ZB MED – Informationszentrum Lebenswissenschaften
Zentrale deutsche Fachbibliothek für Medizin, Gesundheit, Ernährung, Umwelt und Agrarwissenschaften – mit Standort in Köln-Lindenthal.
Das ZB MED – Informationszentrum Lebenswissenschaften ist gemeinsam mit dem Standort Bonn die zentrale Fachbibliothek Deutschlands für Medizin, Gesundheitswesen sowie Ernährungs-, Umwelt- und Agrarwissenschaften. Sie versorgt Wissenschaft, Forschung und Studierende mit Fachliteratur und Information.
Quelle: Wikipedia
Auf einen Blick
- Art
- Zentrale Fachbibliothek und Informationszentrum für die Lebenswissenschaften
- Standorte
- Köln (Medizin, Gesundheitswesen) und Bonn (Ernährung, Umwelt, Agrarwissenschaften)
- Lage Köln
- Stadtteil Lindenthal, Gleueler Straße
- Gegründet
- 1973
- Trägerschaft
- gemeinnützige Stiftung des öffentlichen Rechts, finanziert vom Land NRW
- Suchportal
- LIVIVO mit Zugriff auf über 80 Millionen Datensätze (Stand Juni 2025)
- Öffnung Ausleihe Köln
- Mo–Fr 9–16 Uhr, Lesesäle Mo–Fr 9–19 Uhr
2016 empfahl die Leibniz-Gemeinschaft die Einstellung der Förderung, und tatsächlich wurde die Bund-Länder-Finanzierung zum 31. Dezember 2016 beendet — die Bibliothek überlebte nur dank einer Übergangsfinanzierung und stellte sich neu auf, um die Förderung zurückzugewinnen.
Altersvergleich
Alter im Vergleich mit anderen Kölner Orten.
Auftrag
Als überregionale Einrichtung ergänzt die ZB MED die Bestände anderer Bibliotheken. Zu ihren Schwerpunkten zählen Bestandsentwicklung, Volltextversorgung und Projekte der Informationswissenschaften. Sie engagiert sich in der Bestandserhaltung, etwa bei der Digitalisierung alter Buchbestände und der Langzeitarchivierung. Zu den primären Zielgruppen gehören Forschende in den Lebenswissenschaften an Hochschulen und außeruniversitären Einrichtungen.
Geschichte
Die Einrichtung geht auf eine 1908 in Köln gegründete Bibliothek der Akademie für praktische Medizin sowie auf eine 1847 in Bonn-Poppelsdorf gegründete landwirtschaftliche Lehranstalt zurück. Nach dem Zweiten Weltkrieg wies die Deutsche Forschungsgemeinschaft beiden überregionale Zuständigkeiten zu. 1969 entstand in Köln die Zentralbibliothek der Medizin; ihre erste Satzung erhielt die Bibliothek 1973. 2001 und 2003 kamen die Sammelgebiete Ernährung, Umwelt und Agrarwissenschaften aus Bonn hinzu. Zum 1. Januar 2014 wurde die ZB MED in eine Stiftung umgewandelt.
Digitale Angebote
Das internetbasierte Suchportal LIVIVO ging im April 2015 online und löste nach einer Testphase die früheren Portale Medpilot und Greenpilot ab. Es erschließt Fachdaten aus zahlreichen Datenquellen; angemeldete Nutzerinnen und Nutzer am Standort Köln erreichen lizenzierte Datenbanken, E-Journals und E-Books auch im Fernzugriff. Über das Portal PUBLISSO bündelt die ZB MED ihre Aktivitäten rund um Open-Access-Publizieren und setzt sich für den freien Zugang zu Forschung ein. Zudem fungiert sie als DOI-Vergabestelle für gemeinnützige Online-Angebote der Lebenswissenschaften.
Zeitstrahl
- 1847Gründung der Vorläufereinrichtung „Höhere Landwirthschaftliche Lehranstalt Bonn-Poppelsdorf"
- 1908Gründung der „Bibliothek der Akademie für praktische Medizin" in Köln
- 1969Gründung der Zentralbibliothek der Medizin (ZBM) in Köln
- 1973Erste Satzung am 3. Juli 1973; offizielle Gründung der Einrichtung
- 2003Agrarwissenschaften der Deutschen Zentralbibliothek für Medizin zugeschlagen; Gründung von German Medical Science (gms)
- 2014Am 1. Januar Umwandlung in eine Stiftung; Umbenennung zu ZB MED – Leibniz-Informationszentrum Lebenswissenschaften
- 2015April: LIVIVO-Suchportal geht online; Oktober: Open-Access-Portal PUBLISSO startet
- 2016GWK beschließt am 24. Juni das Ende der Bund-Länder-Förderung zum 31. Dezember 2016
Karte
Blaue Punkte: andere Orte in der Nähe – zum Stöbern antippen.
Kommentare
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Quellen & Links
- Offizieller Instagram-Account (@zb_med)
- Wikidata (abgerufen 2026-06-26)
- Wikipedia (abgerufen 2026-06-26)
Automatisch erstellt, zuletzt geprüft: 2026-06-27


