kohlkopf mit Brauerstern, ein zweiter ziert als Freske den Eingangsbereich; an der Nordfassade stellen vier Masken die vier Temperamente dar – Choleriker, Phlegmatiker, Melancholiker und Sanguiniker. Im Inneren prägen geschliffene Holztische, Holzverzierungen und kleine Bleiglasfenster die Atmosphäre, dazu das erhaltene Thekenschaaf, der sogenannte „Beichtstuhl". Eine „kölsche Fooderkaat" führt die Speisen im Dialekt samt hochdeutscher Übersetzung. Ein echtes Brauhaus war der „Kappes" allerdings nie: Bis 2009 floss hier per Liefervertrag Mühlen-Kölsch aus der Brauerei zur Malzmühle. Als Wachlokal der Nippeser Bürgerwehr von 1903 ist die Kneipe fest im Kölner Karneval verankert und verleiht seit 2000 den nach ihr benannten Orden „Goldene Kappes".
Insolvenz und Neustart 2009
Nach mehreren Generationen im Besitz der Familie Becker geriet der Betrieb in Schieflage: Am 1. September 2008 eröffnete das Amtsgericht Köln das Insolvenzverfahren, und Ende Januar 2009 wurde allen 17 Beschäftigten gekündigt. Im Juni 2009 ging die Immobilie an eine Gesellschaft rund um die Geschäftsführung der Früh-Brauerei über. Nach umfangreichen Sanierungsarbeiten – bis hin zur Neuvergoldung des „Kappes" – eröffnete das Lokal am 5. November 2009 unter der Cölner Hofbräu Früh neu. Trotz Kompletterneuerung blieb der rustikale Charakter erhalten: Auf 300 Quadratmetern verteilen sich ein großer Gastraum im Erdgeschoss und zwei Säle im Obergeschoss, dazu der Biergarten direkt vor dem Haus.
Karte
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Adresse
Neusser Str. 295
50733 Köln
Öffnungszeiten
Mo: 11:30–22:30
Di: 11:30–22:30
Mi: 11:30–22:30
Do: 11:30–22:30
Fr: 11:30–00:00
Sa: 11:30–00:00
So: 12:00–22:00
Kontakt
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Quellen & Links
- Offizielle Website
- Offizielle Website (abgerufen 2026-08-19)
- Wikipedia (abgerufen 2026-08-18, rev 263848378)
- Wikidata (abgerufen 2026-08-18)
Automatisch erstellt, zuletzt geprüft: 2026-08-18
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