Schmitz-Säule
Skulptur in der Kölner Altstadt vor Groß St. Martin, die die 50-Meter-Höhenmarke der Stadt kennzeichnet und augenzwinkernd an die Familie Schmitz und die Mondlandung erinnert.
Die Schmitz-Säule steht in der Kölner Altstadt westlich vor der Kirche Groß St. Martin, auf dem von Lintgasse und Brigittengäßchen gesäumten Platz An Groß St. Martin unweit des Alter Markt. Die Skulptur markiert die 50-Meter-Höhenmarke von Köln.
Auf einen Blick
- Art
- Skulptur / Säule
- Höhe
- circa 4,50 Meter
- Grundfläche
- etwa 90 × 90 cm
- Material
- Natursteine auf Betonsockel
- Gestiftet
- 1965 von Architekt Jupp Engels
- Eingeweiht
- 1969
- Standort
- Platz An Groß St. Martin, Altstadt
Geschichte
Die Säule wurde 1965 vom stadtgeschichtlich engagierten Kölner Architekten Jupp Engels (1909–1991) gestiftet und 1969 eingeweiht. Sie besteht aus Natursteinen auf einem Betonsockel, möglicherweise sind darunter auch Steine der römischen Hafengebäude verbaut, die sich ungefähr an dieser Stelle befanden.
Laut Inschrift wurden die verwendeten Steine 1962 beim Haus Em Hahne am Alter Markt ausgegraben und stammen von römischen Hafenbauten der ehemaligen Martinsinsel.
Die Legende Schmitz
Das heutige Martins-Viertel zwischen Alter Markt und Rhein war in römischer Zeit eine Insel zwischen dem Hauptarm und einem westlichen Nebenarm des Rheins. Auf ihr standen zum Hafen gehörende römische Lagerhäuser sowie ein römisches Bad; der Nebenarm wurde kurz vor dem Jahr 1000 zugeschüttet, wodurch der heutige Alter Markt und der Heumarkt entstanden.
Einer Kölner Legende zufolge kam es auf dieser Martinsinsel beim Baden zu Begegnungen zwischen römischen Soldaten und jungen ubischen Frauen. Aus einer solchen Verbindung soll die Familie Schmitz hervorgegangen sein. „Schmitz“ ist im Rheinland der häufigste Familienname; seine Träger gelten scherzhaft als „rheinischer Adel“.
Hochwasser und Mondlandung
An der Säule ist die Höhe des Eis-Hochwassers vom 28. Februar 1784 markiert, durch das große Teile des damals noch selbstständigen Mülheims zerstört wurden.
Der Sockel gedenkt zudem der Mondlandung von Apollo 11, bei der am 21. Juli 1969 Neil Armstrong als erster Mensch den Mond betrat. Wissenschaftler in Bochum errechneten im Auftrag des Stifters den genauen Abstand von der Säule zur Mondoberfläche: 389.994 Kilometer und 100 Meter. Der Stadtführer Uli Kievernagel sieht darin ein Zeichen des „kölschen Größenwahns“, dass die Einweihung der Säule im „Mondfieber“ von 1969 der Mondlandung mindestens ebenbürtig erscheinen sollte.
Wissenswertes
Die Inschriften verteilen sich über vier Seiten der Säule: Die Nordseite trägt die 50-Meter-Marke und die Hochwassermarke, die Westseite erzählt von der Martinsinsel und den Ur-Ahnen der Familie Schmitz, die Südseite widmet sich der Mondlandung, und die Ostseite verweist auf die Herkunft der Steine von den römischen Hafenbauten.
Galerie
Karte
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Adresse
An Groß St. Martin
Köln
Öffnungszeiten
So: 00:00–24:00
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Automatisch erstellt, zuletzt geprüft: 2026-07-11
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