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© Chris06 · CC BY-SA 4.0

Dietrich-Bonhoeffer-Kirche (Köln-Lindenthal)

Evangelisches Gemeindezentrum mit fünfeckiger Saalkirche von 1979/80 im Lindenthaler Ortsteil Deckstein, benannt nach dem NS-Widerständler Dietrich Bonhoeffer.

Die Dietrich-Bonhoeffer-Kirche ist ein 1979 errichtetes evangelisches Gemeindezentrum mit angeschlossener Kirche im Kölner Stadtteil Lindenthal, genauer im Ortsteil Deckstein. Ihren Namen trägt sie nach dem Theologen Dietrich Bonhoeffer, der sich dem Nationalsozialismus widersetzte.

Auf einen Blick

Bautyp
Kleine Saalkirche mit Gemeindezentrum
Grundriss
Fünfeckig (pentagonal)
Architekturbüro
Dr. Schulze Jöhnssen & Vieten
Baujahr
1979, eingeweiht 1980
Stadtteil
Köln-Lindenthal (Deckstein)
Konfession
Evangelisch (Kirchenkreis Köln-Linksrheinisch, Evangelische Kirche im Rheinland)
Material
Weißer Kalksandstein, graues Sichtbeton-Gerüst, schiefergedeckte Dachpyramide
Wusstest du?

Die vier Raumecken der Kirche sind völlig stützenfrei: Nur mittige Betonständer in den Wänden tragen die Balken, sodass die Ecken frei bleiben.

Das kannst du hier erleben

  • Den ungewöhnlichen fünfeckigen Kirchensaal mit stützenfreien Ecken erkunden
  • Das Buntglas-Bildprogramm von Hans Lauten vom Chaos bis zur Versöhnung nachvollziehen
  • Die Schmiedekunst von Thaddäus Schröder an Altarkreuz, Taufbecken und Leuchtern betrachten
  • Nach oben zur offenen Kuppelspitze (Opäum) der hölzernen Deckenpyramide blicken
  • Einen Gottesdienst der evangelischen Gemeinde Lindenthal besuchen

Geschichte

Der Bau geht auf ein ab 1970 für Deckstein geplantes Altenheim zurück: Der damalige Bezirkspfarrer regte an, die vorgesehene Predigtstätte mit einem Gemeindehaus für die evangelischen Christen des Ortsteils zu verbinden. Nachdem dieser Vorschlag 1972 angenommen war, übernahm das Architekturbüro Dr. Schulze Jöhnssen & Vieten Planung und Ausführung. Grundsteinlegung und Richtfest fielen auf denselben Tag, den 28. August 1979; die Einweihung folgte am 11. Mai 1980 mit einem Festgottesdienst. Die Orgel kam erst später hinzu und erklang am 12. Juli 1981 zum ersten Mal.

© Achim Raschka ( talk ) · CC BY-SA 4.0

Architektur

Die Kirche steht auf einem Eckgrundstück am Beginn der Straße „An der Decksteiner Mühle" und der Gleueler Straße, östlich des vom Clarenbach-Werk betriebenen Altenheims, mit den Gemeinderäumen angebaut. Ihre Grundfläche liegt leicht unter dem Straßenniveau. Die sockellosen Wände aus weißem Kalksandstein reichen etwa ein Geschoss hoch bis zu einem umlaufenden Fensterband mit Buntglas; darüber sitzen eine Attika und eine fünfseitige, schiefergedeckte Dachpyramide, die leicht nach Osten versetzt in einen kastenförmigen Aufsatz mündet. Im Inneren tragen mittige Betonständer an den vier Wänden die Balken über und unter den Fenstern, sodass die Raumecken stützenfrei bleiben. Die hölzerne Deckenpyramide öffnet sich an ihrer Spitze zu einem Opäum und greift damit eine Zelt-Metapher aus der Offenbarung des Johannes auf.

© Chris06 · CC BY-SA 4.0

Ausstattung

Altar, Altarleuchter, Kirchenkreuz und Taufbecken stehen zusammen mit zwei barocken Engelsfiguren auf einer einstufigen Estrade in der Ostspitze des Saals. Altarkreuz, Taufbecken und Leuchter schuf der Kunstschmied Thaddäus Schröder und stellte sie zur Einweihung bereit. Die farbigen Glasarbeiten stammen vom Kölner Glasermeister Hans Lauten, der sie noch vor der Einweihung einbaute; ihr Bildprogramm beginnt im Osten mit dem Chaos und der Erschaffung des Lichts aus der Finsternis und führt über Darstellungen der Elemente und Jahreszeiten bis zur Versöhnung.

Zeitstrahl

  1. 1970
    Beginn der Planungen für ein Altenheim in Deckstein, an das die Predigtstätte angebunden werden sollte
  2. 1972
    Der Vorschlag, Predigtstätte und Gemeindehaus zu verbinden, wird angenommen; das Architekturbüro erhält den Auftrag
  3. 1979
    Grundsteinlegung und Richtfest am 28. August
  4. 1980
    Einweihung mit Festgottesdienst am 11. Mai
  5. 1981
    Erste Nutzung der Orgel am 12. Juli

Karte

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Automatisch erstellt, zuletzt geprüft: 2026-08-26

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