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© Raimond Spekking · CC BY-SA 4.0

WDR Arkaden

Gebäude des WDR mit arkadenartiger Fassade von Gottfried Böhm — bekannt für Live-Übertragungen zur Kölner Weiberfastnacht.

Eintritt frei Kostenlos Bei Regen Indoor

Für den wachsenden WDR reichten die vorhandenen Raumkapazitäten nicht mehr aus, weshalb ein Neubau nötig wurde.

Auf einen Blick

Art
Gebäude des WDR (Westdeutscher Rundfunk)
Lage
Köln, Stadtteil Altstadt-Nord (Stadtbezirk Innenstadt), an der Nord-Süd-Fahrt/Breite Straße
Maße
70 Meter lang, 17 Meter breit, sechs Stockwerke
Architekt
Gottfried Böhm
Baujahr
Grundsteinlegung 1994, Eröffnung 1996
Bekannt für
Live-Übertragungen zur Kölner Weiberfastnacht
Wusstest du?

Der WDR gehört das Gebäude gar nicht selbst: Es wurde über ein Leasingmodell finanziert, wobei der WDR erst nach 20 Jahren Leasingdauer das Gebäude für 30,68 Millionen Euro käuflich erwerben kann.

Von der Planung zum Bau

Den 1680 m² großen Baugrund an der Nord-Süd-Fahrt erwarb der WDR bereits 1968 von zwei Privatpersonen und der Stadt Köln und verpflichtete sich, das Areal bis zum 31. Dezember 1980 zu bebauen. Wegen der ungeklärten städtischen Planung an der Nord-Süd-Fahrt zog sich das Vorhaben hin. Im Dezember 1987 beschloss der Rat der Stadt Köln, die Frist für den Bauantrag nicht ein weiteres Mal zu verlängern. 1989 wurde eine Bauanfrage der „moderne stadt GmbH“ positiv beschieden. Im April 1991 übernahm Gottfried Böhm die Bauplanung, im August 1992 stimmte der WDR-Verwaltungsrat zu.

© User Bodoklecksel on de.wikipedia · CC BY-SA 3.0

Archäologische Funde

Vor Baubeginn wurde das Gelände von Oktober 1993 bis April 1994 archäologisch untersucht. Die Ausgrabungen förderten denkwürdige Erkenntnisse über die Siedlungsgeschichte Kölns zutage. Erst danach, am 11. Oktober 1994, erfolgte die Grundsteinlegung; die feierliche Eröffnung fand am 22. Oktober 1996 statt.

© Elke Wetzig ( Elya ( talk )) · CC BY-SA 3.0

Architektur

Gottfried Böhm gestaltete eine stark gegliederte Fassade mit zahlreichen Formwechseln und einer geschosshohen Verglasung. Die arkadenartige Bauform gab dem Gebäude seinen Namen. Fassade und Verglasung setzen städtebauliche Akzente und sollten gestalterische Impulse auf die umliegende Bebauung geben. Im Inneren liegt ein Lichthof mit einer gläsernen, zylindrischen Kuppel.

© Elke Wetzig ( Elya ( talk )) · CC BY-SA 3.0

Finanzierung

Anders als bei früheren WDR-Gebäuden erfolgte die Finanzierung über ein Investorenmodell: Der WDR war Bauherr, trat aber als Immobilien-Leasingnehmer auf, obwohl er als Anstalt des öffentlichen Rechts die steuerlichen Abschreibungen nicht nutzen konnte. Als Leasinggeber fungierte die eigens gegründete „Züblin Grundstücksverwaltungsgesellschaft mbH“; das Gebäude wurde in die Fondsgesellschaft „Züblin Grundstücksverwaltungsgesellschaft mbH und Co. Fondsobjekt Köln KG“ eingebracht, die der Ed. Züblin AG und der HL Hannover Leasing GmbH gehörte. Die Leasingdauer wurde auf 20 Jahre vereinbart; danach kann der WDR das Gebäude für 30,68 Millionen Euro erwerben.

© Pkw98 · CC BY-SA 3.0

Nutzung heute

Im Gebäude arbeiten 350 WDR-Mitarbeiter. In den Etagen zwei bis sechs sind die WDR-Bibliothek, der Datendienst, das Pressearchiv und das Historische Archiv untergebracht. Seit Februar 2014 befindet sich hier der zentrale Newsroom für die Nachrichtensendungen der WDR-Hörfunkprogramme; die Nachrichtensprecher sind in dessen Nachrichtenredaktion integriert. Auch das WDR-Lokalzeit-Studio Köln hat hier seinen Sitz.

© giggel · CC BY 3.0

Erdgeschoss und Kantine

Im ersten Stockwerk liegt die WDR-Zentralkantine. Das Erdgeschoss beherbergt eine wie eine Einkaufspassage angelegte Ladenebene mit 28.000 m² Gewerbefläche. Als Ankermieter sind die Deutsche Post und der WDR-Laden „Maus & Co.“ vertreten, der Merchandising rund um die Maus und Käpt'n Blaubär anbietet. Eine Tiefgarage bietet 160 Stellplätze.

© Gabriele Giuseppini · CC BY 3.0

Zeitstrahl

  1. 1968
    WDR erwirbt Großteil des Grundstücks an der Nord-Süd-Fahrt
  2. Dezember 1987
    Stadtrat Köln lehnt weitere Fristverlängerung für Bauantrag ab
  3. 1989
    Bauanfrage der 'moderne stadt GmbH' wird positiv beschieden
  4. April 1991
    Gottfried Böhm übernimmt die Bauplanung
  5. August 1992
    WDR-Verwaltungsrat stimmt dem Bauvorhaben zu
  6. Oktober 1993 – April 1994
    Ausgrabungsarbeiten auf dem Baugelände
  7. 11. Oktober 1994
    Grundsteinlegung für die WDR Arkaden
  8. 22. Oktober 1996
    Feierliche Eröffnung des Gebäudes
  9. Februar 2014
    Zentraler Newsroom der WDR-Hörfunkprogramme wird eingerichtet

Galerie

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Automatisch erstellt, zuletzt geprüft: 2026-09-17

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