St.-Marien-Kirche (Köln-Fühlingen)
Neugotische Kirche in Fühlingen mit Spitzbogenfenstern, die aus einer abgerissenen englischen Kirche stammen.
Finanziert wurde der Bau aus dem Erlös eines Gestüts mit Pferderennbahn, das die Kölner Bankiersfamilie von Oppenheim auf der Fühlinger Heide anlegte.
Quelle: Wikipedia
Auf einen Blick
- Art
- Römisch-katholischer Kirchenbau
- Stil
- Neogotik
- Baujahr
- 1887
- Architekten
- Carl Rüdell und Richard Odenthal (später auch Agneskirche)
- Lage
- Am Dorfrand von Köln-Fühlingen, Stadtbezirk Chorweiler
- Zugehörigkeit
- Pfarrverband St. Pankratius Am Worringer Bruch
- Denkmal
- Seit dem 20. Januar 1983 eingetragen (Nr. 1306)
Die großen Spitzbogenfenster der Kirche stammen ursprünglich aus einer englischen Kirche von 1830/1894 und wurden nach deren Abriss 1987 nach Fühlingen gebracht – dabei wurde ein einziges großes Fenster in mehrere Teile zerlegt.
Geschichte
Den Anstoß gab der Kauf eines großen Teils der Fühlinger Heide durch die Familie von Oppenheim im Jahr 1884. Von 1915 bis 1922 wirkte hier Josef Frings als Pfarrrektor, der später Erzbischof, Kardinal und Ehrenbürger von Köln wurde. 1934 folgte eine Erweiterung nach Westen, 1962 kam das niedrige Seitenschiff hinzu.
Kirchenfenster
Die großen Spitzbogenfenster wurden 1830 und 1894 für eine englische Kirche gefertigt und gelangten nach deren Abriss 1987 nach Fühlingen. Die seitlichen Scheiben stammten ursprünglich aus einem einzigen großen Fenster, das für den Einbau zerlegt und aufgeteilt wurde; fehlende Flächen wurden ergänzt. Die Fenster zeigen Szenen aus dem Neuen Testament, von der Verkündigung des Herrn bis zur Bekehrung des Saulus. Die Chorfenster behandeln marianische Themen, die kleinen Scheiben des Seitenschiffs einzelne Bilder der Lauretanischen Litanei.
Ausstattung
Der neugotische Hochaltar wurde 1976 von der Pfarrgemeinde St. Joseph in Viersen erworben. Der moderne Tabernakel von 1962 auf der linken Seite des Kirchenschiffs stammt von Anne Henecka und trägt Elfenbeintafeln mit Szenen aus dem Alten und Neuen Testament. Rechts vom Chor steht eine gotische Marienfigur; ihr Jesuskind schnitzte 1985 anlässlich der Kirchenrenovierung der Brühler Bildhauer Heinrich Hofmann. Die barocke Sebastian-Statue und die Sakristeiglocke gehörten zur alten Kapelle am Roggendorfer Weg, die beim Neubau abgerissen wurde.
Statuen aus dem Nachlass Paessens
Ein großer Teil der heutigen Ausstattungsstücke geht auf Pfarrer Albert Paessens zurück, der fast alle davon erwarb. Aus seinem Nachlass stammen unter anderem eine im Jahr 2000 erworbene gotische Antonius-Skulptur sowie eine barocke Plastik des heiligen Judas Thaddäus.
Wissenswertes
An der Außenwand der Westseite wurde 1964 das Betonrelief eines apokalyptischen Engels von der Bildhauerin Anne Henecka eingelassen.
Zeitstrahl
- 1830Große Spitzbogenfenster für eine englische Kirche hergestellt
- 1887St.-Marien-Kirche erbaut, finanziert aus Gestüt-Erlösen der Familie von Oppenheim
- 1894Weitere Fenster für die englische Kirche hergestellt
- 1915–1922Josef Frings als Pfarrrektor tätig
- 1934Kirche nach Westen hin erweitert
- 1962Niedriges Seitenschiff und moderner Tabernakel von Anne Henecka errichtet
- 1964Betonrelief eines apokalyptischen Engels an der Westseite eingelassen
- 1976Neugotischer Hochaltar von St. Joseph in Viersen erworben
Galerie
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