Bahnhof Köln Messe/Deutz
Turmbahnhof an der Kölner Messe: Oben fahren Züge über die Hohenzollernbrücke zum Hauptbahnhof, unten halten Fernzüge der Schnellfahrstrecke Köln–Rhein/Main.
Bis November 2004 hieß die Station noch Bahnhof Köln-Deutz. Ihre Wurzeln reichen bis 1845 zurück, als auf der rechten Rheinseite der erste Bahnhof für die Strecke nach Düsseldorf entstand.
Auf einen Blick
- Art
- Turm- und Kreuzungsbahnhof der Deutschen Bahn
- Lage
- rechtsrheinisch im Stadtteil Deutz, Stadtbezirk Innenstadt
- Vorplatz
- Ottoplatz
- Gleise
- zehn Bahnsteiggleise
- Eröffnung
- 11. November 1913 (Grundstruktur)
- Einstufung
- einer von 21 Bahnhöfen der höchsten Preisklasse 1 von DB InfraGO
- Denkmalschutz
- Teile der Tunnelanlagen und der gesamte Ottoplatz
Die „Dombrücke“, die 1859 zwischen Deutz und Köln errichtet wurde, war die erste feste Brücke über den Rhein seit Römerzeiten und hieß im Volksmund „Muusfall“ (Mausefalle).
Zwei Ebenen, zwei Aufgaben
Der Bahnhof ist als Turmbahnhof angelegt. Über den hochliegenden Teil, zu dem auch ein eigener Haltepunkt für S-Bahnen gehört, laufen die Züge weiter über die Hohenzollernbrücke zum Kölner Hauptbahnhof. Im tiefliegenden Teil halten im Normalfall nur Fernverbindungen, die direkt auf die Schnellfahrstrecke Köln–Rhein/Main fahren und den Hauptbahnhof auslassen. Diese Rolle als ICE-Bahnhof geht auf Konzepte zurück, die die Stadt Köln ab 1988 im Zuge der geplanten Schnellfahrstrecke nach Frankfurt entwickelte.
Umsteigen an der Messe
Der Bahnhof dient als Messebahnhof nahe der Köln-Messe. Reisende wechseln hier zwischen Intercity-Express, Regionalbahn, Regional-Express und S-Bahn. Unterirdisch geht es zum nahegelegenen U-Bahnhof Deutz/Messe der Stadtbahn Köln. Eine Seilbahn über den Rhein als direkte Verbindung zum Hauptbahnhof wird immer wieder diskutiert.
Von vier Bahnhöfen zu einem
Der erste Bahnhof war 1845 ein Kopfbahnhof der Köln-Mindener Eisenbahngesellschaft südwestlich des heutigen Standorts in Rheinnähe. 1859 entstand mit der Dombrücke, im Volksmund „Muusfall“, die erste feste Brücke über den Rhein seit der Römerzeit. Der 1913 eröffnete Neubau nach Plänen von Karl Biecker und Hugo Röttcher ersetzte schrittweise die vier Personenbahnhöfe der konkurrierenden Köln-Mindener und Bergisch-Märkischen Eisenbahngesellschaften.
Ort der Deportation
In der Zeit des Nationalsozialismus wurden über den Bahnhof Deutz-Tief fast alle in Köln lebenden Juden deportiert. Der erste Transport fuhr im Oktober 1941 ab, der letzte bekannte am 1. Oktober 1944 ins KZ Theresienstadt. Als Sammellager dienten die Messehallen.
Nach dem Krieg
Die dreischiffige Bahnsteighalle aus Eisen und Glaselementen wurde im Zweiten Weltkrieg zerstört. An ihre Stelle traten Bahnsteigüberdachungen aus Beton.
Zeitstrahl
- 1845Kopfbahnhof der Köln-Mindener Eisenbahn eröffnet (20. Dezember)
- 1859Dombrücke gebaut; Bahnhof wird Anfangspunkt der Deutz-Gießener Bahn
- 1886Bahnsteige des Köln-Mindener Kopfbahnhofs geschlossen (1. Oktober)
- 1911–1913Bau des Rangier- und Abstellbahnhofs Deutzerfeld
- 1913Neuer Deutzer Hauptbahnhof eröffnet (11. November)
- 1941Erster Deportationstransport von Kölner Juden ab Deutz (Oktober)
- 1944Letzter bekannter Transport nach Theresienstadt (1. Oktober)
- 1988Stadt Köln plant Deutz als ICE-Bahnhof
Galerie
Karte
Blaue Punkte: andere Orte in der Nähe – zum Stöbern antippen.
Adresse
Deutz
50679 Köln
Das könnte dich auch interessieren – themenverwandt oder in der Nähe
Kommentare
- Lade Kommentare…
Quellen & Links
- Offizielle Webseite
- Offizielle Webseite (abgerufen 2026-10-21)
- Wikidata (abgerufen 2026-10-21)
- Wikipedia (abgerufen 2026-10-21, rev 271490193)
Automatisch erstellt, zuletzt geprüft: 2026-10-21
Wie diese Seite entsteht
Diese Seite stützt sich auf offene Quellen — Wikipedia, Wikidata, offizielle Webseiten und offene Daten der Stadt. Jede Angabe wird gegen die hier verlinkten Quellen geprüft, und die Seiten werden regelmäßig aktualisiert.
Trotzdem einen Fehler entdeckt? Sag uns unten Bescheid — wir lesen jede Einsendung.





