Kölner Wappen
Drei goldene Kronen für die Heiligen Drei Könige und elf schwarze Flammen für die Heilige Ursula – ein Wappen mit über 700-jährigem Wandel.
Das heutige Wappen geht auf das Wappen der Freien Reichsstadt Köln zurück, deren Status die Stadt 1475 erhielt. Bis heute prägt es zahlreiche Logos und Embleme Kölner Institutionen und Unternehmen.
Quelle: Wikipedia
Auf einen Blick
- Art
- Wappen der Stadt Köln
- Herkunft
- Wappen der Freien Reichsstadt Köln (seit 1475)
- Alter
- seit mehr als 700 Jahren belegt
- Bildsymbole
- drei goldene Kronen, elf schwarze Flammen (5:4:2)
- Farben
- Rot und Weiß
- Schildhalter heute
- doppelköpfiger Adler (seit 1897)
Napoleon verlieh Köln 1811 während der französischen Besatzung ein völlig neues Wappen mit drei goldenen Bienen, einem Merkurstab und einer Mauerkrone, aus der ein Adler herauswächst.
Die drei Kronen
Seit dem 12. Jahrhundert dienen die drei Kronen als Hoheitszeichen der Stadt. Sie erinnern an die Heiligen Drei Könige, deren Reliquien Erzbischof Rainald von Dassel 1164 als Kriegsbeute aus Mailand nach Köln brachte. Die Blasonierung nennt drei goldene dreiblättrige Kronen balkenweise im roten Schildhaupt. Bis um 1550 zeigte das Wappen allein diese Kronen auf silbernem Grund.
Die elf Flammen
Seit dem 16. Jahrhundert kamen elf schwarze Flammen hinzu. Sie verweisen auf die Heilige Ursula, der Legende nach Tochter des bretonischen Königs Maurus. Eigentlich stellen die Flammen Hermelinschwänze dar, wie sie im Wappen der Bretagne vorkommen. Der Legende nach kehrte Ursula mit zehn Gefährtinnen von einer Pilgerreise aus Rom zurück; aus den elf Jungfrauen wurden im mittelalterlichen Reliquienkult 11.000. Bei Köln sollen sie von den Hunnen unter Attila getötet worden sein. Viele in und um Köln gefundene Gebeine, oft aus römischen Grabmälern an den Ausfallstraßen, wurden im Lauf der Jahrhunderte den Gefährten Ursulas zugerechnet.
Schildhalter und Oberwappen
Die Farben Rot und Weiß gehen darauf zurück, dass Köln neben Lübeck zu den Mitbegründerinnen der Hanse zählte. Der Wappenschild liegt seit 1897 auf einem doppelköpfigen, nimbierten, goldbewehrten und rotbezungten Adler mit Schwert und Zepter in den Fängen; er soll an den 1475 verliehenen Status als Freie Reichsstadt erinnern. Vor 1794 hielten stattdessen ein Löwe und ein Greif den Schild. Als Oberwappen dient ein roter Turnierhut mit Hermelinkrempe und einem oben mit Pfauenfedern besetzten Schildbrett.
Wappen unter Napoleon
Während der französischen Besatzung verlieh Napoleon der Stadt 1811 ein neues Wappen und ordnete Köln als eine der Städte erster Ordnung unter den „Guten Städten“ des Kaiserreichs ein. Der Schild zeigte im roten Schildhaupt drei goldene Bienen und darunter einen schwarzen, unten gezackten Balken in Rot. Das Oberwappen bildete ein Merkurstab, darüber eine goldene Mauer mit siebenzinniger Mauerkrone, aus der ein goldener Adler wächst. Den Schild umgab ein von roten Bändern umflochtener goldener Kranz, rechts aus Olivenzweigen und links aus Eichenzweigen.
Wissenswertes
Köln war Ausgangspunkt der Köln-Mindener Eisenbahn. Deshalb tragen einige Bahnhöfe wie Minden oder Bremen an der Hamburg-Venloer Bahn das Kölner Wappen. Vom kurkölnischen Wappen unterscheidet es sich deutlich: Dieses zeigt in Silber ein schwarzes Balkenkreuz und findet sich bis heute in vielen Kreis-, Stadt- und Ortswappen im Kölner Umland sowie in den ehemals kurkölnischen Gebieten Westfalens.
Zeitstrahl
- 1164Erzbischof Rainald von Dassel bringt die Reliquien der Heiligen Drei Könige nach Köln.
- 12. JahrhundertDie drei Kronen werden Hoheitszeichen der Stadt.
- 1475Köln wird Freie Reichsstadt; das Wappen geht darauf zurück.
- 16. JahrhundertDie elf schwarzen Flammen zieren seit dieser Zeit das Stadtwappen.
- bis um 1550Ältere Blasonierung: Silber mit rotem Schildhaupt und drei goldenen Kronen.
- vor 1794Das Dreikronenwappen wird von Löwe und Greif als Schildhalter gehalten.
- 1811Napoleon verleiht Köln während der französischen Besatzung ein neues Wappen.
- 1897Der Wappenschild liegt seither auf einem doppelköpfigen Adler.
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Automatisch erstellt, zuletzt geprüft: 2026-09-23
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