St. Pankratius
Schlichte katholische Pfarrkirche der 1960er Jahre mit freistehendem 40-Meter-Turm und abstrakten Fenstern in Blau- und Rottönen.
Als Nachfolgebau einer im Zweiten Weltkrieg beschädigten Vorgängerkirche steht St. Pankratius für den nüchternen Kirchenbau seiner Entstehungszeit.
Quelle: Wikipedia
Auf einen Blick
- Art
- Katholische Pfarrkirche
- Lage
- Köln, Stadtbezirk Lindenthal
- Bauzeit
- 1960 bis 1962
- Architekt
- Bernhard Rotterdam
- Turm
- freistehend, 40 Meter hoch
- Sitzplätze
- 335 im Normalbetrieb
- Patrozinium
- Heiliger Pankratius
Die heutige Kirche von 1960–1962 ersetzte einen neugotischen Bau von 1908, der zu klein geworden und im Zweiten Weltkrieg so stark beschädigt worden war, dass ein kompletter Neubau nötig wurde.
Geschichte
An der Stelle stand zuvor eine neugotische Kirche, die 1908 nach Entwürfen des Dombaumeisters Bernhard Hertel errichtet worden war, um eine ältere Dorfkirche zu entlasten. Im Zweiten Weltkrieg wurde sie stark beschädigt und war zudem zu klein geworden. Deshalb entschied man sich für einen Neubau, mit dem Bernhard Rotterdam beauftragt wurde.
Architektur
Der quaderförmige Backsteinbau trägt ein sehr flaches Satteldach. An der Eingangsseite ist ein Arkadengang auf schlanken Betonsäulen vorgelagert, dessen Innenbereich teils begrünt ist und der zu den Nebengebäuden überleitet; die Fassade ist hier von 13 kreuzförmigen Fensteröffnungen durchbrochen. Auf der Nordseite schließt ein eingeschossiges Seitenschiff an, dessen Höhe beim Chor wieder zur Dachschräge aufschließt. Große Fensterflächen liegen asymmetrisch zum Raum: auf der plastisch in Beton gestalteten Nordseite oberhalb des Seitenschiffs, auf der Südseite in Höhe des Chors. Der nordöstlich vorgelagerte Turm ruht auf einem Betonskelett, das über zwei Drittel der Höhe mit vertikalen Backsteinstreifen ausgefacht, im oberen Drittel hell verputzt und mit Schallöffnungen versehen ist.
Innenraum
Der weiß gestrichene, rechteckige Saalbau wird von tragenden Betonbindern in sieben Joche gegliedert, die senkrecht entlang der Wände bis in den Giebel verlaufen. Langhaus und Chor sind im Raum zusammengefasst; durch die asymmetrischen Seitenfenster hebt das einfallende Licht beide Bereiche voneinander ab. An der Westwand öffnen sich hinter dem Altar sechs kleine, blumenartig angeordnete Rundfenster. Die Verbreiterung im Chor bietet Platz für Orgel oder Gesangsgruppen, das niedrige Seitenschiff nimmt Beichtstühle und die Andachtskapelle auf.
Ausstattung
Alle Fenster gestaltete Paul Weigmann in abstrakter Komposition, überwiegend in Blau- und Rottönen. Das Triumphkreuz an der Altarrückwand schuf Luise Hundgeburth 1968, den Kreuzweg Emilio Ritz bereits 1958. Die Orgel mit 30 Registern lieferte Weimbs Orgelbau 1970. Das sechsstimmige Geläut goss die Glockengießerei Mabilon 1961; seine Schlagtöne sind d1–e1–g1–a1–h1–d2.
Wissenswertes
Die Kirche liegt im Kölner Stadtbezirk Lindenthal. Zur Stadtteilzuordnung weichen die Angaben voneinander ab: Der Wikipedia-Artikel nennt Junkersdorf, die Lagedaten aus OpenStreetMap verzeichnen dagegen Marsdorf.
Zeitstrahl
- 1908Neugotische Vorgängerkirche nach Entwürfen von Bernhard Hertel erbaut
- 1958Kreuzweg von Emilio Ritz entstanden
- 1960Baubeginn der neuen Kirche nach Plänen von Bernhard Rotterdam
- 1961Sechsstimmiges Geläut von der Glockengießerei Mabilon gefertigt
- 1962Bauvollendung der Kirche St. Pankratius
- 1968Modernes Triumphkreuz von Luise Hundgeburth gestaltet
- 1970Orgel mit 30 Registern von Weimbs Orgelbau gefertigt
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