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© Raimond Spekking · CC BY-SA 4.0

Opernterrassen

Gastronomie-Pavillon von 1957 nach Plänen Wilhelm Riphahns – ein Zeugnis der Kölner 1950er-Jahre-Architektur am Offenbachplatz.

Der Bau gehörte zum Ensemble aus Opernhaus und Schauspielhaus, das Wilhelm Riphahn am Offenbachplatz gestaltete.

Auf einen Blick

Art
Ehemaliges Geschäftshaus und Restaurant, Pavillonbau
Lage
Brüderstraße 2–4, Altstadt-Nord, Stadtbezirk Innenstadt
Baujahr
1957
Architekt
Wilhelm Riphahn
Denkmalschutz
Baudenkmal in Nordrhein-Westfalen seit 19. Mai 1989
Besonderheit
Für die Sanierung bis auf zwei Außenmauern niedergelegt
Wusstest du?

Von dem 1957 errichteten Pavillon blieben bei der Sanierung nur die südliche und östliche Außenmauer stehen – der Rest wurde komplett abgerissen, obwohl das Gebäude seit 1989 unter Denkmalschutz steht.

Architektur

Der zweigeschossige Pavillon besaß keramikverkleidete Fassaden, die auf die Nachbargebäude abgestimmt waren. Zur Brüderstraße hin bestand ein dreigeteiltes Fenster mit betontem Rahmen. Zum Offenbachplatz lagen eine verglaste Fassade und eine aufgeständerte Passage zum Opernfoyer. Die beiden Ebenen mit ihren vier Sälen verband eine Art Atrium; darüber lag eine Dachterrasse. Im Vergleich zu den Nachbargebäuden fiel die Gestaltung schlichter und blockhafter aus. Der Bau gilt als wichtiges Zeugnis der Kölner Architektur der 1950er Jahre.

© Raymond - Raimond Spekking · CC BY-SA 3.0

Geschichte und Nutzung

Mit den großen Glasflächen und dem Terrassenvorbau galt der Bau als Gastronomie-Pavillon der 1950er Jahre. Er beherbergte zunächst ein Café sowie das Café Kranzler (Kempinski) und Mövenpick. Bis 2012 diente er vorwiegend als Fest- und Tanzlokal.

© Raymond - Raimond Spekking · CC BY-SA 3.0

Sanierung

Im Zuge der Sanierung des Opernquartiers sollten die Pächter das Gebäude bis Ende Januar 2012 räumen; sie hatten seit Monaten keine Miete mehr gezahlt. Da die Räumung verweigert wurde, reichte die Stadt Köln eine Räumungsklage ein. Für die Sanierung war zunächst ein Zeitraum von drei Jahren veranschlagt. Bis auf die südliche und östliche Außenmauer wurde der Bau niedergelegt, die Passage zur Oper abgebrochen und durch ein auskragendes Dach ersetzt. Nach der Sanierung sollen die Opernterrassen die Vorverkaufskassen, das Kleine Haus des Schauspiels und wieder einen gastronomischen Betrieb aufnehmen.

© Raymond - Raimond Spekking · CC BY-SA 3.0

Kleines Haus am Offenbachplatz

Da die Gesamtsanierung des Opernquartiers erheblich länger dauerte als geplant, nutzte das Schauspiel das Kleine Haus seit September 2016 provisorisch unter dem Namen „Außenspielstätte am Offenbachplatz“. Der Saal war zu diesem Zeitpunkt noch nicht fertig eingerichtet; auf Betreiben des Schauspielintendanten Stefan Bachmann wurde er für einen vorläufigen Spielbetrieb hergerichtet, damit die Bühnen der Stadt Köln am Offenbachplatz wieder präsent sein konnten.

© Raymond - Raimond Spekking · CC BY-SA 3.0

Wissenswertes

Auf einer Seite über Kölner Eventlokale wird der Bau zwiespältig eingeschätzt: Er sei errichtet worden, „um ein kulturpolitisches Aufbruchssignal zu setzen“, doch versprühe die unscheinbare Fassade tagsüber „nur wenig Charme“, sodass manche daran vorbeigingen, ohne die Qualitäten des Veranstaltungsortes wahrzunehmen.

© Raymond - Raimond Spekking · CC BY-SA 3.0

Zeitstrahl

  1. 1957
    Zweigeschossiger Pavillonbau nach Plänen von Wilhelm Riphahn errichtet.
  2. 1989
    Seit dem 19. Mai unter Denkmalschutz gestellt.
  3. 2012
    Bis 2012 vorwiegend als Fest- und Tanzlokal genutzt.
  4. 2012
    Pächter sollten bis Ende Januar das Gebäude geräumt haben.
  5. 2012
    Bauarbeiten zur Sanierung sollten am 18. Juni beginnen.
  6. 2016
    Seit September Nutzung des Kleinen Hauses als „Außenspielstätte am Offenbachplatz“.

Galerie

© Raimond Spekking · CC BY-SA 4.0 · Commons
© Raimond Spekking · CC BY-SA 4.0 · Commons
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Automatisch erstellt, zuletzt geprüft: 2026-09-12

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