Zum Inhalt springen
stuff to do in.cologne
© Neulich im Roxy Kino · CC BY 3.0

Brauhaus Schreckenskammer

Traditionsreiches Kölner Brauhaus in der Altstadt-Nord, das seit Jahrhunderten in Familienhand ein eigenes Kölsch ausschenkt.

In der Kölner Altstadt-Nord, nur einen Steinwurf von der romanischen Kirche St. Ursula entfernt, steht das Brauhaus Schreckenskammer in der Tradition eines der ältesten Brauhäuser der Stadt und lässt bis heute seine eigene Kölschsorte brauen.

Auf einen Blick

Art
Kölsch-Brauhaus mit eigener Biermarke
Adresse
Ursulagartenstraße 11-15, Köln (Altstadt-Nord)
Betreiber
Familie Wirtz (seit 1933)
Bier
Schreckenskammer-Kölsch, 5,0 % Alkohol
Wurzeln
Brauhaustradition urkundlich bis ins 15. Jahrhundert
Am heutigen Standort
seit 1960, erweitert 2009

Geschichte

Der Ursprung liegt in der Goldgasse: Laut hauseigener Chronik wurde das dortige Gebäude 1442 erstmals in einem Schreinsbuch erwähnt und 1487 in einer Steuerliste als Brauhaus geführt. Über die Jahrhunderte wechselten Name und Eigentümer mehrfach – 1589 ist der Name "Zum Mailaen" überliefert, ein Neubau der 1650er Jahre hieß "Zum Marienbildchen". Dessen letzter zünftiger Braumeister war 1798 Christian Firmenich, kurz bevor die französische Revolutionsregierung die Kölner Zünfte auflöste.

© Horsch, Willy · CC BY 3.0

Von Krips zu Wirtz

1912 verzeichnet das Kölner Adressbuch den Brauer Johann Krips als Inhaber der Schreckenskammer, der im selben Jahr einen Neubau errichten ließ. Im November 1933 verkaufte er das Brauhaus an den Bierbrauer Ferdinand Wirtz und dessen Sohn Cornelius – Vater und Großvater der heutigen Gesellschafter Hermann-Josef Maria Wirtz und Georg Wirtz. Seither ist der Betrieb in Familienhand.

© Horsch, Willy · CC BY 3.0

Neuanfang an der Ursulagartenstraße

1943 zerstörten alliierte Bombenangriffe das Gebäude am alten Standort. Nach dem Krieg entstand dort ein städtischer Busbahnhof; als Ausgleich erhielt Cornelius Wirtz das Grundstück in der Ursulagartenstraße. Erst 1960 konnte die Gaststätte hier – weiterhin unter dem Namen Schreckenskammer – wiedereröffnen. 2009 wurde sie um ein Nachbargebäude erweitert und ausgebaut.

© Horsch, Willy · CC BY 3.0

Woher der Name kommt

Die Herkunft des Namens "Schreckenskammer" ist ungeklärt. Einer Anekdote zufolge fanden in den Räumen Prüfungen einer benachbarten Eisenbahner-Lehranstalt statt, die den Prüflingen zum "Schrecken" wurden. Eine andere Theorie besagt, zum Tode Verurteilte hätten auf dem Weg zur Hinrichtungsstätte Weckschnapp hier ihre Henkersmahlzeit erhalten.

© Neulich im Roxy Kino · CC BY 3.0

Das Bier

Ausgeschenkt wird das hauseigene Schreckenskammer-Kölsch. Bis 2017 entstand es im Lohnsud bei der Radeberger-Gruppe, seit 2018 braut es die Kölner Früh-Brauerei – seitdem ist es auch im Getränke- und Supermarkthandel erhältlich. Mit 5,0 % Alkohol liegt es leicht über dem Kölsch-Durchschnitt von rund 4,8 % und wird traditionell ohne Zusatz von Kohlensäure in 0,5-l-Euro-Flaschen abgefüllt; seit April 2020 gibt es zusätzlich die 0,33-l-Variante.

© Gordito1869 · CC BY 3.0

Galerie

© Arabsalam · CC BY-SA 4.0 · Commons
© 5snake5 · CC0 · Commons
© Semleiter · CC BY-SA 4.0 · Commons

Karte

Blaue Punkte: andere Orte in der Nähe – zum Stöbern antippen.

Adresse

Ursulagartenstraße 11-15
50668 Köln

Öffnungszeiten

Di: 16:30–23:00

Mi: 16:30–23:00

Do: 16:30–23:00

Fr: 11:00–14:00

Fr: 16:30–00:00

Sa: 11:00–14:00

Sa: 16:30–00:00

Kontakt

0221 132581

Das könnte dich auch interessieren – themenverwandt oder in der Nähe

Brauhaus Früh am Dom

seit 1904
3,3(33)· Google

Traditionsbrauhaus direkt gegenüber dem Dom – seit 1904 kölsche Gastlichkeit, mittelalterlicher Gewölbekeller und Lounge mit Domblick.

Brauhaus Sion

4,0(7.718)· Google

Kölner Altstadt-Brauhaus mit Brautradition bis 1318 — Stammhaus des Sion-Kölsch und Station des Brauhauswanderwegs.

Peters Brauhaus

seit 1994
4,4(8.546)· Google

Brauhaus in der Altstadt seit 1994 – Peters Kölsch und traditionelle Küche, inzwischen mit einem zweiten Haus am Hahnentor.

Kommentare

  • Lade Kommentare…

Quellen & Links

Automatisch erstellt, zuletzt geprüft: 2026-07-18

Wie diese Seite entsteht

Diese Seite stützt sich auf offene Quellen — Wikipedia, Wikidata, offizielle Webseiten und offene Daten der Stadt. Jede Angabe wird gegen die hier verlinkten Quellen geprüft, und die Seiten werden regelmäßig aktualisiert.

Trotzdem einen Fehler entdeckt? Sag uns unten Bescheid — wir lesen jede Einsendung.

Fehlt etwas oder stimmt etwas nicht?

Hilf mit, die Seite besser zu machen — schlag eine Änderung oder einen neuen Ort vor.