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© Chris06 · CC BY-SA 3.0

St.-Marien-Kirche (Köln-Fühlingen)

Neugotische Kirche in Fühlingen mit Spitzbogenfenstern, die aus einer abgerissenen englischen Kirche stammen.

Finanziert wurde der Bau aus dem Erlös eines Gestüts mit Pferderennbahn, das die Kölner Bankiersfamilie von Oppenheim auf der Fühlinger Heide anlegte.

Auf einen Blick

Art
Römisch-katholischer Kirchenbau
Stil
Neogotik
Baujahr
1887
Architekten
Carl Rüdell und Richard Odenthal (später auch Agneskirche)
Lage
Am Dorfrand von Köln-Fühlingen, Stadtbezirk Chorweiler
Zugehörigkeit
Pfarrverband St. Pankratius Am Worringer Bruch
Denkmal
Seit dem 20. Januar 1983 eingetragen (Nr. 1306)
Wusstest du?

Die großen Spitzbogenfenster der Kirche stammen ursprünglich aus einer englischen Kirche von 1830/1894 und wurden nach deren Abriss 1987 nach Fühlingen gebracht – dabei wurde ein einziges großes Fenster in mehrere Teile zerlegt.

Geschichte

Den Anstoß gab der Kauf eines großen Teils der Fühlinger Heide durch die Familie von Oppenheim im Jahr 1884. Von 1915 bis 1922 wirkte hier Josef Frings als Pfarrrektor, der später Erzbischof, Kardinal und Ehrenbürger von Köln wurde. 1934 folgte eine Erweiterung nach Westen, 1962 kam das niedrige Seitenschiff hinzu.

© HOWI - Horsch, Willy · CC BY 3.0

Kirchenfenster

Die großen Spitzbogenfenster wurden 1830 und 1894 für eine englische Kirche gefertigt und gelangten nach deren Abriss 1987 nach Fühlingen. Die seitlichen Scheiben stammten ursprünglich aus einem einzigen großen Fenster, das für den Einbau zerlegt und aufgeteilt wurde; fehlende Flächen wurden ergänzt. Die Fenster zeigen Szenen aus dem Neuen Testament, von der Verkündigung des Herrn bis zur Bekehrung des Saulus. Die Chorfenster behandeln marianische Themen, die kleinen Scheiben des Seitenschiffs einzelne Bilder der Lauretanischen Litanei.

© HOWI - Horsch, Willy · CC BY 3.0

Ausstattung

Der neugotische Hochaltar wurde 1976 von der Pfarrgemeinde St. Joseph in Viersen erworben. Der moderne Tabernakel von 1962 auf der linken Seite des Kirchenschiffs stammt von Anne Henecka und trägt Elfenbeintafeln mit Szenen aus dem Alten und Neuen Testament. Rechts vom Chor steht eine gotische Marienfigur; ihr Jesuskind schnitzte 1985 anlässlich der Kirchenrenovierung der Brühler Bildhauer Heinrich Hofmann. Die barocke Sebastian-Statue und die Sakristeiglocke gehörten zur alten Kapelle am Roggendorfer Weg, die beim Neubau abgerissen wurde.

© Chris06 · CC BY-SA 3.0

Statuen aus dem Nachlass Paessens

Ein großer Teil der heutigen Ausstattungsstücke geht auf Pfarrer Albert Paessens zurück, der fast alle davon erwarb. Aus seinem Nachlass stammen unter anderem eine im Jahr 2000 erworbene gotische Antonius-Skulptur sowie eine barocke Plastik des heiligen Judas Thaddäus.

© Chris06 · CC BY-SA 3.0

Wissenswertes

An der Außenwand der Westseite wurde 1964 das Betonrelief eines apokalyptischen Engels von der Bildhauerin Anne Henecka eingelassen.

© Chris06 · CC BY-SA 3.0

Zeitstrahl

  1. 1830
    Große Spitzbogenfenster für eine englische Kirche hergestellt
  2. 1887
    St.-Marien-Kirche erbaut, finanziert aus Gestüt-Erlösen der Familie von Oppenheim
  3. 1894
    Weitere Fenster für die englische Kirche hergestellt
  4. 1915–1922
    Josef Frings als Pfarrrektor tätig
  5. 1934
    Kirche nach Westen hin erweitert
  6. 1962
    Niedriges Seitenschiff und moderner Tabernakel von Anne Henecka errichtet
  7. 1964
    Betonrelief eines apokalyptischen Engels an der Westseite eingelassen
  8. 1976
    Neugotischer Hochaltar von St. Joseph in Viersen erworben

Galerie

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Automatisch erstellt, zuletzt geprüft: 2026-09-05

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