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© A. Weiss · Public domain

Pelzhaus A. Weiss

Früheres Kölner Pelzgeschäft in der Schildergasse mit einem Geschäftshaus von Klotz & Fieth, das bis heute erhalten ist.

Die 1854 gegründete Kürschnerei entwickelte sich über mehrere Jahrzehnte vom Anfertigen von Pelzen nach Maß hin zum Handel mit fertiger Pelzkonfektion.

Auf einen Blick

Art
Ehemaliges Pelzgeschäft mit Kürschnerei
Lage
Schildergasse 14–16, Köln, Altstadt-Nord (Stadtbezirk Innenstadt)
Gegründet
1854 durch Adam Weiß
Architekten des Geschäftshauses
Clemens Klotz und Joseph Fieth
Gebäude
Sechsgeschossiges Geschäftshaus, bis heute erhalten
Laden
Durchschnittlich rund 5 Meter breit, etwa 19 Meter tief
Nachweis
Im Pelz-Fachverzeichnis 1957 geführt, in der Ausgabe 1966 nicht mehr
Wusstest du?

Das schmale, verwinkelte Grundstück in der Schildergasse zwang die Architekten Klotz & Fieth zu einem ungewöhnlichen Kunstgriff: Der Verkaufsraum war nur rund 5 Meter breit, aber etwa 19 Meter tief – fast wie ein Schlauch.

Die Firma A. Weiss

Der Kürschner Adam Weiß eröffnete 1854 eine Kürschnerei mit Pelzverkauf; ein späterer Inhaber war Ludwig Weiss. Zunächst fertigten Kürschner Pelze nach Maß an. Mit der Pelznähmaschine um 1900 und veränderter Mode wuchs das Gewerbe. Ludwig Weiss warb bereits Anfang des 20. Jahrhunderts mit Pelzkonfektion; ein Rechnungsbriefkopf von 1912 nennt zusätzlich ein Rauchwaren-Lager. Ein zusätzliches Lager unterhielt das Unternehmen im Nachbarhaus Nummer 8–12.

© Autor/-in unbekannt Unknown author · Public domain

Das Geschäftshaus

Am bisherigen Firmensitz entstand ein sechsgeschossiges Geschäftshaus, das die Architekten Clemens Klotz und Joseph Fieth errichteten; eine ausführliche Beschreibung erschien im März 1930. Das kleinflächige, verwinkelte Grundstück mit schmaler Front stellte besondere Anforderungen. Die Vorderfront zeigt drei Stockwerke in der Höhe der Nachbarhäuser, darüber liegen drei stufig zurückgesetzte Etagen, die von der Kreuzung Hohe Straße aus sichtbar sind. Große Kalksteinplatten bilden die Außenansicht.

© Autor/-in unbekannt Unknown author (Klotz & Fieth?) · Public domain

Der Laden

Die Ladenfront bestand aus einer großen, in einen Bronzerahmen gefassten Glasfläche, die gebogen zu den nach hinten verlegten Eingängen führte. Das Schaufenster schloss mit einer Mahagonirückwand zum Verkaufsraum ab. Über dem Laden befand sich der Firmenschriftzug „A. Weiss“ aus mattglänzender Bronze, an der Seitenwand des linken Nachbarhauses zusätzlich ein senkrechter Schriftzug „Pelze A. Weiss“. Ein Rollgitter diente dem Schutz gegen Einbruch.

© Autor/-in unbekannt Unknown author (Klotz & Fieth?) · Public domain

Zeitstrahl

  1. 1854
    Kürschner Adam Weiß gründet Kürschnerei mit Pelzverkauf
  2. um 1900
    Aufkommen der Pelzkonfektion durch Pelznähmaschine, Aufschwung der Kürschnerei
  3. 1912
    Rechnung vom 1. Januar erwähnt Pelzwaren-Confection und Rauchwaren-Lager
  4. 1920
    Spätestes Aufnahmedatum der Fotos des neu errichteten Geschäftsgebäudes
  5. März 1930
    Veröffentlichung einer detaillierten Beschreibung des neuen Geschäftsgebäudes
  6. 1955
    Fotos von Carl Detzel zeigen das Schaufenster des Nachbargebäudes
  7. 1957
    Unternehmen noch im Pelz-Fachverzeichnis aufgeführt
  8. 1966
    Unternehmen spätestens in dieser Ausgabe nicht mehr aufgeführt

Galerie

© Autor/-in unbekannt Unknown author (Klotz & Fieth?) · Public domain · Commons
© Raimond Spekking · CC BY-SA 4.0 · Commons
© Unknown (Bain News Service, publisher) · Public domain · Commons
© Raimond Spekking · CC BY-SA 4.0 · Commons
© Raimond Spekking · CC BY-SA 4.0 · Commons
© A. Weiss · Public domain · Commons

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Automatisch erstellt, zuletzt geprüft: 2026-09-13

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