Brauhaus Sion
Kölner Altstadt-Brauhaus mit Brautradition bis 1318 — Stammhaus des Sion-Kölsch und Station des Brauhauswanderwegs.
Das Brauhaus Sion ist eine frühere Brauerei, die heute als Gastwirtschaft in der Kölner Altstadt betrieben wird. Am selben Standort knüpft es an eine Schankwirtschaft an, die 1318 erstmals unter der Adresse „Unter Taschenmacher zu Köln“ aktenkundig wurde.
Auf einen Blick
- Art
- Brauereischänke / Gastwirtschaft
- Lage
- Altstadt-Nord (Innenstadt), am Alter Markt
- Adresse
- Unter Taschenmacher 5–7
- Tradition seit
- 1318
- Marke
- Sion-Kölsch
- Sitzplätze
- circa 600
- Küche
- regionale Rheinische Küche
Das Brauhaus Sion braut sein Bier seit dem Zweiten Weltkrieg gar nicht mehr selbst: Nachdem die Hausbrauerei 1942 durch Bomben zerstört wurde, ließ Hans Sion das Sion-Kölsch fortan als Lohnbräu in anderen Kölner Brauereien herstellen – seit 1993 in der Bergischen Löwenbrauerei in Köln-Mülheim.
Das kannst du hier erleben
- Frisch gezapftes Sion-Kölsch vom Fass probieren
- Rheinische Klassiker wie Halver Hahn, Rievkoche oder Kölscher Kaviar genießen
- In urige Brauhaus-Atmosphäre der Kölner Altstadt eintauchen
- Auf den Spuren von über 700 Jahren Brautradition schlemmen
- Das Brauhaus als Station des Kölner Brauhauswanderwegs ansteuern
- Am Alter Markt einkehren und das Treiben der Altstadt erleben
Geschichte
Für das Jahr 1318 ist auf dem Grundstück des heutigen Hauses der Bierbrauer Johannes Braxator als Besitzer überliefert; festgehalten ist das Anwesen in einem Eintrag im Schreinsbuch von St. Laurenz. Hergestellt wurde seinerzeit Medebier, dem Kräuter und Honig beigegeben wurden. Weil das Braurecht in Köln jeweils an das Haus gekoppelt war, gilt das Brauen für das frühe 14. Jahrhundert als belegt; auf diese Haustradition nimmt die Marke „Sion“ Bezug. Im Lauf der Jahrhunderte wechselten Brauer und Betrieb mehrfach den Besitzer. Jean Sion, der einer Eifeler Brauerfamilie entstammte, leitete die Hausbrauerei bis zu seinem Tod 1915; 1936 übernahm Hans Sion. Den Namen „Dombräues“ musste das Brauhaus gegen Ende der 1930er Jahre ablegen, weil die Hirsch-Brauerei aus Bayenthal mit ihrer Marke „Dom-Pils“ eine Klage dagegen gewonnen hatte.
Zerstörung und Wiederaufbau
Ein Bombentreffer am 31. Mai 1942 setzte die Hausbrauerei weitgehend außer Betrieb; gegen Kriegsende wurde das Gebäude vollständig zerstört. Hans Sion errichtete das Haus erneut und firmierte fortan als „Brauhaus Sion“. Im Gebäude selbst nahm man das Brauen nicht wieder auf — das Bier wurde als Lohnbräu in anderen Kölner Brauereien gefertigt, ab 1993 unter anderem in der Bergischen Löwenbrauerei in Köln-Mülheim.
Wissenswertes
Das Brauhaus zählt zu den Stationen des Kölner Brauhauswanderwegs, den Hans Sion 1997 gemeinsam mit dem Schriftsteller Franz Mathar und der Hans-Sion-Stiftung ins Leben rief.
Heute
Gereicht werden vorwiegend Gerichte der Rheinischen Küche. Zum Sion-Kölsch vom Fass kommen Kleinigkeiten wie Halver Hahn, Rievkoche oder Kölscher Kaviar auf den Tisch.
Zeitstrahl
- 1318Erste urkundliche Erwähnung als Braustätte unter „Unter Taschenmacher Nr. 5"
- 1835Christian Peter Herbertz betreibt das Haus als Hausbrauerei
- 1904Jean Jüsgen benennt die Brauerei in „Dombrauerei" / „Dombräues" um
- 1915Jean Sion, Gründer der Sion-Linie, stirbt; Erbengemeinschaft übernimmt
- 1936Hans Sion übernimmt Brauerei und Brauhaus
- 1942Bombentreffer am 31. Mai zerstört die Hausbrauerei weitgehend
- 1993Sion-Kölsch wird als Lohnbräu in der Bergischen Löwenbrauerei gebraut
- 1998Hans Sion stirbt; Sohn Hans Georg Sion übernimmt die Führung
Karte
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Adresse
Unter Taschenmacher 5-7
50667 Köln
Öffnungszeiten
Mo: 12:00–00:00
Di: 12:00–00:00
Mi: 12:00–00:00
Do: 12:00–00:00
Fr: 12:00–00:00
Sa: 12:00–00:00
So: 12:00–00:00
Kontakt
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Quellen & Links
- Offizielle Website
- Offizieller Instagram-Account (@brauhaussion)
- Wikipedia (abgerufen 2026-06-24)
- Offizielle Website (abgerufen 2026-06-23)
Automatisch erstellt, zuletzt geprüft: 2026-06-26
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